Stadt Wien eröffnet Regenbogenmonat Juni 2026

Wien (OTS) – Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling, Gemeinderätin
Susanne Haase
und Gemeinderat Thomas Weber hissten heute gemeinsam mit dem Team der
WASt-Wiener Antidiskriminierungsstelle für LGBTIQ-Angelegenheiten und
Vertreter*innen der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien und Vienna
Pride die Regenbogenfahne am Wiener Rathaus und eröffneten so den
schon zur Tradition gewordenen Wiener Regenbogenmonat Juni.

„Mit der Hissung der Regenbogenfahne am Wiener Rathaus eröffnen
wir auch heuer wieder den Regenbogenmonat Juni. Wir setzen damit ein
deutlich sichtbares Zeichen für die Rechte und die umfassende
Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, transidenten
und intergeschlechtlichen Menschen. Gemeinsam mit NGOs haben wir als
Stadt und als Politik in den letzten Jahren viel erreicht, aber das
darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es noch viel zu tun gibt. So
steht das levelling-up im Antidiskriminierungsrecht und ein Verbot
von Konversionsbehandlungen auf der Agenda des Bundes“, fordert
Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling.

„30 Jahre Regenbogenparade bedeuten 30 Jahre Mut, Sichtbarkeit
und Zusammenhalt. Dieses Jubiläum erinnert uns daran, dass
Fortschritt niemals selbstverständlich ist. Menschen sind seit 1996
auf die Straße gegangen, obwohl sie Ausgrenzung, Hass oder sogar
Gewalt erlebt haben. Dass heute Hunderttausende gemeinsam für
Vielfalt und gleiche Rechte einstehen, zeigt, wie stark diese
Bewegung geworden ist. Gleichzeitig sehen wir auch: Sichtbarkeit
bleibt notwendig. Wien steht deshalb weiterhin klar an der Seite der
queeren Community: laut und entschlossen. Denn unsere Stadt lebt von
Offenheit, Respekt und dem Recht aller Menschen, frei und
selbstbestimmt zu leben“, so die SPÖ-Gemeinderätin und LGBTIQ-
Sprecherin Susanne Haase.

„Das Rathaus mit der Regenbogenfahne zu schmücken ist in Wien
nicht nur ein Symbol, sondern auch ein Bekenntnis und ein Zeichen für
aktive Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsarbeit 365 Tage im
Jahr. Dass wir damit in vielen Bereichen Erfolg haben, beweist unsere
Studie ‚Queer in Wien 2‘: Deutlich mehr Menschen outen sich in
beruflichen Kontexten, deutlich mehr werden queere Themen in Schule
und Ausbildung behandelt als noch vor Zehn Jahren. Der internationale
Backlash ist aber auch in Wien spürbar und zeigt sich in einer
Zunahme an queerfeindlichen Übergriffen im öffentlichen Raum, wo wir
daher verstärkt Aktivitäten setzen werden“, so Wolfgang Wilhelm,
Leiter der WASt.

Die Stadt Wien fördert unter anderem die „Vienna Pride“ die vom
29.05. bis 14.06.2026 Wien in all seiner Vielfältigkeit zeigt. Dieses
Jahr markiert außerdem das 30. Jubiläum der Regenbogenparade, die
unter dem Motto „SICHTBAR seit 1996“ am 13. Juni in entgegengesetzter
Fahrtrichtung um den Ring ziehen wird. Dazu sagt Generalsekretärin
der HOSI Wien, Lisa Hermanns: „Sichtbarkeit, wie diese Fahne am
Rathaus, ist wichtig für queere Menschen, um sich im Alltag sicherer
zu fühlen. Auf diese Sichtbarkeit muss jedoch auch politische
Verbesserung folgen. Solange queere Menschen weiterhin diskriminiert
werden, Hass und rechtliche Lücken erleben, bleibt Pride notwendig.
Wir brauchen umfassenden Diskriminierungsschutz, ein wirksames Verbot
sogenannter Konversionstherapien und konsequenten Schutz für LGBTIQ-
Menschen in allen Lebensbereichen.“

Katharina Kacerovsky-Strobl, Geschäftsführerin der Stonewall GmbH
und Veranstalterin der Vienna Pride: „In einer Zeit, in der queere
Rechte international unter Druck geraten und diskriminierende
Narrative wieder lauter werden, braucht es klare Haltung und
sichtbare Solidarität. Der Regenbogenmonat macht deutlich:
Gleichberechtigung ist nicht verhandelbar, Menschenrechte sind nicht
relativierbar. Dass Wien hier ein starkes Zeichen setzt, ist wichtig.
Gleichzeitig braucht es endlich auch auf Bundesebene die politischen
Entscheidungen, die LGBTIQ-Menschen den umfassenden Schutz und die
Gleichstellung garantieren, die ihnen zustehen.“

Veranstaltungen der WASt im Regenbogenmonat Juni

– RCN Photo Exhibition „Bi+ Visibility and Pride“ im Arkadenhof des
Wiener Rathauses, zu sehen noch bis 30. Juni

– 30. Mai: WASt-Infostand am Community-Village im Wiener Prater

– 6. Juni: WASt-Infostand am Mariahilfer Straßenfest „Andersrum ist
nicht verkehrt“

– 12. Juni: „Rathausführung andersrum“ (Treffpunkt 17.55 h im
Stadtinformationszentrum am Friedrich Schmidt Platz)

Fördertopf „Wiener Regenbogenmonat Juni 2024“

Bereits zum fünften Mal lobt die Stadt Wien heuer den Fördercall
„Wiener Regenbogenmonat Juni“ zur Förderung von Projekten aus, die
die Wiener Regenbogenparade sinnvoll ergänzen, die Emanzipation und
gleichberechtigte Teilhabe von LGBTIQ-Personen an der Gesellschaft,
sowie das Selbstbewusstsein und die Sichtbarkeit von LGBTIQ-Personen
und den Dialog von LGBTIQ-Personen und der Gesamtbevölkerung fördern
und das Thema in die Wiener Bezirke hinaustragen. Auch heuer wurde
dieser Fördercall mit Ꞓ 50.000,- dotiert.

Der interne Fachbeirat unter Vorsitz der WASt erkannte heuer dem
Projekt „Queer Legends Festival 2026“ des Vereins Metropolis, dem
Projekt „Tuntathlon 2026“ des Vereins Tuntenstraße, dem „Queering
Favoriten Straßenfest“ des Vereins Major Shrimp, dem Projekt
„Resilience in Community“ des Vereins Queer Museum Vienna und den
„Queer Pride Walks 2026“ des Vereins QWien eine Förderung zu.