Wien (OTS) – Die von Bundeskanzler Christian Stocker im
Sommergespräch
vorgeschlagene Pensionsanpassung von lediglich 2 % sorgt für große
Verunsicherung und berechtigte Kritik. Zum Vergleich: Der gesetzlich
vorgeschriebene Anpassungsfaktor liegt bei 2,7 %, die monatliche
Teuerung im August 2025 sogar bei 4,1 %. Eine Anpassung unterhalb der
Inflation führt somit zu einer realen Kürzung der Pensionen und
stellt einen Angriff auf die Kaufkraft der Pensionist:innen dar.
Die gesetzlich vorgesehene Anpassung von 2,7 % soll offenbar
nicht umgesetzt werden. Ein bewusstes Unterbleiben schwächt das
Vertrauen in die Verlässlichkeit der Politik und stellt ein Abweichen
von den gesetzlichen Vorgaben dar.
Hinzu kommt, dass Pensionist:innen bereits in diesem Jahr
überproportional belastet wurden: Die Krankenversicherungsbeiträge
wurden ab Juni 2025 auf 6 % erhöht. Allein dadurch zahlen die
Betroffenen in dieser Legislaturperiode rund drei Milliarden Euro
zusätzlich. Diese Mehrfachbelastung – sinkende Kaufkraft einerseits,
steigende Abgaben andererseits – ist für Menschen im Ruhestand nicht
zumutbar.
Während die Lebenshaltungskosten in nahezu allen Bereichen – von
Lebensmitteln über Energie bis hin zu Wohnen – deutlich steigen,
sollen Pensionist:innen erneut belastet werden. Wer ein Leben lang
gearbeitet und in das Pensionssystem eingezahlt hat, verdient Respekt
– und keine Kürzungen.
Es ist die Verantwortung der Bundesregierung, sicherzustellen,
dass Menschen im Ruhestand nicht durch politische Entscheidungen
zusätzlich belastet werden. Eine Anpassung unter der tatsächlichen
Inflationsrate widerspricht dem Grundgedanken eines fairen sozialen
Ausgleichs und gefährdet das Vertrauen in die langfristige Stabilität
des Pensionssystems.
Eine Vorgehensweise wie bei der Erhöhung der
Krankenversicherungsbeiträge, bei der Pensionist:innen vor vollendete
Tatsachen gestellt wurden, kann nicht hingenommen werden. Wir
erwarten daher die umgehende Aufnahme von Verhandlungen mit dem
Seniorenrat.
Die Forderungen der FCG sind daher:
· Voller Inflationsausgleich von 2,7 % für alle Pensionist:innen
· Gezielte soziale Unterstützung durch Erhöhung der
Ausgleichszulage
· Klare Absage an Kürzungspläne der Bundesregierung
„Unsere ältere Generation verdient Respekt, keine Kürzungen.
Pensionen sind keine Wohltaten – sie sind erarbeitete Rechte. Deshalb
sagen wir immer wieder: Hände weg von den Pensionen!“, so Waldner,
Vorsitzender der FCG-Pensionist:innen, abschließend.





