Wien (OTS) – Der 15. August ist der „Tax Freedom Day” in Österreich.
Bis zu diesem
Tag arbeiten die Österreicher exklusiv dafür, um die Kassen des
Staates zu füllen. Erst ab dem 16. August gelangt das im Beruf
verdiente Geld auch in den Taschen der Österreicher. Für FPÖ-
Wirtschaftssprecherin Nabg. Barbara Kolm ist das ein untragbarer
Zustand: „Dieser Umstand belastet nicht nur die Österreicher, denen
immer weniger Geld zum Leben bleibt, sondern auch der Wirtschaft, die
durch die hohen Arbeitskosten im internationalen Vergleich immer
weniger bestehen können. Aber anstatt dass der Staat bei sich spart,
werden weiterhin die Leistungsträger in unserem Land mit Sparpaketen
belastet.”
Die bekannte Lohnbelastung liegt bei 46 Prozent der
Arbeitskosten. Diese Zahl sei aber nur die halbe Wahrheit, denn die
tatsächliche Gesamtbelastung liege bei 62,12 Prozent. „An 227 von 365
Tagen arbeiten die Österreicher damit exklusiv für den Staat, denn
die Lohnbelastung ist nicht die Gesamtbelastung”, erklärt Kolm.
Die übliche Rechnung endet beim Lohnzettel: Lohnsteuer,
Sozialversicherungsbeiträge beider Seiten und Lohnnebenkosten
summieren sich beim Mediangehalt auf 33.407 Euro, das sind 46,3
Prozent der gesamten Arbeitskosten von 72.206 Euro. Diese
Lohnbelastung entspricht in etwa dem, was OECD und Finanzministerium
als Abgabenkeil ausweisen. Sie ist erdrückend, und sie ist trotzdem
nur der Anfang. Denn besteuert wird weiter, sobald das Netto
ausgegeben wird: Umsatzsteuer auf jeden Einkauf, Mineralölsteuer an
der Zapfsäule, Energieabgaben, dazu Unternehmensabgaben, die über
Preise und Löhne bei den Beschäftigten landen. Rechnet man diese
Abgaben dazu, wächst die Last des Medianverdieners auf 44.857 Euro:
eine Gesamtbelastung von 62,12 Prozent.
Für Wirtschaftsbetriebe seien Arbeitskosten längst eine
Standortfrage, so die FPÖ-Wirtschaftssprecherin: „Werden die
Arbeitskosten bei einem Mitarbeiter erhöht, kommt davon nach allen
erfassten Abgaben viel weniger an. Betriebe, die händeringend
Fachkräfte suchen, konkurrieren mit einem Staat, der an jeder
Lohnerhöhung doppelt so viel verdient wie der Mitarbeiter selbst.”
„Der Staat verfügt über Rekord-Steuereinnahmen. Österreich hat
kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem. Daran muss die
Regierung arbeiten und nicht daran, wie man den Menschen weiterhin
ein Sparpaket nach dem anderen aufbürdet. In diese Richtung bleibt
die Verlierer-Ampel allerdings tatenlos”, so FPÖ-
Wirtschaftssprecherin NAbg. Barbara Kolm.





