Wien (OTS) – Im Fall des Freispruchs in einem Gerichtsprozess, in dem
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Jugendliche wegen sexueller Nötigung angeklagt waren, sehen die SPÖ-
Frauen die Gefahr einer dramatischen Opfer-Täter-Umkehr. „Das
Verhalten des damals 12-jährigen Mädchens und sogar das der Mutter
werden öffentlich diskutiert, anstatt das der Täter. Der
Gerichtsprozess zeigt deutlich, dass wir auch in Österreich eine
klare Definition von einvernehmlicher Sexualität brauchen. Nur Ja
heißt Ja. In einigen Ländern wie in Schweden oder Spanien ist dies
bereits gelebte Praxis. Es ist wichtig, dass wir von anderen Ländern
lernen“, so SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Ruth Manninger
gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****
„Die Scham muss die Seiten wechseln. Wir haben in Österreich ein
Problem mit Männergewalt, mit Besitzdenken und mit patriarchalen
Denkmustern. Das müssen wir ändern! Sehr wichtig ist auch eine
Sensibilisierung von Justizwachebeamt*innen und der Polizei. Die
Bundesregierung arbeitet mit Hochdruck an der Ausarbeitung des
Nationalen Aktionsplans gegen Gewalt an Frauen, um Lücken im
Gewaltschutz zu schließen“, so Manninger.
„Jedes Opfer sexueller Gewalt soll sich sicher sein, dass das
Recht auf seiner Seite ist“, so die SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin
abschließend. (Schluss) eb/lw





