FPÖ – Karacsony: „Österreichs Bauern werden von Bürokratie, Preisverfall und EU-Vorgaben erdrückt und Regierung schaut tatenlos zu“

Wien (OTS) – „Unsere Bauern schlagen Alarm, weil sie unter immer mehr
Kontrolle,
immer mehr Bürokratie und immer mehr Überwachung leiden – vom
Stallbuch über die Förderabrechnung bis hin zur verpflichtenden
digitalen Dokumentation jedes Handgriffs. Der Bauer wird längst nicht
mehr als Rückgrat unseres Landes gesehen, sondern als Verdächtiger in
einem System aus Auflagen, Formularen und Misstrauen“, kritisierte
heute der freiheitliche Bundesrat Thomas Karacsony.

„Gleichzeitig erleben wir einen dramatischen Preisverfall.
Getreide und Schweinefleisch sind im freien Fall, während im
Supermarkt die Preise weiter steigen. Die Bauern schuften, der Handel
kassiert. Das System ist krank, und die schwarz-rot-pinke Regierung
schaut tatenlos zu. Täglich rufen mich verzweifelte Landwirte an, die
nicht mehr wissen, wie es weitergehen soll, und sagen: ‚Ihr seid die
Einzigen, die uns noch helfen – die FPÖ ist die einzige Stimme für
die Bauern.‘ Diese Worte gehen unter die Haut und zeigen, wie tief
die Verzweiflung bereits sitzt“, erklärte Karacsony.

„Die sogenannte ‚Bauernpartei‘ ÖVP ruht sich in ihren Kammern auf
jahrzehntelanger Allmacht aus, schiebt jede Verantwortung nach
Brüssel ab und verweist auf EU-Vorgaben. Dabei sitzt dort mit der EVP
ihre eigene politische Familie am Hebel. Doch anstatt unsere Bauern
zu schützen, arbeitet dieselbe EU an einem Freihandelsabkommen mit
Südamerika – dem sogenannten Mercosur-Abkommen. Dieses würde Tür und
Tor für Fleischimporte aus Brasilien und Argentinien öffnen,
produziert unter Bedingungen, die mit österreichischen Standards
nichts zu tun haben. Keine Tierwohlauflagen, keine Umweltkontrollen,
keine Lohn- oder Qualitätsstandards, aber dafür billig. Genau diese
Billigimporte würden aber den heimischen Markt endgültig zerstören.
Wer so etwas zulässt, verrät die eigene Landwirtschaft und verkauft
unsere Bauern für ein paar Konzerninteressen nach Übersee“, betonte
Karacsony.

„Während die Bauern um ihre Existenz kämpfen, genießen andere die
Aussicht von ihren Funktionärssesseln. Die Realität am Land – das
Ringen ums tägliche Überleben – scheint weit weg. Doch ohne die
bäuerlichen Familienbetriebe stirbt das Herz Österreichs und das darf
nicht hingenommen werden. Die FPÖ steht an der Seite der Bauern, und
zwar nicht mit Floskeln, sondern mit klaren Forderungen. Wir kämpfen
gegen überzogene EU-Vorgaben, gegen übermächtige Konzerne und gegen
das zerstörerische Mercosur-Abkommen. Wir fordern faire Preise,
Eigenständigkeit und echten Schutz für die österreichische
Landwirtschaft. Wenn die Bauern aufgeben müssen, gibt es bald kein
‚Made in Austria‘ mehr und kein Leben am Land“, so der FPÖ-Bundesrat.