Czernohorszky: Wiens Freibäder bereit für Bade-Boom 2026

Wien (OTS) – Rund 500 Bedienstete der Wiener Bäder haben in den
vergangenen Wochen
an einem Ziel gearbeitet: Die 10 städtischen Freibäder, 9 Kombibäder
und 11 Familienbäder fit für die kommende Sommer-Saison zu machen.
900.000 Quadratmeter Fläche und 73 Schwimmbecken inkl. sämtlicher
Nebeneinrichtungen wurden auf ihre Sicherheit überprüft,
instandgehalten und auf Vordermann gebracht, damit die Freibäder am
2. Mai ihre Pforten öffnen können. Klima- und Bäderstadtrat Jürgen
Czernohorszky hat heute, Mittwoch, gemeinsam Bezirksvorsteherin
Stefanie Lamp, Bäder-Chef Hubert Teubenbacher und Gemeinderätin Jing
Hu im Rahmen eines Medientermins im Ottakringer Bad die Neuerungen
für die kommende Badesaison präsentiert.

„Während vielen Bädern in anderen österreichischen Gemeinden das
Wasser buchstäblich bis zum Hals steht, garantieren wir in Wien trotz
angespannter Budgetlage auch 2026 den Betrieb aller städtischen
Standorte.“, versicherte Czernohorszky. Möglich sei das dank gut
durchdachter Maßnahmen, mit denen die Wiener Bäder rund 2,3 Millionen
Euro einsparen, die Auswirkungen auf die Badegäste aber durchaus
vertretbar bleiben. „Besonders wichtig ist mir der Erhalt der
Leistbarkeit unserer Bäder. Deshalb gibt es auch künftig von meiner
Seite ein klares Nein zu Privatisierungen, denn nur Bäder in
öffentlicher Hand sind leistbare Bäder.“, betont Czernohorszky.

„Unsere Bäder sind seit jeher wichtige Oasen für Erholung und
Lebensqualität im Bezirk. So feiert das Ottakringer Freibad heuer
sein 100-jähriges Bestehen und begrüßt seine Gäste mit einer neuen
Wasserrutsche. Gleichzeitig wird durch die Umsetzung von
Energiesparprojekten besonders nachhaltig gebadet. So verbinden wir
Badevergnügen mit Verantwortung gegenüber Umwelt und kommenden
Generationen.“, sagt Bezirksvorsteherin Stefanie Lamp.

„Mir ist wichtig, dass unsere Bäder Orte sind, an denen sich alle
wohlfühlen. Denn gerade in Zeiten mit immer mehr Hitzetagen sind
unsere Freibäder das Herzstück der Gesundheitsvorsorge und der beste
Platz für Erholung und Sport direkt vor der Haustür. Gleichzeitig
setzen wir 2026 auf digitale Lösungen, Familienangebote und passen
die Öffnungszeiten an die Lebensrealitäten der Menschen an – z. B. im
Strandbad Neue Donau, wo künftig abends länger geschwommen werden
kann.“, sagt Neos-Gemeinderätin Jing Hu.

Alle Anpassungen des Badebetriebs:
https://www.wien.gv.at/freizeit/wiener-baeder-neuerungen-2026

Zwtl.: Das bringt der Bäder-Sommer 2026

Neue Ein-Monatskarte und Erweiterung der Online-Tickets

Schwimmen im 4-Wochen-Takt: Mit Beginn der neuen Badesaison
ergänzt die Monatskarte das Dauerkarten-Sortiment der Wiener Bäder.
Die Monatskarte kann ab 2. Mai zu jedem beliebigen Tag erworben
werden und ist für 30 Tage gültig. Für die Badegäste bedeutet das
künftig eine noch bessere Planbarkeit bei weiterhin leistbaren
Preisen. Die Monatskarte bietet allen Gästen Kostenvorteile, ohne
lange Bindung.

Die Online-Tickets für Freibad und Schwimmhalle sind ab sofort 7
Tage im Voraus erhältlich. Eine weitere Verkürzung der Wartezeit an
den Badekassen wird dadurch erwartet.

Ab Juni: Fast-Lane für schnelleren Zutritt im Gänsehäufel

Im Gänsehäufel wird ein eigener Zutritt mit elektronischem Check-
in für Inhaber*innen von Dauer- oder Onlinekarten eingerichtet, um
einen schnelleren Zutritt zu ermöglichen. Die Inbetriebnahme erfolgt
rechtzeitig zur Hauptsaison Anfang Juni.

Testbetrieb: Verlängerte Öffnungszeiten im Strandbad Alte Donau

Heuer werden auch erstmals verlängerte Öffnungszeiten im Freibad
getestet. Von 20. Juni bis 2. August ist im Strandbad Alte Donau bei
Schönwetter erst um 20.30 Uhr Badeschluss. Der Kassenschluss wird
ebenfalls um eine Stunde verlängert. Dem Testbetrieb folgt eine
Evaluierung der MA 44, die als Grundlage für weitere Überlegungen zur
Ausdehnung der Öffnungszeiten dienen wird.

