12. Prammer-Symposium (1): Feministische Perspektiven auf Körper, Gesundheit und Medizin

Wien (OTS) – Mit einer Eröffnungsrede von Doris Bures, Dritte
Präsidentin des
Nationalrats und Präsidentin des Karl-Renner-Instituts, hat heute das
12. Barbara-Prammer-Symposium im Parlament in Wien begonnen. Unter
dem Titel „Körper. Macht. Medizin. Feministische Perspektiven auf
Gesundheit“ diskutieren seit dem Vormittag Expertinnen aus Politik,
Wissenschaft, Medizin und Zivilgesellschaft über Frauengesundheit,
gendersensible Medizin und Machtverhältnisse im Gesundheitssystem. **
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In ihrer Eröffnungsrede verwies Doris Bures auf die aktuellen
europäischen und globalen Entwicklungen, in denen Demokratie,
Freiheitsrechte und Frauenrechte durch autoritäre Politiker unter
Druck geraten. „Wenn wir in eine Weltordnung schlittern, in der nicht
die Stärke des Rechts, sondern das Recht des Stärkeren gilt, dann
sind wir als Demokratinnen und besonders als Sozialdemokratinnen
immens gefordert, gegenzuhalten“, so Bures.

Es gehöre zum Muster rechter und autoritärer Politik,
Frauenrechte einzuschränken; das Recht auf Schwangerschaftsabbruch
oder Maßnahmen für Geschlechtergerechtigkeit würden immer als erste
in Frage gestellt. Auch die Delegitimierung der Wissenschaft gehöre
zu dieser rechts-autoritären Politik. Alle, die Demokratie und
Frauenrechte verteidigen, müssten sich deshalb zusammenschließen,
klare feministische Positionen formulieren, sich gegen diese
Entwicklungen stemmen und für Frauenrechte eintreten. „Die
Vergangenheit hat gezeigt: Trotz schwieriger Bedingungen und großer
Hürden haben unsere Vorgängerinnen durch Zusammenhalt und Solidarität
viel erreicht“, so die Präsidentin des Renner-Instituts.

Das Barbara-Prammer-Symposium bringt in Gedenken an die
verstorbene Nationalratspräsidentin auch heuer zentrale politische
Entscheidungsträger:innen und Fachstimmen zu frauenpolitischen Themen
zusammen und bildet so den „feministischen Jahresauftakt“.
Teilnehmer:innen sind heuer u.a. SPÖ-Chef, Vizekanzler Andreas
Babler, SPÖ-Frauenvorsitzende, Frauen- und Wissenschaftsministerin
Eva-Maria Holzleitner, Sozialministerin Korinna Schumann, Gesundheits
-Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig, SPÖ-Frauensprecherin,
Abg. Sabine Schatz und FEPS-Generalsekretär László Andor.

In Panels und Keynotes wird thematisiert, wie
geschlechtsspezifische Ungleichheiten in medizinischer Forschung,
Versorgung und Gesundheitspolitik entstehen – und welche
feministischen Perspektiven notwendig sind, um bestehende Strukturen
zu verändern. Ihre Expertise bringen unter anderem Bettina
Pfleiderer, Professorin an der Universität Münster und eh.
Präsidentin des Weltärztinnenbundes, sowie Mirijam Hall, Gynäkologin
und Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für
Familienplanung, ein.

Das 12. Barbara-Prammer-Symposium ist eine gemeinsame
Veranstaltung der SPÖ-Frauen, des SPÖ-Parlamentsklubs, des Karl-
Renner-Instituts sowie der Foundation for European Progressive
Studies (FEPS).

SERVICE: Fotos vom 12. Barbara-Prammer-Symposium stehen auf der
Flickr-Seite der SPÖ-Frauen unter
Foto: (c) Astrid Knie
zur Verfügung und werden laufend ergänzt.

(Forts.) ah/bj