Wien (OTS) – Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat die Ergebnisse
der Advanced
Grant Ausschreibung 2025 bekannt gegeben. In einem strengen und
hochkompetitiven Auswahlverfahren konnten sich 12 in Österreich
tätige Forschende gegen zahlreiche Mitbewerberinnen und Mitbewerber
durchsetzen und dabei 31,6 Millionen Euro an Fördermitteln für den
österreichischen Forschungsstandort einwerben. Dieses Ergebnis ist
nicht nur in absoluten Zahlen beträchtlich (Österreich liegt in
diesem Call auf Platz 8 im Länderranking nach Anzahl eingeworbener
Advanced Grants), sondern auch hinsichtlich der
überdurchschnittlichen Erfolgsquote von 15% (Erfolgsquote gesamt: 9,6
%) – ein eindrucksvoller Beleg für die internationale
Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Forschung. In dieser
Ausschreibungsrunde verzeichnete der ERC mit 3.329 Anträgen eine
Rekordbeteiligung, mit einem Anstieg von 31% gegenüber der
vorangegangenen Ausschreibung.
Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung Eva-Maria
Holzleitner gratuliert den 12 erfolgreichen Spitzenforscherinnen und
Spitzenforschern: „Ich gratuliere den zwölf Preisträgerinnen und
Preisträgern sowie ihren Forschungsinstitutionen sehr herzlich zu
diesem großartigen Erfolg. Die Auszeichnung mit einem ERC Advanced
Grant zählt zu den renommiertesten Anerkennungen für Spitzenforschung
in Europa. Dass bereits zum dritten Mal in Folge jeweils zwölf in
Österreich tätige Forschende diesen bedeutenden Grant einwerben
konnten, ist ein starkes Signal für die Exzellenz und internationale
Wettbewerbsfähigkeit unseres Forschungsstandorts und zeigt:
Österreich ist ein Land der Spitzenforschung! Unsere
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler leisten mit ihrer Arbeit
einen entscheidenden Beitrag dazu, die großen Fragen unserer Zeit zu
beantworten und den Fortschritt in Gesellschaft, Wirtschaft und
Technologie voranzutreiben. Gerade deshalb setze ich mich auf
europäischer Ebene weiterhin mit Nachdruck für ein starkes
Forschungsrahmenprogramm Horizon Europe ein. Exzellente Forschung
braucht verlässliche europäische Rahmenbedingungen und starke
Investitionen in Wissenschaft und Innovation.“
Jeweils zwei Advanced Grants gehen an Antragstellende der
Medizinischen Universität Innsbruck sowie der Universität Wien. Die
weiteren acht Grants wurden von Forschenden des CeMM –
Forschungszentrum für Molekulare Medizin (ÖAW-Institut), der Central
European University, des IMBA – Institut für Molekulare
Biotechnologie (ÖAW-Institut), des Institute of Science and
Technology Austria (ISTA), der Medizinischen Universität Wien, der
Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), sowie der
Technischen Universitäten in Graz und Wien eingeworben.
Die geförderten Projekte verteilen sich auf alle
Wissenschaftsbereiche des ERC: jeweils fünf Projekte sind im Bereich
der Physik und Ingenieurwissenschaften angesiedelt, vier Projekte
beschäftigen sich mit den Geistes- und Sozialwissenschaften und zwei
Projekte widmen sich Fragestellungen im Bereich der Life Sciences.
Für diese Ausschreibungsrunde stellt der ERC ein
Gesamtfördervolumen von 838 Millionen Euro für insgesamt 319 Projekte
in 24 EU-Mitgliedsstaaten und Staaten, die zu Horizon Europe
assoziiert sind, bereit. Damit werden über 3000 Stellen für Post-
Docs, Doktoranden und weiteres wissenschaftliches Personal
finanziert. Die meisten Projekte sind diesmal in Großbritannien
angesiedelt (62), gefolgt von Deutschland (46) und der Schweiz (29).
Die themenoffenen ERC Advanced Grants richten sich an bereits
etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der
Spitzenforschung, die in ihrer Forschung neue, bahnbrechende Wege
gehen möchten. Die Förderung kann für bis zu fünf Jahre beantragt
werden, wobei das maximale Budget bei 2,5 Millionen Euro liegt (in
Ausnahmefällen bis zu 4,5 Millionen Euro).
Bei Interesse an den verschiedenen Ausschreibungen des ERC bietet
die FFG als Nationale Kontaktstelle (National Contact Point, NCP) ein
breites Unterstützungsangebot, das neben Informationsveranstaltungen
und Trainings zur Antragstellung auch Feedback zu Projektanträgen und
Interview-Trainings umfasst. Horizon Europe: European Research
Council | FFG