Mehr Plätze bei Sommerschwimmkursen

Auch heuer werden in ausgewählten Schwimmhallen wieder die
beliebten Sommerschwimmkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
angeboten. In jeweils 10-tägigen Intensivschwimmkursen mit maximal 6
Teilnehmer*innen pro Kurs können die wichtigsten Schwimmkenntnisse
erlernt werden. Die Anzahl der Kursplätze konnte weiter erhöht
werden. Insgesamt stehen in 4 Bädern 192 Kurse mit 1.152 Kursplätzen
zur Verfügung. Die Kurse finden jeweils 2 Wochen von Montag bis
Freitag an folgenden Standorten Amalienbad (nur für Jugendliche und
Erwachsene), Simmering, Floridsdorf, Großfeldsiedlung und Donaustadt
statt. Der Kursbeitrag beträgt EUR 130,- für 10 Einheiten. Die
Anmeldung ist online ab 1. Juni 2026 ab 8 Uhr möglich.

Zusätzlich findet auch heuer die Aktion „Wasserspaß“ in den
Bäderstandorten Simmering, Großfeldsiedlung und Donaustadt statt. Bei
der Aktion handelt es sich um einen einwöchigen Wassergewöhnungskurs
um 16 Uhr. Den Begleitpersonen werden verschiedene
Anwendungstechniken der spielerischen Wassergewöhnung vermittelt,
welche diese mit ihren Kindern im Alter zwischen 3 und 6 Jahren bei
hinkünftigen Badebesuchen umsetzen können bzw. sollen. Insgesamt
werden hier 16 Kurse mit 128 Kursplätzen angeboten. Der Preis für
diesen Kurs beträgt EUR 65,– für 5 Einheiten, die Anmeldung ist
ebenfalls ab 1. Juni möglich.

Kurs-Angebot der Wiener Bäder:
https://www.wien.gv.at/freizeit/baeder-kurse-angebote

Neuer „Code of Conduct“: Null Toleranz bei Belästigung

Die Wiener Bäder stehen für Offenheit, Vielfalt und Respekt. Das
Angebot richtet sich an alle Menschen – unabhängig von Geschlecht,
Herkunft, Religion, Alter oder sexueller Orientierung.
Diskriminierung, Belästigung oder Gewalt werden in keiner Form
toleriert.

„In Wiens Bädern sollen sich alle Gäste wohl und sicher fühlen;
sexuelle Belästigungen jeder Art haben keinen Platz und werden mit
unbefristetem Haus- und Badeverbot sanktioniert. Bei den Wiener
Bädern herrscht Null Toleranz gegenüber sexuellen Belästigungen jeder
Art.“, betont Czernohorszky. Ein neuer, gemeinsam mit dem Wiener
Frauenservice erstellter Code of Conduct beschreibt die
unverhandelbare Wertehaltung der Wiener Bäder und sieht Maßnahmen im
Falle von Fehlverhalten vor. Dieser umfasst auch klare Abläufe zur
Meldung und Bearbeitung von Vorfällen sowie definierte
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. Außerdem wurde die
Badeordnung überarbeitet, die wie bisher in allen Bäderstandorten gut
erkenntlich angebracht wird.

Alle Badegäste werden aufgefordert, umsichtig zu handeln und
insbesondere ihrer Aufsichtspflicht gegenüber Kindern und
Jugendlichen nachzukommen. Besucherinnen und Besucher werden
ermutigt, Zivilcourage zu zeigen, aufmerksam zu sein und verdächtige
Situationen umgehend zu melden.

Mehr zum Thema Sicherheit im Bad:
https://www.wien.gv.at/freizeit/baeder-sicherheit

Neue Rutschen, neue Schwimmhallen, neue Dächer – Bäderbauprogramm
läuft auf Hochtouren

Nach Fertigstellung der ersten beiden Großprojekte, den
Trainingshallen im Simmeringer und Großfeldsiedlungsbad wurde im
Herbst 2025 mit dem Bau einer weiteren Schwimmhalle im Höpflerbad
begonnen.

Im heurigen Sommer wird mit der Sanierung des Bezirkshallenbades
in Hietzing (Fertigstellung Herbst 2027) begonnen, die
Wiedereröffnung der Schwimmhalle in Döbling ist für Herbst 2026
geplant. An beiden Standorten werden Energiespar- und
Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt.

Im Jörgerbad werden ab 3. Juli ebenfalls umfangreiche Sanierungs-
und Verbesserungsarbeiten am Standort durchgeführt.

In den Freibädern Ottakring, Döbling und Großfeldsiedlung wurden
die Wasserrutschen erneuert, welche bereits mit dem heurigen
Saisonstart zur Verfügung stehen.

Alles zum Bäderbauprogramm:
https://www.wien.gv.at/freizeit/baeder-bauprogramm

Kultur im Bad

Mehrere kulturelle Veranstaltungen werden auch heuer wieder in
den Bädern Station machen. Im Gänsehäufel steht im Rahmen der
Bezirkstour der Wiener Festwochen die

Theateraufführung „Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2“ am
24. Mai um 10.00 Uhr am Programm.

