Wien (OTS) – Im Pilnacek-Untersuchungsausschuss werden heute der
Leiter der
Oberstaatsanwaltschaft Wien, Johann Fuchs, und der Gerichtsmediziner
Stefano Longato befragt. Der freiheitliche Verfassungssprecher NAbg.
MMag. Dr. Michael Schilchegger betonte im Vorfeld die Notwendigkeit
der lückenlosen Aufklärung.
Die Befragung von Oberstaatsanwalt Johann Fuchs sei dabei
besonders entscheidend, um seine tatsächliche Rolle in der Causa zu
beleuchten. „Es gilt zu klären, welche Rolle Herr Fuchs hier gespielt
hat. E-Mails belegen, dass er in Informationsflüsse eingebunden war.
Inwiefern er also tatsächlich involviert war, muss heute geklärt
werden“, erklärte Schilchegger.
Bezüglich der Befragung des Gerichtsmediziners Longato verwies
Schilchegger darauf, dass dieser die Suizid-These der Behörden in
Zweifel gezogen hat. „Es ist etablierte Praxis, dass auch
Privatgutachten von ausgewiesenen Experten in Verfahren eine Rolle
spielen. Die fachliche Meinung eines Experten ist stets relevant“,
betonte der Verfassungssprecher. „Die fachliche Meinung eines
Experten wird nicht dadurch besser oder schlechter, ob sie von einem
Gericht beauftragt oder privat eingeholt wurde. Die entscheidende
Frage ist doch: Wovor hat man Angst? Wenn die Ermittlungen lückenlos
und korrekt waren, warum versucht man dann, eine zweite fachliche
Meinung zu unterbinden?“
Abschließend hielt der FPÖ-Verfassungssprecher fest: „Unser Ziel
ist es, die offenen Fragen zu der Rolle des OStA-Wien-Chefs Fuchs und
zu den gerichtsmedizinischen Gutachten lückenlos aufzuklären. Der
heutige Tag ist ein weiterer Schritt, um Licht in diese Angelegenheit
zu bringen.“





