Zum Internationalen Tag des Gemüses: Steirer essen immer mehr Gemüse

Graz (OTS) – Frisches Gemüse aus der Nähe. Der morgige Internationale
Tag des
frischen Gemüses macht weltweit auf die Bedeutung von frischem Gemüse
für Gesundheit und nachhaltige Ernährung sowie auf die regionale
Herkunft aufmerksam. Die Steiermark, das flächenmäßig drittgrößte
Gemüseanbauland Österreichs, zeichnet sich durch ihre bunte
Gemüsevielfalt aus. Gerade jetzt ist die Auswahl besonders groß: von
Gurken, Paradeisern, Paprika, Zucchini bis hin zu Brokkoli, Karfiol,
Fenchel, Karotten, Kohlrabi, Spargel oder dem traditionellen Grazer
Krauthäuptel bietet die Steiermark eine beeindruckende Vielfalt an
Frischgemüse. „32.400 Tonnen Gemüse haben die rund 600 steirischen
Gemüsebäuerinnen und Gemüsebauern im Vorjahr geerntet. Das
unterstreicht die Leistungsfähigkeit dieser wichtigen agrarischen
Branche, die sehr innovativ und vielfältig ist“ , betont
Landwirtschaftskammer Steiermark-Präsident Andreas Steinegger und
verweist gleichzeitig auf die kurzen Transportwege des heimischen
Gemüses.

Regional einkaufen, heimische Landwirtschaft stärken. Frisches
Gemüse aus der Steiermark ist auf Bauernmärkten, in Hofläden,
bäuerlichen Selbstbedienungsläden sowie im Lebensmittelhandel
erhältlich. Orientierung beim Einkauf bietet das AMA-Gütesiegel. Es
garantiert heimische Herkunft, hohe Produktionsstandards und eine
lückenlose Kontrolle entlang der gesamten Wertschöpfungskette. „Damit
die Branche auch künftig erfolgreich wirtschaften kann, braucht es
faire Wettbewerbsbedingungen, Transparenz bei der Herkunft und die
notwendigen Rahmenbedingungen für die Anpassung an den Klimawandel“ ,
sagt Fritz Raue r, Obmann des steirischen Gemüsebauverbandes.

Klimawandel fordert Anpassungen. Trotz positiver
Marktentwicklungen steht der Gemüsebau vor großen Herausforderungen.
Wetterextreme, längere Trockenphasen, Starkregenereignisse,
Hitzeperioden und neue Schädlinge erhöhen den Druck auf die Betriebe.
Die Niederschlagsdefizite im Frühjahr 2026 konnten im Gemüsebau
weitgehend durch Bewässerung ausgeglichen werden. „Gleichzeitig
zeigte sich einmal mehr, wie entscheidend eine gesicherte
Wasserversorgung für die Zukunft des Gemüseanbaus ist. Investitionen
in effiziente Bewässerungssysteme, angepasste Sorten und innovative
Anbaumethoden werden daher zunehmend wichtiger“ , unterstreicht
Steinegger .

Gemüsekonsum steigt kontinuierlich. Die Bedeutung von Gemüse in
der Ernährung nimmt weiter zu. Lag der Pro-Kopf-Verbrauch in
Österreich 1996 noch bei 92 Kilogramm, werden heute bereits mehr als
117 Kilogramm Gemüse pro Person und Jahr konsumiert, das ist ein Plus
von 27 Prozent. Besonders beliebt sind Paradeiser, Zwiebeln und
Karotten. Auch aktuelle Konsumdaten bestätigen diesen Trend: Laut
RollAMA essen 18 Prozent der österreichischen Haushalte mehrmals
täglich Gemüse, weitere 26 Prozent täglich und 46 Prozent mehrmals
pro Woche.