FPÖ-Angerer/Ofner: ORF dreht Kärntnern die Sender ab, kassiert aber weiter Zwangsgebühr!

Klagenfurt (OTS) – Scharfe Kritik an den geplanten Abschaltungen
zahlreicher ORF-
Sendeanlagen üben heute FPÖ-Klubobmann Erwin Angerer und Klubobmann-
Stv. Josef Ofner. Wie die „Kronen Zeitung“ aufdeckte, soll rund ein
Fünftel des terrestrischen Sendernetzes für Fernsehen und UKW-Radio
in Österreich abgeschaltet werden. Besonders betroffen ist dabei der
ländliche Raum. In Kärnten sollen laut den von der „Krone“
veröffentlichten Listen unter anderem Sendeanlagen in Arriach,
Guttaring, Hüttenberg, Liebenfels, Maria Wörth, Straßburg, St.
Lorenzen und Techendorf betroffen sein. Die Abschaltungswelle in
Kärnten droht mit 18. August.

„Sender abschalten und trotzdem weiter kassieren – das ist
offenbar das neue Motto des ORF. Tausende Kärntner zahlen weiterhin
verpflichtend die ORF-Haushaltsabgabe, während ihnen der ORF
gleichzeitig die Versorgung abdreht. Dass die betroffenen Menschen
darüber offenbar nicht einmal entsprechend informiert wurden, setzt
dem Ganzen die Krone auf. Die Hörer und Seher im ländlichen Raum sind
dem Küniglberg offensichtlich egal“, kritisiert FPÖ-Klubobmann Erwin
Angerer.

Österreichweit sollen rund 64.000 Menschen davon betroffen sein.
Bemerkenswert sei, dass wieder einmal der ländliche Raum zum Handkuss
komme, während in Wien keine einzige Anlage betroffen sein soll.
Statt bei aufgeblähten Strukturen, Spitzengehältern und Privilegien
zu sparen, spare der ORF bei der Versorgung der Bevölkerung.
Gleichzeitig wird die Haushaltsabgabe ohne Wenn und Aber weiter
eingehoben. Das sei an Dreistigkeit kaum zu überbieten.

Klubobmann-Stv. und Bürgermeister Josef Ofner, dessen Gemeinde
ebenfalls von den Senderabschaltungen betroffen ist, warnt
insbesondere vor den Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit:
„Gerade in einem Bundesland wie Kärnten mit seinen vielen Tälern und
abgelegenen Regionen ist eine flächendeckende terrestrische
Versorgung von besonderer Bedeutung. Bei Unwettern, Hochwasser,
Stromausfällen oder anderen Katastrophen können Radio und Fernsehen
eine wichtige Informationsquelle für die Bevölkerung sein. Jahrelang
wurde uns erklärt, dass genau diese Versorgung im Krisen- und
Katastrophenfall eine wesentliche Aufgabe des öffentlich-rechtlichen
Rundfunks sei. Wenn der ORF nun ausgerechnet im ländlichen Raum
Sender abdreht, führt er seine eigene Argumentation ad absurdum.“

Für Angerer und Ofner zeigen die Abschaltungen einmal mehr den
dringenden Reformbedarf beim ORF: „Wer kassiert, muss auch liefern!
Es kann nicht sein, dass die Kärntner zwangsweise zur Kasse gebeten
werden, während gleichzeitig Leistungen und Versorgung zurückgefahren
werden. Dieser ORF braucht eine grundlegende Reform. Die ORF-
Zwangsgebühr gehört endlich abgeschafft!“