EU-Parlament zeigt Naturverstand: Ablehnung des Forest Monitoring Law ist klares Signal für nationale Kompetenz und Bürokratieabbau

Wien (OTS) – Die Land&Forst Betriebe Österreich begrüßen die heutige
Entscheidung
des Europäischen Parlaments, den umstrittenen Entwurf zum sogenannten
Forest Monitoring Law abzulehnen. Damit folgt das Plenum der
kritischen Einschätzung der zuständigen Ausschüsse und stärkt das
Subsidiaritätsprinzip sowie die nationale Zuständigkeit in
Forstfragen.

„Die Abgeordneten haben mit dieser Entscheidung Vernunft bewiesen
und sich klar gegen überbordende Bürokratie und praxisferne
Datensammlungen ausgesprochen“ , betont Konrad Mylius, Präsident der
Land&Forst Betriebe Österreich. „Österreich und viele andere
Mitgliedstaaten verfügen bereits über funktionierende nationale
Forstinventuren, die wertvolle und vergleichbare Informationen
liefern. Ein zusätzliches europäisches System wäre schlicht unnötig
und teuer.“

Der Kommissionsentwurf hätte nicht nur erhebliche zusätzliche
Kosten und Verwaltungsaufwände verursacht, sondern auch sensible
Geschäftsdaten gefährdet. Geolokalisierte Veröffentlichungspflichten
mit hohem Detailgrad hätten zu Marktverzerrungen,
Preisbeeinflussungen und Wettbewerbsnachteilen geführt. Zudem zeigte
der Entwurf fachliche Schwächen, etwa durch den übermäßigen Fokus auf
Fernerkundungsdaten, die anfällig für Fehlinterpretationen sind.

„Mit dieser Abstimmung sendet das Europäische Parlament ein
starkes Signal an die Kommission: Forstwirtschaft bleibt nationale
Kompetenz. Europa braucht keine Datenfriedhöfe, sondern praktikable
Lösungen, die den Wald und seine Bewirtschafter stärken“, so Mylius
weiter. „Unser Dank gilt insbesondere Abgeordnetem Alexander
Bernhuber und jenen Parlamentarierinnen und Parlamentariern, die sich
engagiert für eine sachliche und realistische Forstpolitik eingesetzt
haben.“

Während das EU-Parlament beim Forest Monitoring Law Hausverstand
bewiesen hat, droht beim Soil Monitoring Law neuerliche Bürokratie.
Der Entwurf, der am Donnerstag zur Abstimmung steht, setzt erneut auf
flächendeckende, detailreiche Datenerhebungen und ignoriert
funktionierende nationale Systeme. Die Land&Forst Betriebe Österreich
lehnen den Vorschlag entschieden ab und warnen vor weiterer Belastung
der Betriebe durch überzogene Berichtspflichten. Das EU-Parlament ist
gefordert, auch hier auf Naturverstand und Verhältnismäßigkeit zu
setzen.

Die Land&Forst Betriebe Österreich sind die freiwillige
Vereinigung österreichischer Landbewirtschafter, mit der Zielsetzung,
Österreichs Wälder und Felder als betriebliche Grundlage und
gesellschaftlichen Mehrwert zu erhalten und Bewusstsein für die
Anliegen privater land- und forstwirtschaftlicher Betriebe und deren
Tätigkeit zu schaffen. Die Mitgliedsbetriebe der Land&Forst Betriebe
Österreich bewirtschaften zusammen mehr als ein Viertel des
österreichischen Waldes und produzieren jede fünfte Tonne des
österreichischen Getreides.

Kontakt

Land&Forst Betriebe Österreich
Paula Mayrhofer, MSc
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
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