Wien (OTS) – Der nicht amtsführende Stadtrat Peter Kraus hat heute,
Mittwoch, im
Rahmen einer Pressekonferenz im Rathaus kritisiert, dass die
Stadtregierung nach der letzten Hitzewelle „nichts dazugelernt“
hätte. „Seit Ende Juni ist genügend Zeit gewesen, um zumindest
einfache, kurzfristig umsetzbare Maßnahmen wie die längere Öffnung
‚Cooler Zonen‘, das Aufstellen mobiler Beschattung oder das
Bereitstellen von Ventilatoren auf den Weg zu bringen“, so Kraus.
Anscheinend fehle es am politischen Willen seitens der
Stadtregierung, solche und weitere Maßnahmen umzusetzen, so die grüne
Vermutung. Andere Städte in Europa würden umgehend handeln, so die
Kritik: In Prag und Rom seien kurzfristig die Feuerwehren ausgerückt,
um Straßen zu kühlen, in Florenz seien mehr als 50 zusätzliche
Schutzräume geöffnet worden und in Zagreb seien die städtischen
Freibäder an Hitzetagen gratis.
Neben diesen kurzfristigen Aktionen benötige die Stadt einen
umfassenden Hitzeschutzplan. Die Ausarbeitung eines solchen Plans und
die Koordinierung aller Maßnahmen wie Kühlungskonzepte für Schulen
und Kindergärten oder die verstärkte Beschattung des öffentlichen
Raums durch 100.000 neue Bäume im Straßenraum soll ein Hitze-
Krisenstab übernehmen, verlangte Kraus. Es brauche eine Stelle über
Ressortgrenzen hinweg mit klaren Zuständigkeiten, Prioritäten,
Zeitplänen und finanziellen Mitteln. „Wir müssen die Klimakrise als
Katastrophe wie beispielsweise eine Überflutung verstehen, für die es
Maßnahmen braucht – nicht nur kurzfristig, sondern auch durch
Begrünung im öffentlichen Raum“, ergänzte Margaretens grüner
Bezirksvorsteher Michael Luxenberger, der die Streichung von
Förderungen für Klimawandelanpassung als falsch kritisierte.
Weitere Informationen: Grüner Klub im Rathaus, Kommunikation,
Tel.: 01/4000-81814 (Schluss) nic





