Mehr als Logistik: Der Hafen Wien setzt neue Maßstäbe für die Zukunft der Stadt

Wien (OTS) – Der Hafen Wien ist weit mehr als ein Umschlagplatz: Er
ist die
Lebensader unserer Stadt, Innovationsmotor für die Wirtschaft und ein
zentraler Baustein für die resiliente und klimafitte Stadt von
morgen. Mit einer Fläche von rund drei Millionen Quadratmetern –
größer als Monaco – ist der Hafen ein bedeutender Wirtschaftsmotor
für die gesamte Region. Rund 200 Unternehmen mit etwa 5.000
Beschäftigten sind am Standort angesiedelt und machen den Hafen zu
einer zentralen Drehscheibe für Österreich und Osteuropa.

Der Hafen Wien entwickelt sich zu einer neuen Generation von
Infrastruktur: wirtschaftlich stark, international vernetzt und
konsequent auf Klimaziele ausgerichtet. Als größtes Logistikzentrum
Ostösterreichs sichert er die Versorgung der Stadt, schafft
Arbeitsplätze und positioniert Wien zunehmend als internationalen
Innovationsstandort.

Vom Umschlagplatz zur First-Mover-Zone

Mit „thinkport VIENNA“ beherbergt der Hafen Wien seit 2025 den
ersten und bislang einzigen Innovationshub eines Binnenhafens im
Globalen Port Innovators Network. In Zusammenarbeit mit
internationalen Hafenstandorten wie Hamburg, Valencia, Halifax und
San Diego entwickelt Wien innovative Lösungen für die Güterlogistik
der Zukunft. „Thinkport VIENNA“ bringt Unternehmen,
Forschungseinrichtungen und die öffentliche Hand zusammen und macht
Wien international als Vorreiter für nachhaltige Logistiksysteme
sichtbar.

„Der Hafen Wien ist First-Mover in der Hafeninnovation und
zugleich eine systemrelevante Infrastruktur für unsere Stadt und den
gesamten Wirtschaftsraum. Als zentrale Drehscheibe verbindet er Wien
mit den europäischen und globalen Warenströmen, sichert die tägliche
Versorgung und ermöglicht wirtschaftliche Wertschöpfung in großem
Maßstab. Mit rund 5.000 Arbeitsplätzen, rund 200 angesiedelten
Unternehmen und seiner Bedeutung für Industrie, Handel und Logistik
ist er ein wesentlicher Standortfaktor für Wachstum, Beschäftigung
und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Der Hafen Wien ist damit
nicht nur Teil der Wirtschaftslandschaft, sondern eine ihrer
tragenden Säulen“, so Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin
Barbara Novak.

Vorreiter für klimafitte Logistik

Der Hafen Wien zeigt bereits heute, wie klimafreundliche Logistik
im Echtbetrieb funktioniert.

– Einsatz von HVO100 bei allen Terminalfahrzeugen seit 2024

– 809 Tonnen CO₂-Einsparung im Jahr 2025

– 100 % Ökostromversorgung am Standort

– 25 % Eigenstromanteil , Ausbau auf 34 % bis 2026 durch neue PV-
Anlage

– Ausbau der Photovoltaik (6. Anlage) inkl. Speicherlösung

– Einsatz von E-Kränen, E-Staplern, E-Fahrzeugen und E-Bikes

Intelligente Stadtentwicklung durch Kreislaufwirtschaft

Der Hafen Wien beweist, dass Wachstum auch ohne zusätzlichen
Flächenverbrauch möglich ist. Durch Landgewinnung im Hafen Freudenau
entstehen 113.600 Quadratmeter neue Betriebsflächen , was etwa 16
Fußballfeldern entspricht. Das dafür verwendete Material von rund 1
Mio. Kubikmeter stammt vollständig von Wiener Großbaustellen. Es ist
ein gelungenes Beispiel für gelebte Kreislaufwirtschaft.

