Transportbranche kündigt weitere Proteste gegen Lkw-Maut an

Wien (OTS) – „Die sogenannte Einigung in Sachen Lkw-Maut, die
Infrastrukturminister Hanke letzte Woche verkündet hat, ist ein
erster Schritt, allerdings handelt es sich lediglich um eine Einigung
innerhalb der Koalition. Wir sind nicht mit am Verhandlungstisch
gesessen“, sagt Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport
und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Er sieht die
Bedürfnisse der Branche in den Plänen des Bundesministers viel zu
wenig berücksichtigt: „Auch wenn die Maut-Erhöhung jetzt nicht mehr
10 bis 13 Prozent betragen soll, wie es ursprünglich vorgesehen war,
sondern je nach Fahrzeug etwa 7,7 Prozent, bedeutet sie nach wie vor
eine enorme Belastung. Das ist für viele Transportunternehmen schwer
zu stemmen“, warnt Klacska.

Grund dafür sei vor allem die nach wie vor sehr schwierige
konjunkturelle Lage der Transportwirtschaft. „Wenn wir wollen, dass
es mit der Wirtschaft wieder aufwärts geht, braucht es hier ein
Eingehen auf diese herausfordernde Situation“, fordert Klacska. Vor
allem angesichts der Tatsache, dass Österreich ohnehin schon die
höchste Lkw-Maut in ganz Europa hat.

Die Transportwirtschaft hat daher beschlossen, weiter gegen die
geplante Maut-Erhöhung vorzugehen. „Wenn man uns nicht noch ein Stück
weit entgegenkommt, wird es in den nächsten Wochen weitere
Protestaktionen geben müssen“, kündigt Markus Fischer, Obmann des
Fachverbands des Güterbeförderungsgewerbe, an.

Neben einer Entlastung bei der Maut wären Klacska und Fischer
zufolge auch budgetneutrale Maßnahmen hilfreich – vom Aus für den
Nacht-60er bis hin zur Einführung des LKW-Führerscheins für 17-
Jährige. (PWK372/DFS)