ÖVP – Zierfuß: Neos-„Schulautonomie“ hört beim Ventilator auf

Wien (OTS) – „Während Schüler und Lehrkräfte bei Temperaturen von
weit über 30
Grad in den Klassenräumen ausharren müssen, verweigert die Stadt Wien
sogar gespendete Ventilatoren. Das Neos-Autonomieverständnis hört
offenbar bei Ventilatoren auf. Das ist völlig unverständlich und
fahrlässig“, kritisiert der Klubobmann der Wiener Volkspartei und
Bildungssprecher Harald Zierfuß. Besonders irritierend sei die
Begründung der zuständigen MA 56. Diese habe laut Aussagen eines
Elternvertreters im ORF Radio darauf verwiesen, dass Ventilatoren
nicht ausreichend „effizient“ seien. „Wenn Eltern bereit sind, selbst
Geld in die Hand zu nehmen, um die Lernbedingungen ihrer Kinder zu
verbessern, sollte die Stadt Wien dankbar sein und unterstützen,
statt neue Hürden aufzubauen“, so Zierfuß.

Für die Wiener Volkspartei zeigt der Fall einmal mehr, dass die
von den Neos propagierte Schulautonomie nur auf dem Papier existiert.
„Sobald vor Ort pragmatische Lösungen gegen die unerträgliche Hitze
in den Schulen gefunden werden, läuft sich die unbarmherzige
Verwaltungsmaschinerie der Stadt Wien erst richtig warm. Von echter
Schulautonomie kann hier keine Rede sein“, so Zierfuß.

Gerade angesichts zunehmender Hitzeperioden brauche es rasche und
unbürokratische Maßnahmen. „Niemand behauptet, dass Ventilatoren die
langfristige Lösung für überhitzte Klassenräume sind. Aber wenn die
SPÖ-Neos-Stadtregierung seit Jahren keine ausreichenden Maßnahmen
gegen die Hitze in Schulen setzt, darf sie zumindest kurzfristige
Verbesserungen nicht blockieren“, betont Zierfuß.

Die Wiener Volkspartei fordert Neos-Bildungsstadträtin Emmerling
daher auf, den Schulen mehr Handlungsspielraum einzuräumen und
einfache Maßnahmen zur Verbesserung des Raumklimas rasch zu
ermöglichen. „Wer ständig von Bildungschancen und Bildungsversprechen
spricht, darf nicht akzeptieren, dass Kinder und Lehrkräfte während
Hitzewellen unter Bedingungen lernen und arbeiten müssen, die
konzentrierten Unterricht nahezu unmöglich machen“, so Zierfuß
abschließend.