ÖGB-Schuberth: Frauenarbeitslosigkeit steigt deutlich – jetzt in Qualifizierung und gute Rahmenbedingungen investieren

Wien (OTS) – Die aktuellen Arbeitsmarktdaten zeigen: Die Lage bleibt
angespannt –
und Frauen sind besonders betroffen. Für ÖGB Bundesgeschäftsführerin
Helene Schuberth ist das ein deutliches Warnsignal: „Frauen tragen
noch immer den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit, arbeiten
häufiger in Teilzeit und sind stärker in Branchen beschäftigt, die
besonders unter Druck stehen. Diese strukturellen Ungleichheiten
verschärfen sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.“

Gleichzeitig herrscht in vielen Bereichen akuter
Fachkräftemangel. Für den ÖGB ist klar: Eine wirksame
Fachkräftestrategie muss bei guten Arbeitsbedingungen, Qualifizierung
und echter Gleichstellung ansetzen. „Fachkräfte wachsen nicht von
selbst nach. Wer den Mangel ernsthaft bekämpfen will, muss in
Ausbildung investieren, Arbeitsplätze für jedes Alter attraktiv
gestalten und Frauen gezielt fördern – von der Lehre bis zur
Weiterbildung im Beruf“, so Schuberth.

Besonders problematisch ist auch der Anstieg bei den
Langzeitbeschäftigungslosen. Über 101.000 Menschen sind bereits
länger als ein Jahr arbeitslos gemeldet. „Gerade Frauen laufen
Gefahr, nach längeren Erwerbsunterbrechungen dauerhaft vom
Arbeitsmarkt verdrängt zu werden. Wir brauchen gezielte
Qualifizierungsprogramme, flächendeckende Kinderbetreuung und faire
Chancen beim Wiedereinstieg“, betont Schuberth.