Wien (OTS) – Mit Clinical Trials Austria entsteht eine
österreichweite Plattform
für klinische Forschung. Sie soll Österreich im internationalen
Wettbewerb um Forschungsprojekte stärken und den Zugang zu klinischen
Studien verbessern.
Die PHARMIG gratuliert der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) dazu,
dass das von ihr initiierte Infrastrukturprojekt „Clinical Trials
Austria“ (CTA) eine Förderzusage vom Fonds Zukunft Österreich
erhalten hat. Dies hat die LBG kürzlich vermeldet. Das über einen
Zeitraum von vier Jahren mit 6,5 Millionen Euro geförderte Projekt
soll die Zusammenarbeit der an klinischen Prüfungen beteiligten
Akteure verbessern, Abläufe effizienter gestalten und Österreich als
Standort für internationale klinische Forschung attraktiver und
sichtbarer machen. Ergänzend ist mit dem Ausbildungsprogramm
„Clinical Trials Developer“ der Aufbau zusätzlicher Kompetenzen im
Management klinischer Prüfungen vorgesehen.
„Internationale Studien werden dort durchgeführt, wo Verfahren
effizient sind und wo starke Forschungsnetzwerke bestehen. Clinical
Trials Austria schafft genau diese Voraussetzungen“ , betont
Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG. Auch Patient:innen
profitieren von einem starken Studienstandort: Klinische Prüfungen
ermöglichen in der Regel einen frühen Zugang zu innovativen Therapien
und eröffnen neue Behandlungsmöglichkeiten. Ein moderner, gut
funktionierender Studienstandort schafft Vorteile für Forschung,
Wirtschaft und Patient:innen gleichermaßen. Dass sich Investitionen
in klinische Forschung lohnen, zeigt auch ihre wirtschaftliche
Bedeutung: Industrie-gesponserte klinische Prüfungen generieren laut
einer jüngst publizierten Studie des Instituts für pharmaökonomische
Forschung IPF jährlich eine Bruttowertschöpfung von 174 Millionen
Euro und gleichzeitig ersparen sie dem Gesundheitssystem Ausgaben in
Höhe von jährlich 122,28 Mio. Euro. Klinische Forschung sollte daher
als wichtiger Bestandteil einer modernen Gesundheitsversorgung
verstanden werden.
Für die PHARMIG ist das CTA-Projekt ein wichtiger Baustein im
Hinblick auf die erwartete Life-Sciences-Strategie. „Mit Clinical
Trials Austria entsteht eine zentrale Anlaufstelle, die eine
erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, öffentlicher Hand
und Industrie ermöglicht. Damit das Projekt sein volles Potenzial
entfalten kann, ist entscheidend, dass sich alle relevanten Akteure
aktiv beteiligen. Nur durch eine breite Mitwirkung lassen sich
Prozesse österreichweit harmonisieren, föderale Hürden abbauen und
einheitliche Standards etablieren. Darüber hinaus gilt es, diesen
Impuls mit einer ambitionierten Life-Sciences-Strategie
weiterzuführen“ , so Herzog.
Dazu gehören die weitere Optimierung regulatorischer Verfahren,
zusätzliche Investitionsanreize für Forschung und Entwicklung,
verbesserte Rahmenbedingungen für die pharmazeutische Produktion
sowie ein moderner, innovationsfördernder Marktzugang für neue
Therapien. „Österreich braucht Rahmenbedingungen, in denen Forschung,
Produktion und Versorgung gemeinsam wachsen können. Nur so bleibt der
Standort langfristig attraktiv und die Versorgung der Patientinnen
und Patienten gesichert“, so Herzog abschließend.
Über die PHARMIG: Die PHARMIG ist die freiwillige
Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit
hat der Verband ca. 120 Mitglieder (Stand Juli 2026), die den
Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die PHARMIG und ihre
Mitgliedsfirmen stehen für eine bestmögliche Versorgungssicherheit
mit Arzneimitteln im Gesundheitswesen und sichern durch Qualität und
Innovation den gesellschaftlichen und medizinischen Fortschritt.





