Wien (OTS) – Durch den schwelenden Krieg und drohenden Flächenbrand
im Nahen Osten
verzeichnet die E-Control zwar noch keine Energiekrise, jedoch
steigende Gaspreise und eine teurer und kritischer werdende
Einspeisung für den nächsten Winter. Das Problem fossiler
Abhängigkeit kehrt in erwartbarer Regelmäßigkeit wieder. Gerade der
Ausbau der Windkraft ist im Gefüge des Energiesystems dafür immanente
Lösung – so der Tenor bei der 23. Branchenplattform Windenergie bei
der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien. 3500 MW an heimischer
Windenergie stehen aktuell bereit, um für unser Land sicheren,
regionalen Strom zu erzeugen. Auch der Bankensektor steht bereit, um
diese Projekte zu finanzieren: genau dafür braucht es nun Planungs-
und Investitionssicherheit.
24.03.26: „ Erneuerbare Energien wie die Windkraft bedeuten
Versorgungssicherheit: Jede Kilowattstunde an sauberem, regional in
Österreich erzeugten und verbrauchten Strom machen das Land ein Stück
weit unabhängiger, resilienter und sicherer, wenn die Preise auf dem
internationalen Energiemärkten einmal mehr Achterbahn fahren. Wir
sprechen hier von konkreten Lösungen für ein gerade wieder sehr
ersichtlich gewordenes, akutes Problem: tausende Megawatt an rot-weiß
-rotem Strom sind aktuell umsetzbar, die Windkraft keine abstrakte,
sondern konkrete Lösung“, so der Präsident der IG Windkraft Josef
Plank . „Gas setzt uns und auch den Wirtschaftsstandort in Zeiten wie
diesen unter Druck – sicher ist oft nur die nächste Krise. Allein,
dass schon wieder ein potenzieller Preisschock am Horizont näher
rückt, muss Warnung und Ansporn zum gemeinsamen Anpacken sein.“
Zwtl.: Anschub für Energie Rot-Weiß-Rot nötig
Vier Jahre nach Kriegsbeginn in der Ukraine geraten die
internationalen Energiemärkte aufgrund der aktuellen Eskalationen im
Iran erneut unter Druck. Die starke Importabhängigkeit bei Energie
droht zur Schwäche zu werden: „Wir brauchen einen starken Anschub für
die heimische Energiewende, um möglichst breit auf solche Einflüsse
von außen reagieren zu können. Um diese Sicherheit heimischer
Projekte voranzutreiben, ist die sichere Finanzierungsfrage
elementar“, so auch Gastgeber Reinhard Karl, Generaldirektor-
Stellvertreter der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien :
„Heimische Projekte bedeuten auch heimische Wertschöpfung und
Arbeitsplätze vor Ort in den jeweiligen Bundesländern und Regionen
des Landes.“
Für diesen Ausbau braucht es verstärkte politische Planbarkeit,
so die Branche. Die Windkraft ist – mit einem Anteil am
Stromverbrauch, der sich der 20 %-Marke nähert – zu einem wichtigen
Wirtschaftsfaktor geworden. Rund 180 Unternehmen mit mehr als 8.000
Beschäftigten sind allein im Bereich Windenergie in Österreich tätig.
Das Rückgrat bilden kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die
regional verankert sind und damit für Investitionen, Wertschöpfung
und tausende Arbeitsplätze in allen Bundesländern sorgen.
Die Windbranche kann in den nächsten vier Jahren rund 6
Milliarden Euro investieren. Das ist gerade in Zeiten
wirtschaftlicher Knappheit ein wichtiges und gutes Signal – nicht nur
für die Energiewende, sondern vor allem auch für den heimischen
Wirtschaftsstandort. „Damit dieses Potenzial tatsächlich gehoben
werden kann, sind gerade in einem politisch hochgradig beeinflussten
Sektor wie der Energiewirtschaft verlässliche politische
Rahmenbedingungen und langfristige Planungssicherheit notwendig – das
war der Tenor der Veranstaltung“, so IGW-Präsident Josef Plank .
Zwtl.: Schutzschirm durch heimische Erneuerbare
„Gas nimmt Europa zunehmend die eigene Freiheit und hat das
Potential in diesem Abhängigkeitsverhältnis den Wirtschaftsstandort
Europa – wie wohl auch Österreich – immer stärker unter Druck zu
setzen“, so Robert Lange, Senior Policy Expert bei der European
Renewable Energies Federation (EREF) in Brüssel. Der Verband vertritt
nationale Vereinigungen erneuerbarer Energien aus verschiedenen EU-
Mitgliedsstaaten.
Der zügige Ausbau heimischer, erneuerbarer Energien – im Sinne
wachsender Diversifizierung und der Förderung von Autarkie – gewinnt
in Zeiten geopolitischer Umbrüche, dieser längst greifbaren
Epochenwende, an immenser Bedeutung: „Die Windkraft steht bereit, um
hier konsens- und zukunftsorientiert ein Teil der Lösung zu sein“, so
Josef Plank abschließend.
Zwtl.: Über die IG Windkraft
Die IG Windkraft ist die Interessenvertretung der
österreichischen Windbranche. Heimische Windräder versorgen schon
heute rund 2,6 Millionen Haushalte im Land mit sauberem, unabhängigem
und günstigem Strom. Nach einer aktuellen, repräsentativen Umfrage
befürworten 83 % der Österreicher: innen den Ausbau der Windenergie.
Die IG Windkraft repräsentiert über 200 in den Regionen verankerte,
meist mittelständische Unternehmen entlang der gesamten
Wertschöpfungskette der Energieform – von der Herstellung über die
Planung und Errichtung bis hin zu Betrieb und Wartung. Die
österreichische Windbranche beschäftigt etwa 8.000 Menschen und hat
in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt 1,2 Milliarden Euro pro
Jahr erwirtschaftet. Durch Milliarden-Investitionen stärkt sie den
heimischen Wirtschaftsstandort.





