Wien (PK) – Wien/Auschwitz (PK) – Der Zweite Präsident des
Nationalrates und
Vorsitzende des Nationalfonds der Republik Österreich, Peter Haubner,
hat am Dienstag gemeinsam mit den beiden Vorständinnen des
Nationalfonds, Hannah Lessing und Judith Pfeffer, das Staatliche
Museum Auschwitz-Birkenau besucht. Im Mittelpunkt standen das
Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, die Auseinandersetzung
mit der Geschichte des Holocaust sowie die historische Verantwortung
Österreichs.
Auschwitz sei ein Ort, an dem Geschichte nicht abstrakt bleibe
und der sich zugleich dem Vergessen entgegenstelle, so Haubner.
„Hinter den Zahlen stehen Menschen, Familien und Lebensgeschichten,
die ausgelöscht wurden, als hätten sie nie existiert. Es ist unsere
moralische Verantwortung, den beispiellosen Zivilisationsbruch des
Nationalsozialismus niemals zu relativieren, niemals zu verharmlosen
und niemals zu vergessen“, betonte der Präsident.
Österreichische Länderausstellung „Entfernung“
Gemeinsam mit dem Vizedirektor der Gedenkstätte, Andrzej
Kacorzyk, besuchte Peter Haubner das ehemalige Stammlager Auschwitz
I. Neben der Dauerausstellung und der israelischen Länderausstellung
befindet sich hier auch die österreichische Länderausstellung.
Der Nationalfonds der Republik Österreich ist mit dem laufenden
Betrieb der Ausstellung „Entfernung – Österreich und Auschwitz“ in
Block 17 betraut. Der Titel steht nicht nur für die geografische
Distanz zwischen Österreich und Auschwitz, sondern vor allem für die
Entfernung der nach Auschwitz deportierten Menschen – aus Österreich
und aus dem Leben. Neben dem Schicksal der österreichischen Opfer in
Auschwitz und dem Widerstand von österreichischen Häftlingen im
Konzentrationslager wird vor allem auch die Beteiligung von
Österreichern als Täter und Helfer an den dort begangenen Verbrechen
erzählt.
Kranzniederlegung an der Todeswand: Erinnerung verpflichtet
Zwischen 1941 und 1943 wurden mehrere Tausend Menschen an der
sogenannten Todeswand zwischen Block 10 und Block 11 erschossen.
Haubner nahm dort an einer Gedenkzeremonie teil und legte einen Kranz
für die Opfer des Nationalsozialismus nieder. Zudem besuchte er den
Gedenkort für die im ehemaligen „Zigeunerfamilienlager“ ermordeten
Sinti und Roma in Auschwitz II – Birkenau.
„Erinnerung ist nicht nur ein Blick in die Vergangenheit, sondern
eine Verpflichtung für heute und morgen. Damit Erinnerung lebendig
bleibt, muss sie immer wieder neue Wege finden, gerade auch junge
Menschen erreichen und die Geschichte hinter den Zahlen sichtbar
machen. Es ist unser aller Aufgabe, die Zukunft des Erinnerns zu
gestalten und die Menschlichkeit in der Gegenwart zu verteidigen“, so
der Zweite Nationalratspräsident.
Fortsetzung der Dienstreise in Krakau
Der Besuch des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau war Teil
von Haubners Reise nach Polen. Am Mittwoch stehen weitere
Arbeitstermine in Krakau auf dem Programm. (Schluss) red
Rückfragen:
Marie-Jacqueline Mann
Büro des Zweiten Präsidenten des Nationalrats Peter Haubner
Pressesprecherin
Mobil: +43 676 8900 2789
E-Mail: [email protected]
HINWEIS: Fotos von dieser Reise finden Sie im Webportal des
Parlaments .





