Quer durch Österreich: „Dok 1“ über „Gemeinden unter Druck“, „So isst Österreich besser“ und „Aufsperren statt Zusperren!“

Wien (OTS) – Quer durch Österreich geht es am Mittwoch, dem 25.
Februar 2026, in
ORF 1 und auf ORF ON: Was bedeutet es, wenn auf Gemeindeebene
drastische Sparprogramme umgesetzt werden? Und was ist die Ursache
für die finanzielle Schieflage? Diesen und vielen weiteren spannenden
Fragen widmet sich Hanno Settele in der neuen „Dok 1“-Ausgabe
„Sparen, Streichen, Schließen – Gemeinden unter Druck“ (20.15 Uhr)
gleich zum Auftakt. In der zweiten Ausgabe der neuen ORF-Sendung „So
isst Österreich besser“ (21.05 Uhr), in der sich alles um Ernährung
zwischen Handwerk, Wissenschaft und Konsumalltag dreht, nehmen
Moderatorin Silvia Schneider, Patissière Eveline Wild und
Molekularbiologe Fritz Treiber Eis und Sachertorte genauer unter die
Lupe. „Aufsperren statt Zusperren!“ (22.00 Uhr) heißt es in Linz, wo
Kira Schinko in der zweiten Folge der neuen, sechsteiligen ORF-Doku-
Reportageserie in Zeiten des dramatischen Wirtshaussterbens unterwegs
ist. Kulinarisch geht es anschließend mit einem „Milch und Honig“-
Dacapo (22.40 Uhr) weiter.

Die einzelnen Sendungen im Überblick

Dok 1: Sparen, Streichen, Schließen – Gemeinden unter Druck (um 20.15
Uhr in ORF 1 und auf ORF ON)

Die österreichischen Gemeinden befinden sich in einer Zwickmühle:
Denn die Aufgaben werden nicht weniger, das Geld schon. Gemeinden
sind für so grundlegende Bereiche wie Kinderbetreuung, Volks- und
Mittelschulen, Infrastruktur sowie Sport- und Kultureinrichtungen
zuständig. Doch wegen der angespannten Budgetlage müssen auch sie den
Gürtel deutlich enger schnallen. 2.092 Gemeinden gibt es in
Österreich, und mittlerweile schreibt schon fast jede zweite rote
Zahlen. Und wenn Gemeinden sparen, spüren es die Bürgerinnen und
Bürger in der Regel unmittelbar. Für die „Dok 1“-Ausgabe „Sparen,
Streichen, Schließen – Gemeinden unter Druck“ reist Hanno Settele
quer durch Österreich.

Bruck an der Mur in der Steiermark ist bereits seit mehr als zehn
Jahren verschuldet. Das Eisstadion musste bereits aus Kostengründen
geschlossen werden, die Mittelschule wurde aufgrund von
Sicherheitsrisken zugesperrt, der Zustand ist desolat, auch das
örtliche Freibad erhöht nach wie vor die Schulden.

Mit weniger Geld müssen auch Vorarlberger Gemeinden haushalten, etwa
St. Anton im Montafon. Dort kämpft die Gemeinde mit einem zu kleinen
Feuerwehrhaus, es gibt zwei Garagen, aber drei Feuerwehrautos. Das
niederösterreichische Zwettl, ebenfalls eine verschuldete Gemeinde,
hat für knapp 11.000 Einwohnerinnen und Einwohner 26 Feuerwehrhäuser.
Warum so viele?

Der Spardruck zwingt die Gemeinden auch vermehrt zu Kooperationen.
Gemeindezusammenlegungen treffen in der Regel aber auf heftigen
politischen Widerstand. 2015 hat die Steiermark im großen Stil
Gemeindefusionen umgesetzt. Ein Schritt, der von zahlreichen
Fachleuten heute positiv gesehen wird, SPÖ und ÖVP wurden aber bei
der darauffolgenden Landtagswahl massiv abgestraft. Wären Fusionen
ein Ausweg aus der Krise? Trauen sich die Bürgermeister und
Bürgermeisterinnen dieses Thema – nach den Erfahrungen in der
Steiermark – überhaupt aufzugreifen? Freiwillige Fusionen sind
jedenfalls selten: In Matrei am Brenner in Tirol hat es eine gegeben.
2022 schlossen sich dort Matrei, Mühlbachl und Pfons zusammen. Welche
Erfahrungen hat man gemacht?

