Voglauer/Grüne fordern umfassende Aufklärung der Klinger-Verstrickungen im Tiertransportskandal

Wien (OTS) – Noch immer machen die schrecklichen Bilder der Zustände
an Bord der
‚Spiridon II‘ zutiefst betroffen. „Es ist erschütternd, wie
verantwortungslos mit Lebewesen umgegangen wird. An Bord befanden
sich 2.900 Rinder, viele davon trächtig. Dass ihr Leid allein zur
Maximierung von Profiten in Kauf genommen wurde, macht fassungslos“,
so Olga Voglauer, Sprecherin der Grünen für Landwirtschaft und
Tierschutz.

Recherchen der ZIB2 ergaben, dass ein Waldviertler Unternehmen
hinter der Abwicklung des Tierqualfrachters steckt. Voglauer dazu:
„Es kann und darf nicht sein, dass heimische Unternehmen alle Regeln,
jegliche Verantwortung und jedes Mitgefühl über Bord werfen, sobald
sie ihre Geschäfte außerhalb Österreichs oder der EU machen. Dieses
ruchlose Ausnutzen scheinbarer Gesetzlosigkeit auf Hoher See hat
System. Das erinnert ja beinahe an Piraterie und muss ein Ende haben.
Darüber hinaus ist es besonders bedenklich, dass dieser
jahrzehntealte Frachter von Uruguay aus ins Mittelmeer gestartet ist
– also von einem jener Häfen, von denen aus künftig im Rahmen von
Mercosur noch weit mehr Schiffe nach Europa kommen werden.“

Voglauer fordert: „Ein derart extremer Fall von Vernachlässigung
und in Kauf genommenen Tierleids muss Konsequenzen haben. Es braucht
hier dringend Aufklärung, auch durch die heimischen Behörden, um die
Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Dieser himmelschreiende
Skandal zeigt glasklar, dass es unbedingt eine gemeinsame Initiative
der internationalen Gemeinschaft braucht, um diese offensichtlich
klaffende Lücke auf Hoher See zu schließen und er macht deutlich,
dass es weitere Anstrengung in Österreich und der EU braucht, um dem
Tierleid ein Ende zu setzen und derartige Qual-Transporte zu
beenden.“