Wien (OTS) – „Mit den gravierenden Kürzungen der Förderung für das
Amerlinghaus
dürften sich nun die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten: Nach 50
Jahren steht das bedeutende Kultur- und Sozialzentrum vor dem Aus.
SPÖ und Neos treiben den größten Sozialabbau in der Geschichte Wiens
weiter voran und bedrohen damit auch die freie, alternative Szene
massiv“, kritisiert Judith Pühringer, Parteivorsitzende Grüne Wien,
die Kürzung für das Amerlinghaus seitens der zuständigen Stadträtin
Emmerling (Neos).
Die Betreiber:innen des Amerlinghauses gehen derzeit davon aus, dass
sie angesichts der Kürzungen ihre Türen schließen werden müssen. Auch
jene Vereine, die im Amerlinghaus eingemietet sind und die
grundsätzlich noch finanziert wären, sind existenzgefährdet, wenn
diese nicht mehr im Amerlinghaus bleiben könnten. Davon wären zum
Beispiel die Vereinigung für Frauenintegration und der darin
ansässige Kindergarten betroffen.
„Das Amerlinghaus ist eine der wichtigsten kulturellen und sozialen
Verortungen der freien Szene Wiens. Die inhaltliche Bandbreite ist
riesig und behandelt so zentrale Themen wie Menschenrechte,
Gleichberechtigung, Umwelt oder Rassismus und stärkt so
demokratisches Bewusstsein und kritisches Denken“, hält Ursula
Berner, Kultursprecherin der Wiener Grünen, fest. „Die Projekte des
Amerlinghauses sind keine netten Extras, sondern Kernelemente einer
demokratischen Stadtkultur. Wer hier kürzt, nimmt Wien ein Herzstück
an gelebter Demokratie, Dialogfähigkeit und Innovationskraft“, so
Berner.
SPÖ und Neos lassen Amerlinghaus im Stich
„Lange galt das Amerlinghaus auch für die SPÖ als das
Vorzeigebeispiel für eine partizipative Politik auf Augenhöhe. Eine
Kürzung der städtischen Förderung ist in dieser Form nicht
nachvollziehbar und verantwortungslos. Die Betreiber:innen des
Amerlinghauses wurden vor vollendete Tatsachen gestellt“, kritisiert
Berner. „Wie SPÖ und Neos das Amerlinghaus im Stich lassen,
widerspricht allen Werten, mit denen sich die Stadt sonst so gerne
schmückt: Partizipation, Dialog, ein partnerschaftlicher Umgang mit
den Menschen und Institutionen vor Ort“, so Pühringer und Berner –
und abschließend: „Es ist höchste Zeit, dass die zuständige
Stadträtin Emmerling noch einlenkt, damit das Amerlinghaus bestehen
bleiben kann.“





