Wien (OTS) – „Die in den Medien erhobenen Vorwürfe gegen ein Tiroler
Hotel
erschüttern mich zutiefst. Sollten sich diese Anschuldigungen
bestätigen, handelt es sich um inakzeptables Verhalten, das im
österreichischen Tourismus keinen Platz hat“, reagiert Tourismus-
Staatssekretärin Elisabeth Zehetner. „Sexuelle Belästigung,
Erniedrigung und Machtmissbrauch sind in jeder Form entschieden zu
verurteilen und ganz besonders, wenn sie junge Menschen in Ausbildung
betreffen. Lehrlinge müssen sich am Arbeitsplatz sicher fühlen
können. Alles andere ist unvereinbar mit unseren Werten. Es ist gut,
dass das Hotel bereits Konsequenzen gezogen hat, nun muss der gesamte
Sachverhalt lückenlos aufgeklärt werden“, betonte Zehetner.
Gerade der Tourismus lebe von Internationalität und Vielfalt.
Viele junge Menschen aus unterschiedlichen Ländern und kulturellen
Hintergründen entscheiden sich bewusst für eine Ausbildung in der
Branche. „Diese Vielfalt ist eine große Stärke unseres Standorts und
sie verpflichtet uns zu Respekt, Sensibilität und klaren Regeln. Wer
im Tourismus arbeitet, hat Anspruch auf Würde, Schutz und
professionelle Begleitung“, so die Staatssekretärin. Ein derartiges
Verhalten widerspreche allem, wofür der österreichische Tourismus
stehe: Gastfreundschaft, Professionalität und gegenseitigem Respekt –
gegenüber Gästen ebenso wie gegenüber Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern.
Zugleich betonte Zehetner, dass die große Mehrheit der Betriebe
in Österreich tagtäglich vorbildliche Arbeit leiste: „Tausende
Unternehmen bilden engagiert aus, schaffen wertschätzende
Arbeitsumfelder und übernehmen soziale Verantwortung. Diese Betriebe
prägen das wahre Gesicht unseres Tourismus.“ Wo Missstände auftreten,
müsse jedoch konsequent gehandelt werden. „Es braucht klare
Standards, wirksame Kontrollmechanismen und eine Unternehmenskultur,
die Grenzüberschreitungen nicht duldet.“
Abschließend unterstrich Zehetner das gemeinsame Ziel für den
Standort: „Unser Anspruch ist ein Tourismus in Österreich, der
wirtschaftlich stark ist und gleichzeitig für Respekt, Sicherheit und
gelebte Vielfalt steht. Nur so bleibt die Branche attraktiv für junge
Menschen und stark für die Zukunft.“





