Hohe Reiselust trotz unsicherer Weltlage: Österreichs Tourismus blickt auf stabile Nachfrage bei wachsender Dynamik

Wien (OTS) – – Neue Sommerpotenzialstudie zeigt: 13 Mio. Reisende
haben Österreich
bereits fix geplant – weitere 11 Mio. sind noch als Potenzial
erreichbar

– Kurzfristige Buchungen nehmen zu: Viele haben noch nicht oder nur
teilweise gebucht – bis zu 43 % entscheiden sich erst im letzten
Monat

– Eurovision Song Contest bringt Österreich bei 36 Mio.
Europäer:innen als Urlaubsziel ins Blickfeld

Im Rahmen eines Pressegesprächs präsentierten das Bundesministerium
für Wirtschaft, Energie und Tourismus, die Bundessparte Tourismus und
Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und die
Österreich Werbung aktuelle Marktentwicklungen und Trends für die
kommenden Monate in der Tourismusbranche. Trotz wirtschaftlicher
Unsicherheiten und geopolitischer Spannungen bleibt die Reiselust in
Europas wichtigsten Herkunftsmärkten hoch. Die aktuelle
Sommerpotenzialstudie zeigt ein stabiles Nachfrageumfeld mit soliden
Perspektiven für den Tourismusstandort Österreich.

Zwtl.: Stabiler Ausblick trotz unsicherer Weltlage

Nach fünf von sechs Monaten zeigt sich die Wintersaison 2025/26
mit 66,4 Millionen Nächtigungen (+3,6 %) nachfrageseitig sehr positiv
und bildet eine starke Grundlage für die kommenden Monate. Der Iran-
Konflikt führt weltweit zu spürbaren Veränderungen im Reiseverkehr,
insbesondere durch Auswirkungen auf Nachfrage, Fernmärkte und
internationale Flugverbindungen. Gleichzeitig erweist sich
Österreichs breite Marktaufstellung als Vorteil – mit stabilen
europäischen Märkten und wachstumsstarken Fernmärkten wie USA und
China.

Die Sommerpotenzialstudie der Österreich Werbung, im Rahmen derer
10.000 Personen in den Märkten Österreich, Deutschland, Schweiz,
Tschechien, Ungarn, Rumänien, Polen, Italien, Niederlande und UK zu
ihren Urlaubsplänen in den kommenden sechs Monaten befragt wurden,
zeigt ein differenziertes Bild: Rund zwei Drittel der Menschen
erwarten stabile oder bessere wirtschaftliche Verhältnisse,
gleichzeitig bleibt die Sparneigung auf ähnlichem Niveau wie im
Vorjahr. Die Reiselust bleibt aber ungebrochen, mehr Menschen als im
Vorjahr planen in den kommenden sechs Monaten eine Reise.

„Gerade in Zeiten globaler Unsicherheit zeigt sich die Stärke des
österreichischen Tourismus besonders deutlich: Wir rechnen auch in
den kommenden Monaten mit einer konstant hohen Nachfrage, auch wenn
sich Buchungsverhalten und Reiseentscheidungen weiter dynamisch
verändern. Österreich punktet mit Stabilität, hoher Qualität und
hervorragender Erreichbarkeit – Eigenschaften, die unser Land auch
künftig als sichere und verlässliche Destination attraktiv machen.
Mit der ‚Vision T‘ setzen wir gezielt Impulse, um diese Stärken
weiter auszubauen, Innovation zu fördern und die internationale
Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusstandorts Österreich langfristig zu
sichern“, so Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner.

Zwtl.: Reiseverhalten wird bewusster und kurzfristiger

Die aktuelle weltpolitische Lage spiegelt sich im Reiseverhalten
wider. Die Nachfrage bleibt robust, gleichzeitig verändert sich das
Verhalten: Gäste konzentrieren sich stärker auf eine Hauptreise und
buchen kurzfristiger. Zwischen 50 Prozent und 70 Prozent der
Reisenden hatten zum Befragungszeitpunkt ihren Urlaub noch nicht oder
nicht vollständig gebucht. Eine klare Chance für den österreichischen
Tourismus, denn 43 Prozent dieser Gäste entscheiden sich erst im
letzten Monat vor Reiseantritt. Die Zahlungsbereitschaft steigt
weiter, nur rund 12 Prozent wollen derzeit weniger für ihren
Sommerurlaub ausgeben.

„Die Nachfrageentwicklung ist laut Umfragewerten in Summe positiv
und gibt uns Zuversicht. Dennoch bleibt die Situation für viele
Betriebe herausfordernd. Steigende Kosten in vielen Bereichen und
mittlerweile nur moderate Preisdurchsetzungsmöglichkeiten sowie ein
volatiles Umfeld erfordern gerade heute ein besonders hohes Maß an
Flexibilität bei den Unternehmen. Diese Anpassungsfähigkeit und
Innovationskraft unserer Tourismusbetriebe, die wie bisher die
Angebote auf hohem Niveau sicherstellen, sind heute das Rückgrat für
unsere Wettbewerbsfähigkeit“, so Susanne Kraus-Winkler, Obfrau der
Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKÖ.

Zwtl.: Österreich bleibt gefragt

Österreich behauptet sich stabil unter den Top-Reisezielen
Europas. Das Potenzial ist klar: 13 Millionen Gäste planen bereits
konkret einen Aufenthalt, insgesamt sind bis zu 24 Millionen
erreichbar (13 Millionen feste Österreich-Planende, weitere 11 planen
ziemlich sicher einen Österreich-Urlaub). Dies ergäbe ein Plus von
rund 2 Millionen Ankünften aus den zehn befragten Märkten.

„Österreich ist kein Bauchladen. Ich will nicht, dass wir alles
anbieten. Ich will, dass wir das Richtige richtig gut machen. Gäste
entscheiden heute bewusster und kurzfristiger. Unsere Antwort darauf
ist klar: mehr Fokus, mehr Wirkung und eine Ganzjahrespositionierung,
die genau die richtigen Gäste anspricht“, so Astrid Steharnig-
Staudinger, Geschäftsführerin der Österreich Werbung.

Zwtl.: Eurovision Song Contest und Kultur als Nachfrageimpuls

Der Eurovision Song Contest sorgt laut Potenzialstudie ebenfalls
für starke Aufmerksamkeit: Zwischen 31 und 77 Prozent der Befragten
haben das Event wahrgenommen, rund 36 Millionen Menschen zeigen
dadurch zusätzliches Interesse an Österreich als Reisedestination.
Kultur und Musik spielen bei der Erwägung Österreichs immer eine
zentrale Rolle. Für ein Drittel sind sie ein Mehrwert, für 16 Prozent
ein konkreter Reiseanlass.

„Der Eurovision Song Contest zeigt eindrucksvoll, wie stark
Kultur und Musik als touristischer Impuls wirken. Sie sind nicht nur
Imagefaktor, sondern ein konkreter Reiseanlass – und damit ein
entscheidender Wettbewerbsvorteil für Österreich“, so Steharnig-
Staudinger abschließend.

Zwtl.: Über die Studie „Sommerpotenziale 2026“

Die Österreich Werbung als Auftraggeber stellt dem heimischen
Tourismus Basisinformationen zur Studie kostenlos zur Verfügung. Mehr
Informationen zur Studie und die Bestellmöglichkeit: Studie
Sommerpotenziale 2026