Grüne Wien/Sequenz, Stark: Sperre der S-Bahn-Stammstrecke: Stadtregierung muss für einen attraktiven und verlässlichen Ersatz sorgen

Wien (OTS) – Die Modernisierung der S-Bahn-Stammstrecke ist dringend
notwendig und
wird von den Grünen Wien ausdrücklich begrüßt, aber die 14-monatige
Hauptsperre ab 7. September 2026 wird für Wien eine der größten
Verkehrsbelastungen der letzten Jahre sorgen. Auf dem Abschnitt
Praterstern-Hauptbahnhof sind rund 250.000 Fahrgäste täglich
unterwegs – das ist die gleiche Größenordnung, als würden Tangente
und Gürtel gleichzeitig wegfallen.
„Es ist gut, wenn die Stammstrecke modernisiert wird. Aber die
Stadtregierung muss liefern und ein Ersatzpaket aufsetzen, das diesen
Namen verdient: mit spürbaren Taktverdichtungen, zusätzlichen
Garnituren und Personal, deutlichen Verbesserungen der Straßenbahn
und echten Vorrang-Routen für Öffis auf der Oberfläche“, so Heidi
Sequenz und Kilian Stark, die beiden Mobilitätssprecher:innen der
Wiener Grünen.

Rückschritte für Verkehrswende verhindern

„Ein paar Shuttlebusse und die Anerkennung von ÖBB-Tickets im
Netz der Wiener Linien werden der großen Belastung durch die Sperre
nicht gerecht werden. Wenn das Ersatzangebot nicht deutlich
verbessert wird, werden viele Fahrgäste aus Verzweiflung aufs Auto
ausweichen. Dann besteht auch die Gefahr, dass die Menschen dann als
neue Gewohnheit beim Auto bleiben“, so Sequenz und Stark. Zu
befürchten sind völlig überladene Bahnsteige, etwa bei der U1
Hauptbahnhof, überfüllte Züge und Probleme im ganzen Netz. Das hätte
monatelang mehr Stau, mehr Belastung und einen Rückschritt für die
Verkehrswende zur Folge. „Es dauert noch, bis der Herbst da ist –
aber die Zeit läuft spätestens ab jetzt: Stadträtin Sima muss aus
Ankündigungen einen verlässlichen Plan machen, der die Öffi-Fahrgäste
gut durch diese Sperre bringt“, so Stark und Sequenz abschließend.