Wien (OTS) – Ein aktueller Gesetzes- und Verordnungsentwurf des
Bildungsministeriums soll zusätzliche Ressourcen für administratives
Personal schaffen und das mittlere Management an den Schulstandorten
personell stärken. Das gilt aber offenbar nicht für Berufsschulen.
Während Pflichtschulen, AHS und andere große wie kleine
Schulstandorte dafür zusätzliche Ressourcen erhalten, gehen
Berufsschulen nach derzeitigem Stand leer aus. Sie sollen künftig
zwar mehr Autonomie bei der Einteilung ihres Personals bekommen –
jedoch keine zusätzlichen finanziellen Mittel. Dabei müssten gerade
Berufsschulen von zusätzlichem Personal im mittleren Management
profitieren, so die AK. Angesichts der besonderen Herausforderungen
dieses Schultyps ist es nicht nachvollziehbar, dass sie lediglich
bestehende Ressourcen flexibler einsetzen dürfen.
„Berufsschulen werden bei Reformen regelmäßig vergessen. Hier
reiht sich eine Perle des Ignorierens an die nächste – die Kette ist
mittlerweile schon überlang” , betont Ilkim Erdost, Bereichsleiterin
Bildung der Arbeiterkammer Wien. „ Die Tatsache, dass Berufsschulen
nur mehr Eigenverantwortung erhalten, aber nicht mehr Geld, ist nicht
nachvollziehbar. Gerade größere Berufsschulen brauchen dieses
zusätzliche Managementpersonal dringend. “