Rekordjahr 2025: Leistung trifft Zukunft

Der Hafen Wien und WienCont blicken auf ein erfolgreiches
Geschäftsjahr 2025 zurück:

– Umsatz Hafen Wien-Gruppe: 55,4 Mio. Euro

– Ergebnissteigerung auf 10,9 Mio. Euro

– Umsatz WienCont: 21 Mio. Euro

– Containerumschlag: 483.000 TEU

– Rekordwert von über 2,8 Mio. TEU-Lagertagen im Containerdepot

– Gesamtumschlag Wasser und Land: 1.291.336 Tonnen (+9,81 %)

– Gesamtumschlag Hafen Wien und WienCont: 4.101.138 Tonnen (+7,3 %)

– Umschlagsmenge im Ölhafen Lobau: 1.019.798 Tonnen (+15,12 %)

– 1.006 Schiffe wurden im Ölhafen Lobau be- und entladen

Auch die drei Geschäftsfelder entwickelten sich erfolgreich:

– Immobilien & HQ7: Höhere Umsätze, stabile Auslastung und
erfolgreiche Filmproduktionen stärken den Standort.

– Hafen-Logistik: Hohe Auslastung und steigende Umschlagsmengen
bestätigen die Rolle als zentrale Logistik- und
Versorgungsdrehscheibe.

– WienCont: Rekordwerte im Containergeschäft sowie eine positive
Entwicklung der Depot- und Reparaturservices unterstreichen die
Leistungsfähigkeit des Terminals.

Verantwortung als Teil der Unternehmensstrategie

Mit der Erstellung seines ersten Gemeinwohl-Berichts und der
Auszeichnung als gemeinwohl-bilanziertes Unternehmen setzt der Hafen
Wien ein starkes Zeichen für nachhaltiges Wirtschaften. Die Bilanz
bestätigt die solide wirtschaftliche Basis, faire Lieferketten,
verantwortungsvolle Geschäftsbeziehungen und eine klare Ausrichtung
auf ökologische und gesellschaftliche Verantwortung.

„Der Hafen Wien konnte 2025 trotz herausfordernder
Rahmenbedingungen seine wirtschaftliche Stärke weiter ausbauen.
Besonders erfreulich entwickelten sich unsere Geschäftsbereiche
Immobilien, Hafenlogistik und WienCont. Die hohe Auslastung unserer
Lager- und Büroflächen, Rekordwerte am Containerterminal sowie die
positive Entwicklung im Bereich Massen- und Schwergut zeigen, dass
der Hafen Wien seine Rolle als leistungsfähige Logistikdrehscheibe
erfolgreich ausbaut. Gleichzeitig investieren wir konsequent in
Nachhaltigkeit und Zukunftsthemen – von innovativen Logistiklösungen
über klimafreundliche Technologien bis hin zur Erstellung unserer
ersten Gemeinwohlbilanz. Damit schaffen wir die Grundlage für eine
wirtschaftlich erfolgreiche und verantwortungsvolle Weiterentwicklung
des Standorts“, erläutert Doris Pulker-Rohrhofer, technische
Geschäftsführerin des Hafens Wien.

Agenda 2026: Vom Vorreiter zum Maßstab

Der Hafen Wien will seine Vorreiterrolle weiter ausbauen. Im
Fokus stehen:

– Ausbau von thinkport VIENNA als internationale
Innovationsdrehscheibe

– Ausbau emissionsarmer Logistik und E-Lkw-Infrastruktur

– Erweiterung der Energieversorgung durch Photovoltaik und
Eigenstromproduktion

– Stärkung des Hafens als zentrale Plattform für urbane Versorgung,
Resilienz und nachhaltige Stadtentwicklung

„Der Hafen Wien zeigt damit eindrucksvoll, wie wirtschaftlicher
Erfolg, Innovation und Klimaschutz Hand in Hand gehen können – und
wie die Infrastruktur von morgen schon heute entsteht“, so Novak
abschließend.

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