Wien (OTS) – Vor dem Hintergrund polarisierender Debatten, radikaler
Forderungen
und politischen Verschärfungen in den Bereichen Asyl und Integration
rufen Caritas und UNHCR am Langen Tag der Flucht zu mehr Besonnenheit
und Solidarität auf. Vor 10 Jahren stellte die Fluchtbewegung Europa
und Österreich vor große Herausforderungen – und machte gleichzeitig
eine große Solidarität in der Gesellschaft sichtbar. Heute, zehn
Jahre später, hat sich Situation für geflüchtete Menschen global
verschärft: 122 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht – so
viele wie noch nie und doppelt so viele wie noch vor 10 Jahren.
Dramatische Kürzungen im Bereich der internationalen Hilfe
verschlimmern die Lage zusätzlich. Gleichzeitig steht das Grundrecht
auf Asyl international zunehmend unter Druck. Schwertner: „Mit der
Genfer Flüchtlingskonvention und der Europäischen
Menschenrechtskonvention wurden vor über 70 Jahren völkerrechtliche
Meilensteine geschaffen, die bis heute das Fundament des
internationalen Rechts auf Schutz vor Verfolgung und Gewalt
darstellen. Wenn diese grundlegenden Vereinbarungen infrage gestellt
werden – auch von politisch Verantwortlichen – ist das alarmierend.
Es braucht sachliche und pragmatische Lösungen, ohne Grundreche zu
gefährden. Die Relevanz dieser Abkommen ist heute aktueller denn je.“
Um ein sicht- und hörbares Zeichen für mehr Solidarität mit
flüchtenden Menschen zu setzen, formieren Caritas und UNHCR am Langen
Tag der Flucht einen Pop Up-Chor im öffentlichen Raum: Gemeinsam mit
dem mumok Frauenchor und mit Unterstützung von Schauspielerin Valerie
Huber singen zahlreiche Freiwillige, geflüchtete Menschen und Passant
*innen vielsprachige Lieder aus unterschiedlichen Kulturen.
Zum Auftakt findet ein Medientermin statt mit Statements von:
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Klaus Schwertner, Caritasdirektor der Erzdiözese Wien
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Ruth Schöffl, Pressesprecherin UNHCR Österreich
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Diana Rasina, Leiterin mumok Frauenchor
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Valerie Huber, Schauspielerin und Unterstützerin
Gerne ermöglichen wir Interviews mit geflüchteten Menschen vor
Ort.
Wann: Freitag, 3. Oktober 2025, 10:30
Wo: Platz der Menschenrechte, Mariahilfer Straße 1, 1070 Wien
Um Anmeldung unter [email protected] wird gebeten.





