Wien (OTS) – Das Wiener Kinder- und Jugendparlament 2025/26 ist
derzeit in einer
intensiven Dialogphase mit der Wiener Stadtpolitik. Rund 300 junge
Wienerinnen bringen ihre Ideen, Forderungen und Perspektiven in
Gespräche mit Stadträt*innen und politischen Vertreter*innen ein.
Gemeinsam werden Maßnahmen und Handlungsempfehlungen für die
Umsetzung der neuen Wiener Kinder- und Jugendstrategie erarbeitet.
Die Ergebnisse dieses Prozesses werden am 23. April 2026 beim
Abschlussplenum im Wiener Rathaus präsentiert: 15 Maßnahmen übergeben
die jungen Delegierten dann der Stadtregierung zur weiteren
Beschlussfassung.
Austausch mit Vertreter*innen aller Geschäftsgruppen der
Stadtregierung
Während die Dialogveranstaltungen des Kinderparlaments bereits
seit Anfang März laufen, fand am 19. März jene des Jugendparlaments
zwischen den jungen Delegierten und Stadtpolitiker*innen im Wiener
Rathaus statt. Die Jugendlichen präsentierten ihre ausgearbeiteten
Ideen und Vorschläge und forderten im direkten Dialog politische
Stellungnahmen zu zentralen Themen ein.
Um die Vielfalt der Themen aus allen Lebensbereichen der jungen
Generation abzubilden, waren in den Ausschüssen Vertreter*innen aller
Geschäftsgruppen der Stadtregierung anwesend:
„Demokratie lebt davon, dass junge Menschen ihre Ideen einbringen
und erleben, dass ihre Stimme gehört wird. Wenn wir politische
Entscheidungen für Kinder und Jugendliche treffen, müssen wir ihnen
zuhören, ihre Perspektiven ernst nehmen und ihre Erfahrungen
einbeziehen. Beim Kinder- und Jugendparlament diskutieren Jugendliche
ihre Vorschläge direkt mit der Stadtpolitik – so wie heute im
Rathaus. Die Schülerinnen und Schüler haben sehr konkrete und
durchdachte Ideen für Schule und Bildung eingebracht. Genau diese
Perspektiven brauchen wir, um Wien gemeinsam weiterzuentwickeln und
die Kinder- und Jugendstrategie mit Leben zu füllen. Denn mit der
Kinder- und Jugendstrategie 2025–2030 hat sich Wien das Ziel gesetzt,
die kinder- und jugendfreundlichste Stadt der Welt zu werden“, betont
Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling.
„Gute Bildung entsteht nicht über die Köpfe junger Menschen
hinweg, sondern mit ihnen gemeinsam. Wenn Schüler*innen ihre Ideen so
klar, klug und alltagsnah einbringen, dann zeigt das, wie viel
politische Kraft in echter Beteiligung steckt. Für uns als
Sozialdemokrat*innen ist klar: Wer Wien noch lebenswerter und
gerechter gestalten will, muss Kindern und Jugendlichen zuhören, ihre
Anliegen ernst nehmen und ihre Vorschläge in konkrete Verbesserungen
für Schule und Alltag übersetzen “, so die SPÖ-Fraktionsvorsitzende
und Bildungssprecherin Astrid Pany.
In mehreren Arbeitstreffen entwickelten die Jugendlichen –
begleitet vom Team WIENXTRA-Junges Wien, professionellen
Workshopleiter*innen und Expert*innen aus der Wiener Stadtverwaltung
– drei konkrete Maßnahmenideen, die nun gemeinsam mit der
Stadtpolitik diskutiert wurden. Dabei ging es um die Forderung von
mehr praktischen Alltagsskills im Unterricht und sichere und grüne
Fußwege. Weitere Ideen sind die Einführung eines
Demokratiewettbewerbs für junge Menschen, Unterstützungsangebote im
Bereich der mentalen Gesundheit und Präventionsmaßnahmen gegen
sexualisierte Gewalt auszubauen.
Von der Strategie zu konkreten Maßnahmen
Bereits im vergangenen Jahr leistete das Kinder- und
Jugendparlament einen wichtigen Beitrag zur Wiener Kinder- und
Jugendstrategie 2025–2030, die im September vom Gemeinderat
beschlossen wurde.
Seit November 2025 arbeiten die jungen Delegierten nun daran, die
Ziele der Strategie mit konkreten Ideen zu füllen. In Ausschüssen
beschäftigen sie sich mit den acht Themenfeldern der Strategie – von
Bildung und Freizeit über Klima und Gleichstellung bis hin zu
Beteiligung und Stadtentwicklung.
Gemeinsam mit dem Team von WIENXTRA-Junges Wien sowie Expert*
innen der Wiener Stadtverwaltung entwickeln sie daraus konkrete
Maßnahmen und Handlungsempfehlungen, die direkt in die Arbeit der
Stadt einfließen werden.
Abschluss im Rathaus
Noch bis April 2026 finden weitere Dialogtermine mit Vertreter*
innen der Wiener Stadtpolitik statt. Beim Abschlussplenum am
23.4.2026 im Wiener Rathaus übergeben die jungen Parlamentarier*innen
die 15 Maßnahmen und Handlungsempfehlungen an die Wiener
Stadtpolitik.
Gemeinsam für eine kinder- und jugendfreundliche Stadt
Mit der neuen Kinder- und Jugendstrategie 2025–2030 hat sich Wien
das Ziel gesetzt, die kinder- und jugendfreundlichste Stadt der Welt
zu werden. Damit das gelingt, braucht es die Perspektive derer, um
die es geht: Kinder und Jugendliche selbst.
Weitere Informationen unter junges.wien.gv.at





