Treibstoffpreise: ARBÖ fordert Senkung der Mehrwertsteuer und Aussetzung der CO2-Bepreisung

Wien (OTS) – Der Krieg im Nahen Osten hat unmittelbare Auswirkungen
auf die
globale Energie- und Treibstoffversorgung. Seit Montag steigen die
Spritpreise an den heimischen Tankstellen rasch an. Derzeit kostet
ein Liter Diesel im Durchschnitt 1,796 Euro, und damit um 17,1 % mehr
als am Wochenanfang. Super 95 wurde um 11,5 % teurer und kostet am
Freitag durchschnittlich 1,66 Euro. Für Dr. Peter Rezar, Präsident
der ARBÖ-Bundesorganisation, ist daher dringender Handlungsbedarf
gegeben: „Autofahren ist kein Selbstzweck sondern ein Grundbedürfnis.
Niemand fährt zum Spaß mit dem eigenen Auto, sondern um das soziale
Leben zu organisieren und den Arbeitsplatz zu erreichen. Deshalb
verlangt der ARBÖ schnelle und wirkungsvolle Entlastungsmaßnahmen.“

Mehr als die Hälfte der Treibstoffkosten sind Steuern und
Abgaben, die der Staat direkt beeinflussen kann. „Wir fordern daher,
dass die CO2-Bepreisung mit sofortiger Wirkung ausgesetzt und die
Mehrwertsteuer auf Treibstoff auf 10% halbiert wird. Diese rasche
Maßnahme hilft den Menschen sehr schnell und der Treibstoffpreis
würde in Richtung der von uns geforderten 1,50-Euro-Marke sinken.“,
so Peter Rezar.

Sollte der Treibstoffpreis weiter steigen sind seitens des
Automobilklubs ARBÖ noch zusätzliche Maßnahmen vorstellbar, wie zum
Beispiel eine weitere Senkung der Mehrwertsteuer. „Es müssen zudem
auch die Mineralölkonzerne und Raffinerien in die Pflicht genommen
werden, deren Übergewinne in Form einer Gewinnabschöpfung die
Maßnahmen gegenfinanzieren sollen. Es kann nicht sein, dass Konzerne
auf Kosten der Kraftfahrer in solchen Krisenzeiten als finanzielle
Gewinner aussteigen“, schließt Rezar ab.