Wien (OTS) – GRin Sabine Keri (ÖVP) merkte an, dass in der bisherigen
Debatte die
Sportvereine zu kurz gekommen seien. Diese Vereine müssten von der
Stadt als Partnerinnen gesehen und auch dementsprechend behandelt
werden. Im Bereich Basketball „gibt es viel zu wenige Plätze“,
beklagte Keri. Im vorliegenden Konzept für den Kinderschutz, müsse
man auch die Eltern miteinbeziehen. Auch seien beim dazu
stattfindenden runden Tisch zwar zwei Funktionär*innen der SPÖ
eingeladen, Vertreter*innen anderer Fraktionen würden aber fehlen.
Keri bedankte sich abschließend bei allen Beteiligten, die die Wiener
Vereine „am Laufen halten“.
GRin Dr. Arabel Bernecker-Thiel (NEOS) referierte über die
Bedeutung des Sports für die Stadt und die Gesellschaft. So würde
etwa Mädchen- und Frauensport den Ausübenden viele positive Impulse
und Aspekte bieten. Das gleiche gelte für den Behindertensport, wo es
nicht ausschließlich „um körperliche Fitness oder Aktivität, sondern
auch um Zusammenhalt und soziale Teilhabe“ gehe. Auch im Alter würde
Senior*innen vom Sport in Wien „profitieren“. Die Stadt fördere alle
diese Sparten, um den Erhalt der Gesundheit und des Zusammenhaltes zu
sichern. Sport stehe darüber hinaus auch für Lebensfreude.
GR Johann Arsenovic (GRÜNE) sprach über seine Rolle als
Funktionär beim Fußballverein Victoria im Bezirk Meidling. Er kenne
Wiens Fußballplätze gut, „wo man Begeisterung, Zusammenhalt und
Integration“, aber leider auch zunehmend Gewalt und Angriffe erleben
würde. Man dürfe den ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen in den Vereinen
nicht zu viel Last aufbürden. Es sei gut, dass Sportstadtrat Peter
Hacker (SPÖ) den Fußballverband aufgefordert habe, Konzepte zur
Gewaltvermeidung auszuarbeiten und die Vereine zu einem runden Tisch
eingeladen habe. Arsenovic wies auf die Bedeutung von Integration im
Sport hin. Es gebe in Wien vermehrt „ethnische Vereine“. Manche
dieser Spiele seien „Hochrisikospiele“, hier müsse man genau hinsehen
und Lösungen entwickeln, verlangte Arsenovic.
GR Harald Stark (FPÖ) wies auf den Profisport hin, der mit
Ausnahme mancher Frauenmannschaften in Wien „hinterherhinkt“. Stark
kritisierte die Verkehrsplanung der Stadt im Zuge des „Wings for
Life“ Runs. Manche Angebote, wie Radstrecken, seien sehr gut. Es gebe
aber zu wenige Plätze, wo Eltern ihren Kindern das Radfahren
beibringen könnten. Außerdem könnten zu wenige Kinder schwimmen.
Bewegung im Wasser müsse mehr gefördert werden, forderte Stark. Das
sei auch ein Sicherheitsthema, „denn der Tod im Wasser ist ein
leiser“.
GR Mag. Alexander Ackerl (SPÖ) sprach über die Wichtigkeit einer
aktiven Sportpolitik. Der moderne Alltag berge die Gefahr, „dass sich
die Menschen weniger bewegen als gut für sie ist“. Um dem
entgegenzuwirken, habe die Stadt etwa Sport- und Turngeräte in den
Wiener Parks errichtet. Das seien frei zugängliche Bewegungsangebote,
denn Sport habe viele positive Auswirkungen. Ackerl dankte allen
ehrenamtlichen Funktionär*innen für deren wertvolle Arbeit. Wien
investiere in den „Zusammenhalt“. So unterstütze die Stadt nicht nur
den Vienna City Marathon, „sondern auch das Basketballmatch im
Grätzl“. Ackerl zählte eine Reihe von Maßnahmen wie die Sanierung und
Neuerrichtung von Sportstätten auf.