Es gibt aber auch schuldenfreie Gemeinden, von den 2.092 Gemeinden
sind gut 50 schuldenfrei. Wels in Oberösterreich ist mittlerweile auf
dem Weg dorthin. Hier hat es der Bürgermeister geschafft, die Kommune
innerhalb von zehn Jahren aus der Schuldenfalle zu führen.

Dennoch warnen Expertinnen und Experten wie Karoline Mitterer vom
Zentrum für Verwaltungsforschung, Gemeindebundpräsident Johannes
Pressl und Rechnungshofpräsidentin Margit Kraker – eine Besserung sei
nicht in Sicht. Wie reagieren die Bürgermeisterinnen und
Bürgermeister auf die vermehrt leeren Kassen? Was bedeutet es, wenn
auf Gemeindeebene drastische Sparprogramme umgesetzt werden? Wo kann
noch gespart werden? Und: Was ist die Ursache für die finanzielle
Schieflage? Wurde in der Vergangenheit zu wenig aufs Geld geschaut
oder sind die Budgetvorgaben zu streng?

So isst Österreich besser (um 21.05 Uhr in ORF 1 und 24 Stunden vorab
auf ORF ON)

Eis und Sachertorte zählen zu den beliebtesten süßen Klassikern
Österreichs. In der zweiten Ausgabe von „So isst Österreich besser“
widmet sich Moderatorin Silvia Schneider gemeinsam mit Patissière
Eveline Wild und Lebensmittelchemiker Dr. Fritz Treiber der Frage,
wie diese Traditionsprodukte heute sowohl im Handwerk als auch in der
Industrie hergestellt werden. Verkostungen liefern auch dieses Mal
weitere spannende Einblicke.

Während Eveline Wild zeigt, wie cremiges Eis aus wenigen hochwertigen
Zutaten entsteht, erklärt Fritz Treiber industrielle Eisprodukte.
Emulgatoren, Stabilisatoren, Molkenprodukte und der hohe Luftanteil
in Supermarktpackungen werden ebenso thematisiert wie die Bedeutung
von Vanille, Fett und Gefriertechnik für Geschmack und Konsistenz.
Ein historischer Rückblick zeigt, wie sich Speiseeis vom Luxusgut der
Antike zum Alltagsprodukt entwickelt hat. Verkostungen machen
deutlich: Selbst gemachtes Eis überzeugt durch natürlichen Geschmack
und aromatische Tiefe, während industrielles Eis vor allem mit
günstigem Preis, ständiger Verfügbarkeit und vertrauten
Geschmackserinnerungen punktet.

Nach einem Rückblick auf die Entstehung der Sachertorte und den
berühmten Markenstreit zwischen Sacher und Demel werden
Tiefkühlvarianten aus dem Supermarkt unter die Lupe genommen. Fritz
Treiber erklärt rechtliche Vorgaben, Zusatzstoffe und industrielle
Produktionsweisen, während Eveline Wild eine klassische Sachertorte
mit selbst gemachter Marillenmarmelade zubereitet.

Die Rezepte der Sendung sind in der ORF nachlese zu finden sowie auf
extra.ORF.at und tv.ORF.at abrufbar.

Aufsperren statt Zusperren! Ist das Wirtshaus noch zu retten?
Folge 2: „Linz – Der neue Tanzboden“ (um 22.00 Uhr in ORF 1 und 24
Stunden vorab auf ORF ON)

In dieser Ausgabe ist Kira rund um ihre Heimat Linz unterwegs. Viele
ihrer liebsten Ausflugsziele haben geschlossen, ebenso das ehemalige
Lieblingswirtshaus ihres Opas in der Stadt. Kurzerhand beschließt
sie, den Tanzboden im Leopoldi-Stüberl noch einmal aufleben zu
lassen. Unterstützung bekommt sie von Marie Rahofer-Reisetbauer (
Gasthof Rahofer). Im Gespräch zeigt sich, dass Wirtin-Sein oft ein
anderer Beruf ist als Wirt-Sein. Mit kleinem Kind, kaum planbaren
Arbeitszeiten und wenig struktureller Unterstützung muss der Betrieb
anders organisiert werden. Für das gemeinsame Aufsperren kocht
Haubenkoch Felix Haiderer einen Klassiker. Die Zeche Hinterfotzing
nimmt Platz am Stammtisch.