FPÖ – Stumpf: Stadt Wien hat Wiener über Asbestfunde getäuscht

Wien (OTS) – „Wir wurden getäuscht“, erklärt heute Wiens
FPÖ-Umweltsprecher LAbg.
Michael Stumpf nach der Bestätigung der Stadt Wien, dass an
zahlreichen Stellen in Wien Asbest im Straßenbelag gefunden wurde.
Besonders brisant sei, dass diese Wahrheit erst unter starkem
öffentlichen Druck ans Licht gekommen sei.

„Noch im März wurde unsere Anfrage mit dem Hinweis beantwortet,
weder die MA 48 noch die MA 54 hätten belastetes Material für den
Straßenbelag bezogen. Und jetzt ist es sicher, dass diese Aussagen
schlicht falsch waren“, so Stumpf und führt aus:

„Jetzt bestätigt die Stadt Wien selbst, dass an mehreren Straßen
Asbest nachgewiesen wurde, und ordnet in Alarmreaktion
Sofortmaßnahmen an“, allein das zeige, wie gravierend die Lage
tatsächlich ist. Umso unverständlicher sei es, dass man die Anfrage
der FPÖ damals mit „Beschwichtigungen beantwortet hat“, führt Stumpf
aus, der inzwischen von einem handfesten Umweltskandal mit
Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung spricht.

Für die FPÖ Wien steht fest, dass der Schutz der Gesundheit für
die Bevölkerung oberste Priorität hat. Die Freiheitlichen fordern
daher eine sofortige und vollständige Offenlegung sämtlicher
betroffener Straßenzüge, aller Lieferketten und Materialherkünfte der
vergangenen Jahre sowie absolute Transparenz über sämtliche
Untersuchungsergebnisse.

Darüber hinaus brauche es ein lückenloses Sanierungs- und
Entsorgungskonzept mit klaren Fristen sowie eine schonungslose
Aufklärung darüber, wer wann über mögliche Risiken informiert war und
warum belastetes Material trotz angeblicher Sicherheitsmaßnahmen in
Wien verbaut werden konnte

„Die Bestätigung der Stadt Wien macht für uns deutlich, dass
unsere damaligen Zweifel mehr als berechtigt waren. Wenn sich
herausstellt, dass die Wienerinnen und Wiener über Jahre hinweg einer
Gefahr ausgesetzt wurden, wird es auch Konsequenzen brauchen“,
kündigt Stumpf abschließend den Einsatz weiterer parlamentarischer
Kontrollinstrumente an.