AK Niederösterreich zieht Steuerspar-Bilanz 2025: Mitglieder haben 20,9 Mio. Euro an Steuern zurückerhalten

St. Pölten (OTS) – Die AK Niederösterreich unterstützt ihre
Mitglieder direkt vor Ort
beim Steuerausgleich (Arbeitnehmer:innenveranlagung). 2025 haben mehr
als 16.000 Mitglieder dadurch 20,9 Millionen Euro an zu viel
bezahlten Steuern zurückbekommen. Auch heuer wird diese
Steuersparberatung fortgesetzt. Termine dafür gibt es in allen
Bezirksstellen der Arbeiterkammer Niederösterreich. „Jährlich lassen
niederösterreichische Arbeitnehme:rinnen Millionen Euro beim
Finanzamt liegen. Unsere Expertinnen und Experten helfen, die zu viel
bezahlten Steuern wieder zurückzuholen““, sagt AK Niederösterreich-
Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

Bereits zum 24. Mal finden die Steuerspar-Beratungen der AK
Niederösterreich statt. Seit einigen Jahren können die Mitglieder das
ganze Jahr hindurch ihre Beratungs-Termine wahrnehmen. „Mehr als 244
Millionen Euro haben unsere Mitglieder dadurch insgesamt von der
Finanz rückerstattet bekommen“, so Wieser. „Allein im Vorjahr waren
es 20,9 Millionen Euro“.

Wieser fordert eine faire Verteilung der Steuerlast

Die Arbeiterkammer Niederösterreich beschäftigt sich schon seit
Längerem mit der Frage, wie die Steuerlast fair verteilt werden kann.
80 Prozent der gesamten Steuern in unserer Republik werden von
Menschen getragen, 60 Prozent davon durch die Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer in Form der Sozialversicherungsabgaben und 20 Prozent
durch die Konsumentinnen und Konsumenten. „Durch verstärkten Einsatz
von Maschinen, Robotern, Automatisierung sowie Künstlicher
Intelligenz verändern sich jedoch Wertschöpfungsprozesse und
Beschäftigungsstrukturen. Heute ist der wirtschaftliche Erfolg der
Unternehmen in zunehmendem Maße an diesen Einsatz gebunden. Das
Verhältnis zwischen Mensch und Maschine beträgt nur noch 60 zu 40
Prozent. Wenn wir jedoch die Finanzierung unseres Sozialstaates
ansehen, dann werden die Abgaben nach wie vor ausschließlich auf die
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Konsumentinnen und
Konsumenten überwälzt. Die entstandene Wertschöpfung, die durch neue
Technologien erwirtschaftet wird, wird wenig bis gar nicht für
Finanzierung unseres Sozialstaates und der Steuerabgaben
herangezogen“, so Wieser. „Wir werden über diese Einbeziehung des
Anteils der Wertschöpfung von Robotik und Automatisierung nicht
umherkommen. Es braucht eine faire Verteilung der Abgaben, angepasst
an die heutigen Arbeitsrealitäten“, fordert Wieser.

Steuerexpertin Scharitzer: Steuer-Webinare werden gut angenommen

„Auch heuer können die Mitglieder ganzjährig ihren Termin der
Steuerspar-Beratung buchen. Und zwar unbürokratisch unter der
Telefonnummer 057171-26000 oder online auf der AK Website“, sagt AK-
Steuerexpertin Julia Scharitzer. Die Termine finden zu den
Öffnungszeiten der Bezirksstellen statt. Zusätzlich werden auch
Freitagnachmittagstermine vergeben. „Ganz wichtig ist uns ein
niederschwelliger Zugang für unsere Mitglieder. Sei es im
persönlichen Gespräch, telefonisch oder online. Sehr gefragt sind
unsere Steuer-Webinare. Im Vorjahr haben dieses Service mehr als
1.300 Mitglieder in Anspruch genommen“, so Scharitzer.