Wien (OTS) – Die freiheitlichen Energiesprecher NAbg. Axel Kassegger
und NAbg.
Paul Hammerl sehen sich durch eine aktuelle MARKET-Umfrage im Auftrag
von oecolution in ihrer Forderung nach einer seriösen Neubewertung
der heimischen Erdgasförderung bestätigt. Demnach würden 89 Prozent
der Österreicher die stärkere Förderung heimischer Erdgasvorkommen
begrüßen. „Diese Zahlen sind ein eindeutiger Auftrag, denn die
Bevölkerung will leistbare Energiepreise, Versorgungssicherheit und
energiepolitischen Hausverstand statt ideologischem Gasausstieg“,
erklärten Kassegger und Hammerl.
Die beiden freiheitlichen Energiesprecher forderten daher ÖVP-
Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer auf, die früheren Schätzungen der
OMV zu möglichen Schiefergasvorkommen im Weinviertel endlich final
und transparent überprüfen zu lassen. „Es muss jetzt Gewissheit
darüber herrschen, wie viel Erdgas in Österreich tatsächlich
vorhanden und wirtschaftlich förderbar ist. Erdgas ist aus der
heimischen Wirtschaft nicht wegzudenken. Wer die Deindustrialisierung
Österreichs verhindern und Arbeitsplätze sichern will, muss heimische
Gasförderung sachlich und technologieoffen prüfen“, erklärten
Kassegger und Hammerl.
Die MARKET-Ergebnisse zeigen, wie groß der Wunsch nach mehr
energiepolitischer Vernunft ist. Während heimisches Erdgas mit 89
Prozent Zustimmung klar befürwortet wird, findet auch Gas aus
Norwegen mit 84 Prozent hohe Akzeptanz. Gas aus anderen Kontinenten
wird hingegen deutlich kritischer gesehen. „Die Menschen erkennen
sehr genau, dass es einen Unterschied macht, ob Österreich eigenes
Erdgas nutzt oder sich von teuren LNG-Importen und geopolitisch
unsicheren Lieferketten abhängig macht“, betonten die beiden
Energiesprecher.
Konkret geht es um die seit Jahren bekannten Schiefergasvorkommen
im Weinviertel. Frühere Einschätzungen der OMV gingen davon aus, dass
dort erhebliche Mengen Erdgas vorhanden sein könnten. Die Vorkommen
könnten so groß sein, dass Österreich sich über mehrere Jahrzehnte
von Gasimporten unabhängig machen könnte. Diese Schätzungen müssten
nun mit modernen Methoden überprüft, aktualisiert und auf ihre
tatsächliche Förderfähigkeit hin bewertet werden. „Die entscheidende
Frage darf nicht lauten, ob Erdgas in ein ideologisches Weltbild
passt, sondern wann und mit welchem finanziellen Aufwand das Erdgas
aus den tiefen Gesteinsschichten in Österreich gefördert werden kann,
um die Deindustrialisierung Österreichs endlich aufzuhalten“, so die
beiden FPÖ-Abgeordneten.
„Viele Betriebe können Erdgas nicht wirtschaftlich vertretbar
ersetzen. Gerade in industriellen Prozessen geht es um Prozesswärme,
Hochtemperaturanwendungen und stabile Energieversorgung. Wer hier nur
mit Schlagworten und Verboten arbeitet, gefährdet Produktion,
Wertschöpfung und vor allem Arbeitsplätze“, betonten Kassegger und
Hammerl.
Zugleich sei es widersprüchlich, die Verwendung von Erdgas in
Österreich zu tabuisieren, gleichzeitig aber Produkte zu importieren,
die im Herkunftsland mit Erdgas als Energiequelle hergestellt wurden.
„Es ist absurd, Erdgas in Österreich aus der Wertschöpfungskette zu
verdrängen und damit die Deindustrialisierung weiter voranzutreiben,
während jene Güter, die hierzulande nicht mehr wettbewerbsfähig
produziert werden können, aus anderen Teilen der Welt importiert
werden – noch dazu aus Ländern, in denen Umwelt- und
Menschenrechtsstandards oft kaum eine Rolle spielen. Das ist ein
verlogener Weg zulasten unserer Arbeitsplätze. Wer wirklich auf die
Umwelt achtgibt, muss einen internationalen Gleichklang sicherstellen
und darf nicht die eigene Bevölkerung auf dem ideologischen Altar des
Klimawahns opfern. Heimisches Erdgas reduziert zudem die
geopolitische Abhängigkeit und sichert günstigere Energiepreise“,
erklärten Kassegger und Hammerl.
Die freiheitlichen Energiesprecher forderten daher einen
konkreten Maßnahmenplan des ÖVP-Wirtschaftsministers: In einem ersten
Schritt müssten alle möglichen Potenziale an förderfähigem heimischem
Erdgas fachlich transparent evaluiert werden. Dabei sei darzulegen,
wie viel Gas mit welchem technischen und finanziellen Aufwand
gefördert werden kann. Zweitens brauche es eine Bewertung moderner
Fördermethoden im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und
Umweltverträglichkeit.
„Österreich wird Erdgas noch über viele Jahre brauchen. Deshalb
ist es verantwortungslos, mögliche heimische Gasvorkommen aus
ideologischen Gründen zu verteufeln. Wer Wohlstand, Arbeitsplätze und
Industrie in Österreich erhalten will, muss heimisches Erdgas endlich
ernsthaft dem Markt zur Verfügung stellen. Alles andere ist
energiepolitische Realitätsverweigerung“, hielten Kassegger und
Hammerl fest.





