„Schauplatz Gericht“: Wie man in den Wald ruft

Wien (OTS) – Wenn der Weg nur mehr zu Gericht führt: In der
aktuellen, von Sabine
Zink und Ludwig Gantner gestalteten „Schauplatz Gericht“-Ausgabe „Wie
man in den Wald ruft“ geht es am Donnerstag, dem 11. Dezember 2025,
um 21.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON um Fälle, in denen Waldwege für
ihre Benutzer:innen zum juristischen Verhängnis werden:

In Kärnten kann eine Waldbesitzerin ihr mit Borkenkäfern
befallenes Schadholz nicht abtransportieren, obwohl die Behörde es
ihr vorgeschrieben hat. Warum? Weil ihr Waldnachbar sie nicht über
ein kurzes Wegstück fahren lässt. Seit Juli liegt das Holz deshalb
geschlägert im Wald, verliert an Wert und der Schädling kann weiter
sein Unwesen treiben. Der Fall muss vom Landesverwaltungsgericht
entschieden werden.

Im Piestingtal hat sich Frau J. ein Haus am Waldrand gekauft.
Über ihren Grund führt ein Weg, der für ihren Nachbarn, Herrn P., als
Zufahrt zu dessen Haus weiter oben im Wald wichtig ist. Herr P.
eröffnete dann aber ein sogenanntes „Petit Hôtel“ und bietet die
Zimmer auf Internetplattformen zur Vermietung an. Das hat zur Folge,
dass Gäste und Lieferanten in großer Zahl und ganz dicht an der
Haustüre von Frau J. vorbeifahren, angeblich bis zu 70 Fahrzeuge pro
Tag. Das führte u. a. zu Hunderten teuren Unterlassungsaufforderungen
wegen Besitzstörung und Anzeigen wegen Verletzung des Datenschutzes.