Angewandte Festival 2026: 4 Tage Kunst und Diskurs

Wien (OTS) – Von 1. bis 4. Juli 2026 lädt die Universität für
Angewandte Kunst
Wien zum Angewandte Festival und gibt Einblick in die aktuellen
Diskurse aus Kunst, Design, Architektur und Gesellschaft. Ab Mittwoch
16.00 Uhr sind für die Dauer des Festivals die Universitätsstandorte
für ein breites Publikum geöffnet, Ausstellungen und
Abschlussarbeiten können individuell oder im Rahmen von Führungen
besucht werden. Ein multidisziplinäres Programm knüpft an die
präsentierten Arbeiten an und zeigt, wie die Angewandte über
disziplinäre Grenzen hinweg Impulse in die Gesellschaft trägt. Auch
räumlich wirkt das Festival in die Stadt hinein: Für die Dauer des
Festivals wird der Oskar-Kokoschka-Platz für den Autoverkehr gesperrt
und mit einer künstlerisch-diskursiven Bespielung des Instituts für
Sprachkunst zum freien Treffpunkt und Möglichkeitsraum.

Presse-Preview am 1. Juli 2026, 11.00 Uhr, Oskar-Kokoschka-Platz
2
Anmeldung unter [email protected]

Festival-Eröffnung: 1. Juli, 16.00 Uhr, Oskar-Kokoschka-Platz 2

Zur Platzgestaltung
Unter dem Titel unfinished business interagieren Studierende des
Instituts für Sprachkunst auf Oskar-Kokoschka-Platz vor dem
Universitätsgebäude mit Besucher*innen, Passant*innen und der
Öffentlichkeit. Texte der Studierenden sind auf dem Platz zu hören,
sind ausgestellt und können mitgenommen werden. Autor*innen verfassen
ad hoc Auftragstexte für Besucher*innen, die sich gleich auch Bücher
für jegliche Lebenssituationen verschreiben lassen können. Texte
werden auf Textilien gedruckt, im Chor gesprochen, verdichtet,
bleiben im Raum stehen. So entsteht ein Ort aus Sprache und Sprechen.

Der Sprachchor vermisst den Stadtraum: Welche Orte werden platt
gemacht, und wo finden sich Räume des Commoning? Bei der Führung VON
3.5 AUF 135°: TREFF PUNKT LUEGER STURZ (täglich um 17.00 Uhr, Start
bei der Oskar-Kokoschka-Büste vor dem Universitätsgebäude am Oskar-
Kokoschka-Platz) wird gemeinsam mit Aktivist*innen, Historiker*innen,
jüdischen Stimmen und Vertreter*innen der Stadt das
Gedankenexperiment eines nicht nur in Schieflage versetzen Ehrenmals
unternommen.

Zu den Ausstellungen
An allen Ecken der Universität sind während des Festivals
Ausstellungen und Abschlussarbeiten zu sehen: Mehrere Abteilungen
laden zu Tisch oder zum Sitzen ein – das Institut für Architektur in
ihre Ausstellung A Table, Social Design veranstaltet ein
„grenzenloses Bankett als viertägiges Festmahl. Industrial Design (
formate ) als auch Design Investigations ( Sitting with the Trouble )
präsentieren Semesterarbeiten zum Thema Sitzen.

Design und narrative Medien beleuchtet in der Ausstellung Mind
the gap die Lücken der uns umgebenden Narrative und die Abteilung
Kommunikationsdesign fragt, wie eine Demokratiebewegung aussehen kann
( Ganzheitliches Design einer Demokratiebewegung ). Angewandte
Fotografie und zeitbasierte Medien lädt zu Ways of Seeing, TransArts
bewegt sich zwischen Making Art When The World is Burning und Haas
is’s! (It´s hot!). Expanded Museum Studies ist Hot&critical und lädt
mit einer zweiten Ausstellungsposition ins Wirt*innenhaus ein.

Am Standort Georg-Coch-Platz sind in der ehemaligen Postsparkasse
die Ausstellungen der Abteilungen Digitale Kunst, Art & Science,
Cross-Disciplinary Strategies und Experimental Game Cultures zu
finden und besonders am Donnerstag empfiehlt sich ein Besuch am
Paulusplatz für den Paulusplatztag der Abteilungen Ortsbezogene Kunst
und Skulptur & Raum.

Programm und Führungen
Beliebter Fixpunkt des Festivals ist das Best-of-Animation-Screening
der Abteilung Malerei und Animationsfilm geworden, das am
Donnerstagabend mit der Dämmerung ab 21.30 Uhr im Innenhof des Oskar-
Kokoschka-Platz startet. Kurzfilme und Videoarbeiten sind unter dem
Titel Angewandte Screenings erstmals auch für die gesamte
Festivaldauer im Auditorium in der Vorderen Zollamtsstraße zu sehen.

Täglich werden thematische Führungen mit einer Auswahl an
Ausstellungen angeboten, zudem ‚ AAA-Führungen mit Studierenden und
externen Dialoggästen zu Abschlussarbeiten verschiedener Abteilungen.

Themenführungen: Mi / Do / Fr: 18.00 Uhr + Sa: 15.00 Uhr
‚AAA-Dialogführungen: Mi: 19.00 Uhr + Do / Fr: 18.00 Uhr + Sa: 13.00
Uhr

Eine Führung für Familien mit Kindern von 3 bis 7 Jahren steht am
Samstag, 4.7. um 11.00 Uhr auf dem Programm. Spielerisch werden
Ausstellungen der Abteilungen besucht, Kinderbücher aufgeschlagen,
Superheld*innen analysiert und der Bühnenraum wortwörtlich begriffen.
Paul Petritsch und Hans Schabus führen am Donnerstag, 2.7. von 15.30
bis 17.30 Uhr durch die Diplomausstellungen am Paulusplatz (
Treffpunkt direkt vor Ort: Paulusplatz 5, 1030 Wien). Im Anschluss
findet dort ein Performance- und Musikprogramm statt.

Das Angewandte Performance Lab lädt mit Performances zur Open
Stage als Abschluss am Samstag, 4.7. ab 15.00 Uhr. Am Donnerstag und
Freitag von 11.00 bis 16.00 Uhr können geben die Werkstätten der
Angewandten besucht werden und bieten zusätzlich mit Workshop-,
Ausstellungs- und Vermittlungsformate an. Sie geben Einblick jene
Räume, in denen ein Großteil der Projekte in den Ausstellungen
entstanden ist.

Zu den inklusiven Angeboten des Festivals zählen Programmpunkte,
die in Gebärdensprache (ÖGS) gedolmetscht werden (Eröffnung,
Abschlusslesung der Sprachkunst), Taktiles Erzählen –
Buchgestaltungen für Jugendliche mit Sehbeeinträchtigung als
Kooperationsprojekt von Sprachkunst und Textiles Lehramt sowie BINGO!
-Tour – eine spielerische Tour zu unerwarteten Orten der Angewandten
in leichtverständlicher Sprache.

Öffnungszeiten der Ausstellungen:
Mittwoch 16.00–21.00 Uhr (Eröffnung um 16.00 Uhr am Oskar-Kokoschka-
Platz) Donnerstag & Freitag 11.00–21.00 Uhr
Samstag 11.00–18.00 Uhr

Detailprogramm unter https://www.angewandtefestival.at/2026
Presse und Foto-Download : https://www.dieangewandte.at/presse