Vom Acker in die Apotheke: Waldland und Bionorica setzen auf Schlüsselblumen aus Niederösterreich

St. Pölten (OTS) – Sie ist klein, gelb und ein echtes Kraftpaket: Die
Schlüsselblume (
Primel) stand heute im Zentrum eines Pressegesprächs zum Thema
„Schlüsselblume – Apotheke am Feld“ – direkt am Feld bei St. Pölten.
Seit zwei Jahrzehnten arbeiten der niederösterreichische Betrieb
Waldland und der deutsche Pharmagigant Bionorica zusammen: Die von
Waldland produzierten Schlüsselblumenblüten werden von Bionorica zu
hochwertigen Medikamenten verarbeitet.

„Hier kommen mit Waldland und Bionorica zwei Unternehmen
zusammen, die für Qualität und Innovation stehen“, betonte Pernkopf.
Die Zusammenarbeit zeige eindrucksvoll, „wie stark unsere
Landwirtschaft ist, wie innovativ unsere Unternehmen sind und wie
zukunftsorientiert hier geforscht wird“. Bei vielen Arzneimitteln sei
man abhängig von China, Indien und den USA, führte er aus. Deshalb
sei eine solche Zusammenarbeit, „bei der die Qualität von
Arzneimitteln auf unseren Feldern gezogen wird“, entscheidend. „Das
bringt neue Impulse für die gesamte Wertschöpfungskette – von der
Landwirtschaft bis zur Verarbeitung – und stärkt den Standort
Niederösterreich nachhaltig“, erklärte Pernkopf.

Er unterstrich zudem: „Hier wird vorgelebt, was Sinn ergibt: die
Kooperation von Landwirtschaft, Wissenschaft und Forschung im Sinne
der Menschen. Denn die beste Apotheke kommt von unseren eigenen
Feldern, und das praktizieren Waldland und Bionorica gemeinsam mit
unseren Bäuerinnen und Bauern.“ Pernkopf sprach von wichtigen
Impulsen für die gesamte Wertschöpfungskette, für Wirtschaft und
Landwirtschaft in Niederösterreich, „deswegen werden wir seitens des
Landes auch in Zukunft in Waldland investieren.“

Waldland-Geschäftsführer Franz Tiefenbacher gab einen Überblick,
was hinter den besonderen Kulturen steht, und sprach von einer „Top-
Technik in Auspflanzung und Ernte“. Er hob hervor, dass die
Erntemaschinen größtenteils von den Waldland-Mitarbeitern selbst
konstruiert seien. „Zwischen Anbau und Ernte sorgen unsere Bäuerinnen
und Bauern für gleichmäßige, unkrautfreie Felder, die einen guten
Ertrag versprechen.“ 9.000 Hektar besonderer Kulturen gebe es in ganz
Österreich, 6.000 davon in Niederösterreich. Bei Waldland betrage die
Gesamtanbaufläche an Heilpflanzen 4.000 Hektar, rund 200 davon
entfielen auf den Schlüsselblumenanbau.

Die Schlüsselblume sei die wichtigste Pflanze für das Unternehmen
Bionorica, erklärte CEO Michael Popp. „Seit mehr als 20 Jahren
kooperieren wir mit Waldland und nutzen die Blüten der Pflanze für
unser Sinupret, die Wurzeln für Bronchipret.“ Das Unternehmen
Bionorica habe weltweit patentierte Anlagen entwickelt, sei innovativ
und digital und verfüge über modernste Produktionsanlagen. Am
wichtigsten sei jedoch, so Popp: „Wir produzieren keine
Nahrungsergänzungsmittel, sondern wissenschaftlich fundierte,
pflanzliche und wirksame Arzneimittel.“

Andrea Wagner, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer NÖ,
unterstrich die Wichtigkeit der „Apotheke vom Feld“. In Heil- und
Gewürzpflanzen stecke hohes Potenzial – dieses zeige sich am Beispiel
der Schlüsselblume sehr anschaulich. „Diese besondere Kultur steht
beispielhaft für eine Landwirtschaft, die hochwertige Rohstoffe
produziert, regionale Wertschöpfung schafft und einen hohen Beitrag
zur Biodiversität leistet“, sagte Wagner.

Weitere Informationen: DI Jürgen Maier, Pressesprecher LH-
Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf, Telefon +43 2742 9005 – 12704,
Mobiltelefon +43 676 812 15283, E-Mail [email protected]