Innsbruck (OTS) – Mit der österreichweit ersten Interregio-Buslinie
zwischen Jenbach in
Tirol und Tegernsee in Bayern entsteht eine direkte,
grenzüberschreitende Öffi-Verbindung zwischen zwei bedeutenden
Bahnknoten der Regionen. Die vom Bund, dem Land Tirol und dem
Freistaat Bayern kofinanzierte Linie wird ab 2027 täglich im
Stundentakt verkehren und verbindet den Verkehrsknoten Jenbach mit
dem Endpunkt der Bayerischen Regionalbahn in Tegernsee. Damit wird
eine wichtige Lücke im öffentlichen Verkehr geschlossen – mit
Vorteilen für Pendler:innen, Touristinnen und Touristen und allen
Menschen in der gesamten Region.
Mobilitätsminister Peter Hanke präsentierte das Projekt im Rahmen
seines Besuchs in Innsbruck gemeinsam mit dem Tiroler
Mobilitätslandesrat René Zumtobel. Ziel der neuen Verbindung ist es,
die Regionen rund um den Achensee und den Tegernsee besser an das
überregionale Bahnnetz anzubinden und gleichzeitig den stark
verkehrsbelasteten Achenpass zu entlasten. „Diese Interregio-Buslinie
ist ein Beschleuniger für die Region und bietet eine attraktive
Ergänzung zum bestehenden Schienenpersonenverkehr. Wir schaffen hier
ein attraktives Angebot im Stundentakt – sieben Tage die Woche. Unser
Anspruch ist klar: Mobilität auf höchstem Niveau durch kluge Taktung
und einen einfachen Umstieg zwischen Bus und Bahn“, betonte
Mobilitätsminister Peter Hanke.
Mobilitätslandesrat René Zumtobel hebt hervor, dass die neue
Interregio-Buslinie weit mehr als eine zusätzliche Verbindung ist:
“Ein verkehrspolitischer Meilenstein für Tirol und Bayern und vor
allem für die Achensee-Region. Was bisher an der Grenze geendet hat,
wächst künftig zu einem durchgängigen, alltagstauglichen Öffi-Angebot
zusammen – für Pendlerinnen und Pendler ebenso wie für Gäste. Damit
verknüpfen wir das Tiroler Inntal noch besser mit dem Großraum
München und dem überregionalen Bahnnetz, entlasten gleichzeitig den
Achenpass vom Individualverkehr und stärken die nachhaltige
Entwicklung beider Regionen. Dieses Projekt zeigt, was möglich ist,
wenn Bund, Land Tirol und Bayern gemeinsam an einem Strang ziehen –
im Interesse der Menschen vor Ort und im Sinne einer gelebten
Europaregion.“
Mobilität über Staatsgrenzen hinweg
Mit der neuen Linie wird eine durchgängige, gut abgestimmte Öffi-
Reisekette zwischen Tirol und Bayern geschaffen. Fahrgäste, die in
Jenbach aus dem Zug steigen, erreichen den Tegernsee künftig in rund
1 Stunde und 13 Minuten. Durch wenige Haltestellen und optimierte
Umstiegszeiten zum Fernverkehr entsteht ein Angebot, das auch
gegenüber dem Auto konkurrenzfähig ist. „Dieser Bus macht Europa
erlebbar. Er verbindet nicht nur zwei Seen, sondern zwei Länder –
täglich, verlässlich und im Stundentakt“, so Hanke.
Die Strecke führt vom Bahnhof Jenbach über Wiesing, Eben am
Achensee, Maurach, Achenkirch und den Achenpass bis zum Bahnhof
Tegernsee. Dort besteht Anschluss an die Bayerische Regionalbahn
Richtung München. In Jenbach wiederum ist der Umstieg auf den
Fernverkehr sowie auf regionale Zugverbindungen Richtung Innsbruck,
Kufstein und in das Zillertal möglich. Der Zuschlag für den Betrieb
der Linie soll im dritten Quartal 2026 vergeben werden. Der Start des
regulären Betriebs ist für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant.
Attraktives Angebot für Pendler:innen und Touristinnen und
Touristen
Die neue Linie wird täglich zwischen etwa 6:20 Uhr und 19:20 Uhr
verkehren und insgesamt bis zu 14 Verbindungen pro Richtung anbieten.
Damit entsteht erstmals ein leistungsfähiges öffentliches
Verkehrsangebot für Menschen entlang der Strecke – sowohl für den
Arbeitsweg als auch für Freizeit- und Urlaubsreisen. „Neben der neuen
Expressverbindung ist vorgesehen, eine zusätzliche reguläre Buslinie
zwischen Jenbach und Achenkirch einzurichten, finanziert durch Land,
Gemeinden, Tourismusverband sowie Bergbahnen. Diese soll zeitlich um
eine halbe Stunde versetzt zur Expresslinie verkehren. Dadurch kann
künftig ganzjährig ein Halbstundentakt zwischen Jenbach und
Achenkirch gewährleistet werden,“ ergänzt Zumtobel. „Wer am Achensee
wohnt und im Inntal arbeitet, hatte bisher oft nur das Auto als echte
Option. Mit dieser Verbindung schaffen wir eine zuverlässige
Alternative und bringen den öffentlichen Verkehr näher an die
Lebensrealität der Menschen“, erklärte Hanke.
Besonders für den Tourismus stellt die neue Verbindung einen
wichtigen Impuls dar. Gäste können künftig bequem mit der Bahn
anreisen und direkt mit dem Bus weiter zu den Urlaubsorten rund um in
der Achenseeregion und dem Zillertal oder zum Tegernsee fahren.
Land Tirol
Clemens Rosner
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