Landesregierung genehmigt Windpark Großinzersdorf II

St. Pölten (OTS) – Die Niederösterreichische Landesregierung hat die
Erweiterung des
Windparks Großinzersdorf in der Gemeinde Zistersdorf mit den Stimmen
von ÖVP, FPÖ und SPÖ einstimmig genehmigt. „Insgesamt fünf Windräder
werden bald Strom für 20.000 Haushalte erzeugen,“ so LH-
Stellvertreter Stephan Pernkopf. „Damit stärken wir den
Wirtschaftsstandort Niederösterreich und erhöhen die blau-gelbe
Energieunabhängigkeit. Schon jetzt ist Niederösterreich das Land mit
dem meisten Ökostrom und dem größten CO2-Rückgang. Seit 2005 sind die
Emissionen in unserem Bundesland um rund 40 Prozent gesunken, während
die Wirtschaftsleistung im gleichen Zeitraum ähnlich stark gestiegen
ist. Sowohl das Klima als auch die Wirtschaft in Niederösterreich
profitieren vom Ausbau der Erneuerbaren Energie.“

Die Umweltverträglichkeitsprüfung wurde positiv abgeschlossen,
aktuell wird das Bauprojekt vorbereitet, die Inbetriebnahme ist
aktuell mit Ende 2027 angesetzt. Der Windpark wird jährlich mehr als
20.000 Haushalte mit sauberem Ökostrom versorgen. Errichtet wird der
Windpark von WLK energy aus Untersiebenbrunn. Schon bisher betreibt
die WLK energy 30 Windräder mit rund 105 MW in Niederösterreich. CEO
Gregor Erasim gibt bekannt: „Niederösterreich nimmt eine
Vorreiterrolle im Ausbau der Erneuerbaren Energien ein, es freut uns
hier ein starker und erfolgreicher Partner zu sein. Wir schaffen
damit Wertschöpfung, die in der Region bleibt und stärken damit auch
den Wirtschaftsstandort Niederösterreich!“

Passend dazu soll in der heutigen Landtagssitzung der NÖ Klima-
und Energiefahrplan mit neuen Ökostrom-Ausbauzielen diskutiert und
beschlossen werden. Bereits im Juli des heurigen Jahres hat die
Landesregierung die höheren Ausbau-Ziele mit den Stimmen von ÖVP, FPÖ
und SPÖ einstimmig bestätigt. Als Update zur ursprünglichen
Beschlussfassung im Jahr 2019 werden die damaligen Photovoltaik-Ziele
von 2.000 GWh auf nun 4.500 GWh und die Windkraft-Ziele von 7.000 GWh
auf 8.000 GWh bis 2030 erhöht. „Dabei setzen wir vor allem auf PV-
Anlagen auf Dächern, Hallen und Parkplätzen statt auf wertvollen
Äckern,“ erklärt Pernkopf. Bei der Windkraft sieht das Land
Niederösterreich zudem viel zusätzliches Energiepotential im
Repowering, also der Modernisierung bestehender Anlagen. Ein
besonderer Fokus wird auf den Ausbau von Stromspeichern gelegt, die
die Netze entlasten, die Effizienz der erneuerbaren Energien erhöhen
und auch für größtmögliche Blackout-Sicherheit sorgen. Experten
erwarten durch den weiteren Energie-Ausbau im Einklang mit dem
Naturschutz nicht nur eine wesentlich höhere Unabhängigkeit und
langfristige Preisstabilität, sondern auch konkret 1,6 Milliarden
Euro an heimischer Wertschöpfung und 60.000 Arbeitsplätze durch
Investitionen in Energie-Infrastruktur, PV, Wind und
Gebäudesanierungen.

Weitere Informationen: DI Jürgen Maier, Pressesprecher LH-Stv.
Dr. Stephan Pernkopf, T: +43 2742 9005 – 12704, M: +43 676 812 15283,
E-Mail: [email protected]