Offizieller Startschuss für Gasproduktion in Wittau

St. Pölten (OTS) – Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gab am
heutigen Montagvormittag
gemeinsam mit Bundeskanzler Christian Stocker, Wirtschaftsminister
Wolfgang Hattmannsdorfer und OMV-CEO Alfred Stern den offiziellen
Startschuss für die Gasproduktion in Wittau. Die OMV bringt damit
drei Jahre nach der Entdeckung und einer Investition von 150
Millionen Euro den größten österreichischen Gasfund seit vier
Jahrzehnten in Produktion.

Energiepolitik müsse „realistisch, verantwortungsvoll und
verlässlich“ sein, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in
ihrem Statement. „Energiepolitik braucht nicht Ideologie und
Wunschdenken, sondern Realitätssinn und Hausverstand“, so die
Landeshauptfrau: „Und dafür steht die heimische Gasproduktion in
Wittau“.

„Der heutige Produktionsstart ist ein wichtiger Schritt für
Niederösterreich und für Österreich“, denn „mehr heimische Energie
bedeutet größere Unabhängigkeit“, so Mikl-Leitner. Darum werde in
Niederösterreich auch sehr viel in erneuerbare Energie investiert,
auch in diesem Bereich sei man Vorreiter: „Es gibt hier kein entweder
-oder, sondern nur ein sowohl-als auch. Wir brauchen beides.“ Wittau
stehe „für Versorgungssicherheit, Wertschöpfung, Arbeitsplätze und
technologische Kompetenz“, zeigte sie sich überzeugt: „Und darüber
hinaus auch für ein klares Signal für den Standort Österreich und
Niederösterreich.“

Bundeskanzler Christian Stocker betonte in seinem Statement: „Der
heutige Produktionsstart in Wittau ist mehr als die Erschließung
eines neuen Gasfeldes. Es ist der größte Gasfund in Österreich seit
mehreren Jahrzehnten und ein Projekt von strategischer Bedeutung für
die Versorgungssicherheit unseres Landes. Bei vollständigem Ausbau
kann die OMV die Gasproduktion verdoppeln und damit einen Beitrag
dazu leisten, Österreich widerstandsfähiger, unabhängiger und
krisenfester zu machen. Gerade die aktuellen geopolitischen
Verwerfungen führen sehr deutlich vor Augen, wie wichtig es ist, die
eigenen Potenziale klug zu nutzen und in moderne Infrastruktur am
Standort zu investieren. Der Produktionsstandort Wittau zeigt, dass
Versorgungssicherheit dort entsteht, wo langfristig gedacht und
konsequent investiert wird.“

„In Wittau bringt die OMV den größten Gasfund der letzten 40
Jahre in Österreich erfolgreich in Produktion“, betonte auch OVM-CEO
Alfred Stern. „In gewohnter Manier liefert OMV auch bei diesem
strategisch wichtigen Vorhaben verlässlich. Das Projekt stärkt unsere
Gas-Diversifizierungsstrategie, indem heimisches Erdgas unser
Portfolio gezielt ergänzt. Gleichzeitig ist Gas für uns ein zentraler
Energieträger der Transformation – es sichert heute die
Energieversorgung und ermöglicht gleichzeitig den Übergang in ein
sauberes und erneuerbares Energiesystem“, so Stern.

Es sei „ein historischer Tag, weil wir damit die Eigenversorgung
mit Gas in Österreich verdoppeln“, sagte Wirtschaftsminister Wolfgang
Hattmannsdorfer. Angesichts der geopolitischen Verwerfungen seien die
Zeiten schwierig: „Aber wir haben den Anspruch, stärker aus der Krise
herauszukommen.“ Mit der Industriestrategie wolle man wieder zu den
Top 10 Industrienationen der Welt aufsteigen, betonte er.

Berislav Gaso, OMV-Vorstand für den Geschäftsbereich Energie, gab
einen Einblick in die Umsetzung des Projektes: „Mit Produktionsstart
2026 können wir bereits im Winter 2026/27 zur
Gasversorgungssicherheit in Österreich beitragen.“

Wittau zählt zu den bedeutendsten Gasfunden der letzten
Jahrzehnte. Bei vollständigem Ausbau kann das Projekt die heimische
Gasproduktion deutlich steigern und langfristig absichern, potenziell
handelt es sich hier um 48 Terawattstunden förderbare Ressourcen. Die
OMV hat in der ersten Phase rund 150 Millionen Euro in das Projekt
Wittau investiert, davon etwa 70 Millionen Euro für Bohrungen und 80
Millionen Euro für Infrastruktur und Anlagen. In der ersten Phase
werden elf Terawattstunden (rund eine Milliarde Normkubikmeter)
erschlossen, dies entspricht einer Wärmeversorgung von etwa 100.000
Haushalten über zehn Jahre.

Die OMV hat rund 1.900 hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter an ihren Standorten in Niederösterreich, davon rund 420
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Gänserndorf. Rund 11.000
Arbeitsplätze in Niederösterreich werden durch die Tätigkeit der OMV
indirekt gesichert. Die Raffinerie Schwechat ist eine der größten und
modernsten Binnenraffinerien Europas, das Labor in Gänserndorf gilt
als technologisches Center of Excellence weltweit innerhalb des
Konzerns.