Emmerling zum Tag der Kinderrechte: „Schutz der Kinder und ihrer Rechte ist nicht verhandelbar – das ist unser Auftrag und Versprechen.“

Wien (OTS) – In der Menschenrechtsstadt Wien hat der Schutz der
Kinder- und
Jugendrechte oberste Priorität. Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling
hisste die Kinderrechtefahne gemeinsam mit den Gemeinderäten Nikola
Poljak und Lukas Burian sowie Vertreter*innen des
Menschenrechtsbüros, der Kinder und Jugendanwaltschaft und der Kinder
– und Jugendhilfe.

Zum Tag der Kinderrechte hebt Vizebürgermeisterin und
Jugendstadträtin Bettina Emmerling die zentrale Bedeutung der Wiener
Kinder- und Jugendhilfe hervor: „Der Schutz der Kinder und ihrer
Rechte ist nicht verhandelbar – das ist unser Auftrag und unser
Versprechen. Die Mitarbeiter*innen der Wiener Kinder- und Jugendhilfe
leisten mit großem Engagement tagtäglich wertvolle Arbeit für Kinder,
Jugendliche und Familien in dieser Stadt. Sie hören zu, sie schauen
hin, beraten, begleiten und schützen – mit Überzeugung, Kompetenz und
Verantwortung.“

Die UN-Kinderrechtskonvention bildet den Handlungsrahmen für die
Arbeit der Wiener Kinder- und Jugendhilfe. Sie versteht sich als
starke Partnerin der Kinder und Familien. Ihr Ziel ist es, Eltern zu
unterstützen, bevor Probleme groß werden, und Kindern zu ermöglichen,
in ihrem vertrauten Umfeld sicher aufzuwachsen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den ambulanten Angeboten und
Familienzentren: In den Familienzentren in ganz Wien finden Eltern
und Kinder frühzeitig Rat und Begleitung – bei Fragen zur Erziehung,
in belastenden Situationen oder einfach dann, wenn das Familienleben
herausfordernd wird. Die ambulanten Leistungen der Wiener Kinder- und
Jugendhilfe bieten individuelle Unterstützung, um Familien zu
stabilisieren und Eltern in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken. Wo
Hilfe nötig ist, wird rasch und unbürokratisch gehandelt – immer mit
dem Ziel, Familien zusammenzuhalten und das Wohl der Kinder zu
sichern.

Ergänzend zu den Familienzentren und ambulanten Angeboten umfasst
die Wiener Kinder- und Jugendhilfe ein breites Spektrum an weiteren
wichtigen Leistungen:

– Die Regionalstellen der Sozialen Arbeit sind zentrale
Anlaufstellen, die vor allem den Kinderschutz sicherstellen und in
Krisensituationen schnelle Hilfe leisten.

– Der psychologische Dienst unterstützt Kinder, Jugendliche und
Familien mit professioneller Begleitung, um Belastungen zu bewältigen
und Entwicklungsprozesse zu fördern.

– Die Rechtsvertretung setzt sich dafür ein, dass Kinder und
Jugendliche ihre Rechte – etwa auf Identität, Schutz und Unterhalt –
auch vor Gericht wahrnehmen können.

– Für Kinder, die zuhause nicht sicher sind, bieten die Krisenzentren
Schutzräume, in denen sie Sicherheit und Geborgenheit finden.

– Wohngemeinschaften ermöglichen ein sicheres und förderndes Umfeld,
wenn ein Verbleib in der Familie vorübergehend oder langfristig nicht
möglich ist.

Ein wichtiger Bestandteil ist auch das Servicetelefon der Wiener
Kinder- und Jugendhilfe. Unter der zentralen Nummer 01/4000/8011
erhalten Eltern, Jugendliche, Fachkräfte und Bürger*innen schnell,
vertraulich und kostenlos Unterstützung – bei Erziehungsfragen,
Konflikten oder Sorgen um ein Kind.

Mit diesen Leistungen werden wichtige Kinder- und Jugendrechte –
wie z.B. das Recht auf Schutz vor Gewalt, auf die bestmögliche
Entwicklung, auf die Familie, ein sicheres Zuhause und Gesundheit –
in der Menschenrechtsstadt Wien in der Praxis und im Alltag von
Kindern, Jugendlichen und ihren Familien gesichert.

SPÖ-Gemeinderat und Jugendsprecher Nikola Poljak betont in seinem
Beitrag sachlich und klar, dass eine verlässliche Kinder- und
Jugendpolitik dort beginnt, wo die Bedürfnisse junger Menschen ernst
genommen werden. Er richtet den Blick auf die alltägliche
Verantwortung der Stadt, Kinderrechte konsequent zu schützen und
Familien nachhaltig zu unterstützen: „Sozialdemokratische Politik
bedeutet, die Lebensrealitäten von Kindern und Familien in den
Mittelpunkt zu stellen. In Wien arbeiten wir täglich daran, dass
jedes Kind sicher aufwachsen kann, Förderung erhält und seine Zukunft
selbstbewusst gestalten darf. Eine lebenswerte Stadt entsteht dort,
wo wir niemanden zurücklassen – und wo Kinderrechte unverrückbar an
erster Stelle stehen.“

„Mit uns! Teilhabe junger Menschen in Wien“

Anlässlich des Internationaler Tag der Kinderrechte lädt die
Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien (KIJA Wien) zur
interdisziplinären Tagung „Mit uns! Teilhabe junger Menschen in Wien“
ein. Im Wiener Rathaus steht am 21. November 2025 die Forderung nach
echter Partizipation im Mittelpunkt: Kinder und Jugendliche müssen in
allen sie betreffenden Entscheidungen gehört, mitentscheiden und
mitgestalten können. Nur so werden ihre Rechte nach der UN-
Kinderrechtskonvention wirksam.

„Die Partizipation von Kindern ist ein individuelles Rechtsgut:
Wer Teilhabe fördert, stärkt nicht nur die Persönlichkeitsentwicklung
und die Selbstwirksamkeit von Kindern, sondern leistet zugleich eine
demokratische Investition in eine verantwortungsvolle, gerechte und
inklusive Gesellschaft“, sagt der Kinder- und Jugendanwalt Sebastian
Öhner.