Wien (OTS) – Die Einladung des Finanzministers und des
Beamtenstaatssekretärs an
die Gewerkschaften, in Gespräche über den Gehaltsabschluss für 2026
einzutreten, ist für Eduardo Maldonado-González, Vizepräsident der
Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien und Kurienobmann der
angestellten Ärzte, nicht nachvollziehbar. „Einmal ausverhandelte
Vereinbarungen und Abschlüsse sind einzuhalten und umzusetzen. Gerade
in wirtschaftlich angespannten Zeiten ist es besonders wichtig, dass
sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf geltende Gehaltsabschlüsse
verlassen können.“
Mit dem Abschluss, den die Gewerkschaft für die
Gemeindebediensteten ausverhandelt hat, wurde nicht nur für das
laufende Jahr 2025 eine Inflationsanpassung festgelegt, sondern auch
für 2026 eine Erhöhung der Gehälter um die abgerechnete Inflation
plus 0,3 Prozent (linear) vereinbart. Der geltende zweijährige
Abschluss wurde im Nationalrat auch von allen Parteien außer NEOS
beschlossen.
Johannes Steinhart, Präsident der Kammer für Ärztinnen und Ärzte
in Wien und der Österreichischen Ärztekammer, hält fest:
„Wertschätzung sieht anders aus. Es kann nicht sein, dass nun etwas
aufgemacht werden soll, was bereits ausverhandelt wurde.
Vereinbarungen und Abschlüsse müssen eingehalten und auch umgesetzt
werden.“
„Die budgetäre Lage ist gerade herausfordernd, aber anstatt mit
strukturellen Innovationen oder Konzepten die Arbeitssituation für
die Bediensteten des Wiener Gesundheitsverbundes (WIGEV) zu
verbessern, soll ein bereits ausverhandelter Abschluss wieder
aufgeschnürt werden – das ist inakzeptabel“, kommentiert
Vizepräsident Maldonado-González.