Zwtl.: Tätigkeitsbericht 2025 des Stadtrechnungshofes Wien
GR Harald Zierfuß (ÖVP) dankte eingangs dem Stadtrechnungshof für
dessen wertvolle Arbeit. Zierfuß sprach von „Missständen“ im Wiener
Bildungssystem. Es würde zwar viel Geld investiert, das aber nicht
dort ankomme, wo es solle. So sei es etwa „kein Wunder, dass viele
Kinder, die aus Kindergärten kommen, kein Deutsch sprechen“. Man habe
10 Vereine überprüfen lassen, die Kindergärten betreiben, wobei
mitunter Fördermittelmissbrauch aufgedeckt worden sei und manche
Einrichtungen geschlossen worden seien. Zierfuß kritisierte einen
Fall, bei dem nicht nur ein Kindergarten geschlossen worden, sondern
dem Betreiber das veruntreute Geld auch noch erlassen worden sei. Man
müsse Konsequenzen ziehen und die Kinder der betroffenen
Einrichtungen unterstützen. Außerdem würden „städtische
Kindergartenplätze doppelt so viel kosten wie private
Kindergartenplätze“. Bei einer Überprüfung der Ausgaben kam heraus,
dass die Magistratsabteilung 10, die für die Kindergärten zuständig
ist, für mehrere Jahre keine Kostenrechnungen bereitstellen konnte.
Das sei bei jährlichen Gesamtausgaben in diesem Sektor in der Höhe
von mehr als einer Milliarde Euro „ein schlimmes Versagen“. Zierfuß
lobte die Arbeit in städtischen und privaten Einrichtungen, wo der
Betrieb gut und korrekt laufe. Er bezog sich abschließend auf
angebrachte Anträge zum Förderstopp für den Kinderbetreuungsverein
Abendstern, gleiche und faire Bezahlung für städtisches und privates
Kindergartenpersonal sowie ein transparentes und nachvollziehbares
Kostenrechnungsmodell für die MA 10.
GRin Dr. Maria In der Maur-Koenne (NEOS) entgegnete ihrem
Vorredner, dass dieser falsche Behauptungen aufstelle. Auch In der
Maur-Koenne bedankte sich für die Kotrollarbeit des
Stadtrechnungshofes. Diese Arbeit trage dazu bei, dass die Stadt
„besser“ werde. Sie referierte über die Tätigkeit und die Berichte
des Stadtrechnungshofs und wies darauf hin, dass bereits eine
Vielzahl der vom Stadtrechnungshof vorgeschlagenen Maßnahmen
umgesetzt worden seien.
GR Felix Stadler, BSc, MA (GRÜNE) schloss sich dem Dank seiner
Vorredner*innen an den Stadtrechnungshof an. Stadler kritisierte die
Aussage seiner direkten Vorrednerin, dass deren Vorredner „falsche
Behauptungen“ aufstelle, ohne zu präzisieren, was davon genau falsch
gewesen sei. Zum Tätigkeitsbericht 2025 lobte Stadtler unter anderem
die Kontrolle der Parteiausgaben und Wahlwerbekosten. Der
Effizienzbericht zu Wiener Wohnen habe aufgezeigt, dass es bei
Umstrukturierungen kein Qualitätsmanagement gegeben habe. Ein
weiterer Bericht über das Callcenter von Wiener Wohnen, das an
externe Dienstleister*innen ausgelagert worden sei, zeige, dass es an
Transparenz fehle, weil erwähnte Dienstleister*innen oft keinen
Einblick in ihr Geschäft gewähren würden. Bei einer Untersuchung zu
den Jugendzentren sei aufgezeigt worden, dass es dort mitunter an
baulicher Barrierefreiheit fehle. Stadler forderte mehr Inklusion in
den Wiener Jugendzentren. Auch bei den Wiener Volkshochschulen gebe
es Verbesserungsbedarf. Bei einigen privaten Trägerorganisationen sei
Fördermissbrauch festgestellt worden, das müsse in Zukunft verhindert
werden. (Forts.) wei





