FPÖ – Frühmesser-Götschober zum Welttag der psychischen Gesundheit: Alarmierende Unterversorgung bei Kindern und Jugendlichen in Wien

Wien (OTS) – Anlässlich des heutigen Welttags der psychischen
Gesundheit warnt
Landtagsabgeordnete Frühmesser-Götschober vor der alarmierenden
Unterversorgung in der Wiener Kinder- und Jugendpsychiatrie. Wie der
aktuelle Bericht des Rechnungshofs zeigt, ist die Versorgungslage für
junge Menschen in Österreich in sehr hohem Maße unzureichend –
besonders in Wien. „Es ist nicht zu akzeptieren, dass Kinder und
Jugendliche mit psychischen Erkrankungen monatelang auf Hilfe warten
müssen, während die Stadtregierung untätig bleibt“, erklärt
Frühmesser-Götschober.

In Wien herrscht ein massiver Mangel an Fachärztinnen und
Fachärzten, es gibt zu wenige stationäre und tagesklinische
Behandlungsplätze, unzureichende ambulante Angebote, fehlende
Nachsorge, lange Wartezeiten von bis zu drei Monaten sowie eine
insgesamt mangelhafte Versorgungsplanung.

„Diese Verzögerungen bedeuten für Betroffene eine zermürbende
Zeit, in der sich Symptome verschlimmern“, so Frühmesser-Götschober
weiter. Besonders besorgniserregend sei, dass es kaum
Frühintervention und Nachsorge gibt und wichtige Posten – etwa am
Standort Rosenhügel – monatelang unbesetzt bleiben.

„Wenn die Wiener Stadtregierung selbst in zentralen Einrichtungen
monatelang keine Leitung bestellt, sendet das ein fatales Signal“,
kritisiert Frühmesser-Götschober. „Gerade in der Kinder- und
Jugendpsychiatrie brauchen wir Stabilität, Struktur und
Verantwortlichkeit – nicht Stillstand.“

Sie fordert daher ein entschlossenes Handeln der Stadt: „Wien
braucht endlich mehr Ressourcen, zusätzliche Therapieplätze und
kürzere Wartezeiten. Psychische Gesundheit darf nicht länger das
Stiefkind unseres Gesundheitssystems sein.“ (Schluss)