Wien (OTS) – Mit internationalen Gästen glänzt die vorläufig letzte
Ausgabe von
Staffel sechs der ORF-Nachwuchsreihe „Stars & Talente“ am Sonntag,
dem 29. März 2026, um 17.55 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON. Diesmal
arrangiert Moderatorin Leona König, auch Ideengeberin des Formats
sowie Begründerin des Musikförderpreises „Goldene Note“, eine
künstlerische Begegnung zwischen der italienischen Cellistin
Maddalena Del Gobbo und der aus Luxemburg stammenden elfjährigen
Violinistin Eloisa Marie Aubert. Beide haben sehr jung die Liebe zu
ihren Instrumenten entdeckt, die sie am Ende der Sendung mit einem
romantischen musikalischen Auftritt zeigen. Davor trifft Leona König
ihre Gäste getrennt zum Gespräch über ihre bisherigen Erfahrungen,
Wünsche und Ziele – und begibt sich dazu u. a. mit ihrem Schützling
wagemutig auf rutschiges Parkett.
Zum Abschluss der aktuellen „Stars & Talente“-Staffel sind am
Sonntag, 17. Mai, um 17.55 Uhr in ORF 2 unter dem Titel „Goldene Note
– Das Semifinale“ die Höhepunkte der diesjährigen Audition zu sehen.
Das große Finale steht dann am Pfingstsonntag, 24. Mai, um 22.00 Uhr
bzw. am Samstag, 6. Juni, um 22.00 Uhr in 3sat auf dem Programm.
Musik, Geschichte und Social Media – Vielseitiger Star Maddalena
Del Gobbo
Bereits mit vier Jahren begann Maddalena Del Gobbo Klavier zu
spielen, mit acht entdeckte sie das Cello – und blieb dabei. „Ich
habe sehr bald gemerkt, dass ich das doch sehr ernst machen möchte.
Dann hat sich die Gelegenheit ergeben, dass ich mit 13 Jahren zum
Studium nach Wien kommen konnte“, erzählt die bei Udine geborene und
aufgewachsene Künstlerin, die heute zu den besten Cellistinnen der
jungen Generation zählt und in namhaften Konzertsälen und
Bühnenhäusern weltweit auftritt. Schon immer hat sich Maddalena Del
Gobbo auch sehr für Geschichte interessiert: Als sie in der
Volksschule gefragt wurde, was sie einmal werden möchte, lautete ihre
überzeugte Antwort: „Archäologin oder Maria Callas. Damals habe ich
noch nicht Cello gespielt, ich wusste nur, ich wollte auf die Bühne“,
erklärt die vielseitige Künstlerin lachend. Ihre Liebe zu Archäologie
und Geschichte konnte sie dennoch mit ihrem heutigen Beruf verbinden:
Neben dem klassischen Violoncello spielt die Barockexpertin auch die
zwei damit verwandten und seltenen historischen Instrumente Viola da
Gamba, kurz Gambe genannt, und Baryton. „Barockmusik zu spielen ist
für mich auch eine Art von Archäologie: Mich faszinieren das Forschen
und Entdecken von Noten in Archiven sowie der Klang der Instrumente.“
Auch ihr Cello ist eine historische Kostbarkeit – produziert vom
berühmten Instrumentenbauer Carlo Ferdinando Landolfi im Jahr 1765.
Trotz der Liebe für Altes und Geschichtsträchtiges zeigt sich
Maddalena begeistert von neuen Medien, vor allem von Social Media, wo
sie sehr aktiv ist und viele Follower hat. „Ich finde soziale Medien
wichtig. Als Künstler hat man so eine Möglichkeit, viele Menschen zu
erreichen. Man kann seine Musik zu vielen Menschen bringen, die mit
Musik nichts zu tun haben“, so die Tierliebhaberin, die in ihren
Musikvideos auch schon mal ihr Pferd oder ihre Kaninchen vorkommen
lässt.
Wettbewerbe, Stradivari-Träume und Rollschuhlauf – Talent Eloisa
Maria Aubert auf Überholspur
So wie Maddalena Del Gobbo hat auch das Talent der Sendung,
Violinistin Eloisa Maria Aubert, sehr früh – mit vier Jahren – mit
dem Geigenspiel begonnen. „Meine erste Geige war so klein, die sah
richtig wie ein Spielzeug aus“, erzählt das mittlerweile elfjährige
Mädchen, das im Vorjahr Finalistin der „Goldenen Note“ war. Wie ihre
Mentorin hat auch sie ein Interesse für wertvolle Instrumente: „Wenn
es eine Zauberfee gäbe, von der ich mir etwas wünschen könnte, dann
eine Stradivari-Geige. Das Besondere ist der Klang, man braucht dann
kein Mikro auf der Bühne“, weiß die fröhliche junge Musikerin. Dieser
Wunsch ging zwar noch nicht in Erfüllung – immerhin gelten
Streichinstrumente von Antonio Stradivari als wahre Meisterwerke und
Inbegriff höchster Instrumentenbaukunst, unbezahlbar und meist nur in
Besitz vermögender Sammler, Stiftungen oder Museen. Aber bei einem
Wettbewerb in Cremona in Italien hat Eloisa eine wertvolle Geige
gewonnen: Da ihr diese allerdings noch etwa zu groß ist, tritt sie in
der Sendung mit einer Leihgabe ihrer Lehrerin auf. Bei der „Goldenen
Note“ wurde die Nachwuchsmusikerin, die schon an zahlreichen
Wettbewerben erfolgreich teilgenommen hat und regelmäßig Konzerte
gibt, von Starjurorin Ildikó Raimondi mit einem Zusatzpreis
überrascht: einen Auftritt bei den Schubertiaden auf Schloss
Atzenbrugg, wo die Sopranistin künstlerische Leiterin ist. So sammelt
die Schülerin sehr viel Erfahrung für ihr Berufsziel: „Wenn ich groß
bin, möchte ich professionelle Geigerin werden, am liebsten Solistin,
weil sich das Publikum dann nur für mich interessiert. Mir gefällt
es, wenn dem Publikum meine Musik gefällt.“ Neben ihrer Leidenschaft
für Musik begeistert sich Eloisa auch für andere Dinge wie Malen,
Basteln, mit dem Hund spazieren gehen und vor allem Rollschuhfahren.
Moderatorin Leona König lässt sich von dieser Begeisterung gleich
anstecken und wagt sich mit ihrem Schützling in einem Wiener
Tanzstudio auf die Rollschuhbahn.
Richard Wagners „Romanze“
Zurück im Konzertsaal des Palais Ehrbar, wo schon Klassikgrößen
wie Johannes Brahms, Anton Bruckner, Gustav Mahler oder Arnold
Schönberg musiziert haben, geben Eloisa Marie Aubert und Maddalena
Del Gobbo ein besonderes Musikstück zum Besten, das – entgegen der
üblichen Art und Weise – diesmal das Talent und nicht der Star
ausgewählt hat: Richard Wagners „Romanze“, Albumblatt, WWV 94. Die
Klavierbegleitung hat Eloisa auch selbst mitgebracht: Pianistin Dina
Ziatdinova, die das Mädchen bei all ihren Wettbewerb unterstützt.