Am 11. Juli wird am Reumannplatz das 100-jährige Jubiläum des
Amalienbades gefeiert. Ein Festprogramm wird von 12 bis 19 Uhr in und
vor dem Bad angeboten. Birgit Denk, die Wiener Tschuschenkapelle und
das Wiener Lercherl werden das Fest musikalisch begleiten.

Zwei Wochen danach am 25. Juli feiert auch das Ottakringer
Freibad von 14 – 18 Uhr sein 100-jähriges Bestehen. Birgit Denk
gastiert mit einer erweiterten Version ihrer beliebten Veranstaltung
„Denk mit Kultur“. Neben den Talkgästen Aida Loos und Norbert
Schneider wird auch das Programm um zwei Musikauftritte von Manfred
Chromy und Robert Shumi ergänzt. Die Veranstaltung findet im Freibad
statt und ist im Badebetrieb inkludiert.

Sommersaison 2026

Auch in der Sommersaison 2026 setzen die Wiener Bäder auf
Qualität, Sicherheit und Leistbarkeit und bieten ein verlässliches
und vielseitiges Schwimmangebot. Durch eine Reihe von Anpassungen im
Angebot wird auch im Sommer 2026 ein effizienter, sicherer und
ressourcenschonender Badebetrieb gewährleistet.

Neben den stark frequentierten Freibädern sind alle Familienbäder
und die Freibereiche der Kombibäder wie gewohnt in Betrieb.

In den Kombibädern Simmeringer, Ottakringer, Großfeldsiedlungsbad
und Donaustädter Bad ist der Ticketkauf nur an der Freibadkassa
möglich, der Zugang zur Schwimmhalle erfolgt über den Freibereich des
Bades. Die Sauna-Abteilungen in diesen Standorten sind von 2. Mai bis
13. September geschlossen. Die Öffnungszeiten der Schwimmhallen in
diesen Kombibädern werden an die Öffnungszeiten der Freibereiche
angepasst.

Das Frühschwimmen wird auch im Sommer 2026 in den Schwimmhallen
möglich sein. Die Badekassa bleibt ab 2. Mai jedoch geschlossen. Die
Tickets für das Frühschwimmen sind ab sofort online erhältlich. Der
Zugang zum Frühschwimmen erfolgt wie gewohnt über den Eingang zur
Schwimmhalle.

Die Saunabäder sind von 15. Juni bis 13. September geschlossen.

Von 2. Mai bis 3. Juli und von 7. bis 13. September sind die
Familienbäder täglich ab 13 Uhr geöffnet, während der Sommerferien
täglich ab 10 Uhr geöffnet, der Badeschluss richtet sich nach den
Freibädern.

Sport und Kinderclub

Die beliebten Sport- und Kinderanimationsprogramme werden in
größeren Freibädern wieder angeboten. Animationsteams unterhalten die
kleinsten Badegäste und bei eigenen Volleyballtrainings können
Badegäste ihre Kenntnisse und Fähigkeiten verbessern.

Erlebnispädagogischen Englischunterricht gibt es wieder in den
Sommerferien jeden Donnerstag im Familienbad Schweizergarten (11 Uhr)
und in den Freibädern Laaerbergbad (13.30 Uhr) und Angelibad (15.30
Uhr).

Die „Young Republic Kids“ unterhalten an ausgewählten Wochenenden
mit einer Musik- und Tanzperformance „von Kids für Kids“ die
jüngsten, aber auch jung gebliebene Badegäste.

Klimafitte Bäder sparen Energie und Geld

Die Wiener Bäder treiben ihre Klimaschutzmaßnahmen konsequent
voran und setzen verstärkt auf das bewährte Energie-Einspar-
Contracting. Dabei handelt es sich um ein Modell der Public-Private-
Partnership, bei dem externe Fachunternehmen Maßnahmen zur Energie-
und Wassereinsparung entwickeln, umsetzen und vorfinanzieren. Die
Refinanzierung erfolgt ausschließlich über die tatsächlich erzielten
Einsparungen ohne zusätzliche Budgetbelastung.

Im Rahmen dieser Projekte werden bestehende Anlagen umfassend
modernisiert. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem der Einsatz von
Wärmepumpen, Photovoltaik- und Solarthermieanlagen, die Optimierung
von Lüftungs- und Heizsystemen, LED-Umstellungen sowie die
Modernisierung der Badewasseranlagen und der Warmwasseraufbereitung.

Mit weiteren Projekten – unter anderem derzeit im Jörgerbad,
Hietzinger- und Döblinger Bad – wird das Programm kontinuierlich
ausgebaut. Ziel ist es, die Wiener Bäder langfristig klimafit zu
machen, Betriebskosten zu senken und gleichzeitig die hohe Qualität
für Besucherinnen und Besucher zu sichern.

Die garantierten Einsparungen betragen rund 46.600 MwH Energie
und 1,203.736 m3 Wasser. Das entspricht 3.680 Tonnen CO2 pro Jahr.
Zudem sparen die Wiener Bäder damit weitere 4,7 Millionen Euro ein.

Pressefotos: https://presse.wien.gv.at/bilder