AK: Wohnschirm für Mieter:innen „wichtig und richtig“ – Her mit einer Verlängerung!

Wien (OTS) – „Gute Praxis – der Wohnschirm ist wichtig und richtig,
um
Mieter:innen in Zahlungsnot aufzufangen. Mit der Übernahme von Miet-
oder Energiekosten wurde unzähligen Familien geholfen und viele vor
der Wohnungslosigkeit bewahrt“, sagt Ines Stilling, AK
Bereichsleiterin für Soziales zur Wohnschirm-Bilanz von
Sozialministerin Korinna Schumann. „Abgesehen vom sozialen Leid
werden dadurch auch hohe volkswirtschaftliche Folgekosten
hintangehalten. Daher soll der Wohnschirm angesichts des anhaltenden
Bedarfs verlängert werden.“

Eine jüngste Analyse des Beraternetzwerks Kreutzer Fischer &
Partner zeigt: Mieten stiegen in den vergangenen Jahren in Österreich
stärker als in den Nachbarländern. „Maßnahmen wie die Mietpreisbremse
und eine Verlängerung des Wohnschirms sind daher wichtig. Denn die
Kosten für Miete und Energie sind für viele Haushalte noch immer eine
hohe Belastung, durch die steigende Arbeitslosigkeit verschärft sich
die Lage zusätzlich. Der Bedarf am Wohnschirm ist daher weiter
gegeben. Wohnungslosigkeit verursacht nämlich nicht nur großes Leid
bei den Betroffenen, sondern auch hohe gesellschaftliche Folgekosten.
Deswegen ist jeder Euro für die Verhinderung von Delogierungen gut
investiertes Geld“, erklärt Stilling.

Die AK hat berechnet: Werden Mietrückstände (rund 2.500 Euro pro
Mieter:in) übernommen und die Delogierung (geschätzte Gesamtkosten
30.900 Euro) hintangehalten, vermeidet ein Euro aus dem Wohnschirm
Folgekosten für Mieter:innen, Vermieter:innen und den Sozialstaat von
über zwölf Euro.