Linz (OTS) – Als Stefan Kaineder am 11. Mai seine private
Telefonnummer öffentlich
machte, war eines klar: Diese Kampagne wird anders. Kein Vorzimmer.
Keine Anmeldung. Keine politische Bühne. Sondern ein simples Angebot:
„Ruf mich an.“
Drei Wochen später ziehen die Grünen Oberösterreich Bilanz und
die fällt deutlich positiver aus als selbst die Initiator:innen
erwartet hatten. Über 600 Menschen haben das Gespräch gesucht. Die
Gespräche dauerten zusammengerechnet rund 2.300 Minuten, mehr als 38
Stunden direkter Austausch. Dazu kamen zahlreiche SMS -Nachrichten.
Menschen aus Oberösterreich, aber auch weit darüber hinaus meldeten
sich. Junge Menschen ebenso wie Pensionist:innen, Unternehmer:innen
ebenso wie Arbeiter:innen, Landwirt:innen, Familien und Menschen, die
mit Politik eigentlich längst abgeschlossen hatten.
Stefan Kaineder zieht Bilanz: „Ich habe mit vielen Anrufen
gerechnet. Aber mit einem solchen Echo niemals. Es gab Tage, da hat
das Handy beinahe durchgehend geläutet. Organisatorisch war das eine
enorme Herausforderung. Aber jede einzelne Minute war es wert. Diese
drei Wochen waren wahrscheinlich die intensivsten, lehrreichsten und
bewegendsten Wochen meines politischen Lebens.“
Die Themen spiegeln wider, was die Menschen in Oberösterreich
aktuell bewegt. An erster Stelle standen die Zukunft des Wirtschafts-
und Industriestandortes Oberösterreich, Energie und erneuerbare
Energien – insbesondere die vielfach diskutierte Windkraft –, die
steigenden Lebenshaltungskosten und die Teuerung, Pflege sowie Fragen
von Demokratie, Zusammenhalt und gesellschaftlichem Miteinander.
Besonders bemerkenswert war die Vielfalt der
Gesprächspartner:innen. Ein 18-jähriger Maturant einer
Landwirtschaftsschule diskutierte über Bodenverbrauch und die
Verantwortung gegenüber kommenden Generationen. Ein 13-jähriger
Schüler wollte über Steuerpolitik sprechen. Viele ältere Menschen
erzählten von ihren persönlichen Erfahrungen und Sorgen. Manche
Gespräche dauerten wenige Minuten, andere deutlich länger. Einige
führten zu konkreten Nachbearbeitungen, persönlichen Treffen oder
weiteren Kontakten. Was dabei immer wieder auffiel: Viele
Anrufer:innen waren zunächst überrascht, dass tatsächlich Stefan
Kaineder persönlich abhebt. Noch größer war oft die Freude darüber.
Endlich hört einmal jemand zu.“ Dieser Satz fiel immer wieder.
„Über 600 Gespräche und mehr als 2.300 Minuten direkter Austausch
haben mir noch einmal deutlich gezeigt, was die Menschen wirklich
beschäftigt. Die Sorgen um Arbeitsplätze, Energieversorgung und die
Zukunft unseres Landes sind groß. Gleichzeitig gibt es unglaublich
viele Ideen, Engagement und den Wunsch, Oberösterreich positiv
weiterzuentwickeln. Diese Gespräche waren für mich unglaublich
wertvoll“, so Kaineder.
Für die Grünen Oberösterreich ist die Kampagne weit mehr als eine
erfolgreiche Aktion. Sie bestätigt einen Weg, den Kaineder seit
Jahren bei Heimatgesprächen und Stammtischen im ganzen Land verfolgt:
Politik beginnt mit Zuhören und miteinander reden, ohne Anmeldung und
Warteliste.
Stefan Kaineder abschließend: „Mein großes Fazit aus diesen drei
Wochen ist ein sehr einfaches: Wenn Politik Vertrauen zurückgewinnen
will, muss sie wieder erreichbar sein. Sie muss da sein. Die Menschen
wollen ernst genommen werden. Sie wollen nicht beschallt werden,
sondern gehört werden. Genau darin liegt für mich die wichtigste
Aufgabe von Politik.“
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