Wien (OTS) – „ Arbeitgeber müssen Verantwortung übernehmen – keine
weitere Kürzung
des Insolvenzbeitrags “, betont Ines Stilling, AK Bereichsleiterin
Soziales. Der IEF dient dazu, die Löhne und Gehälter von
Arbeitnehmer:innen zu sichern, wenn ihre Firma in Konkurs geht.
Gespeist wird der IEF durch sogenannte Lohnnebenkosten, also wichtige
Sozialstaatsbeiträge.
Stilling weiter: „ Als Vertretung von mehr als vier Millionen
Arbeitnehmer:innen ist eine Aufstockung des Insolvenzbeitrags für uns
unumgänglich. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten muss
sichergestellt sein, dass Beschäftigte ihr Geld bekommen, wenn die
Firma pleitegeht. Große Insolvenzen wie kika/Leiner haben
exemplarisch gezeigt, wie wichtig dieser Fonds ist. Dass
Sozialministerin Korinna Schumann in Medienberichten klargestellt
hat, keine weitere Durchlöcherung dieses Sicherheitsnetzes
zuzulassen, ist für die Arbeiterkammer eine gute Nachricht. “
Insolvenzbeitrag wurde stark gekürzt
2020/22 wurde der Insolvenzbeitrag auf Wunsch der Arbeitgeber bereits
0,35 Prozent auf 0,1 Prozent gekürzt. Das bedeutet einen Verlust von
fast 700 Millionen Euro im Jahr!
„ Wenn Insolvenzen aufgrund der schwachen Konjunktur zunehmen,
liegt es auf der Hand, dass der IEF aufgestockt werden muss.
Arbeitnehmer:innen, die unverschuldet den Job verlieren, müssen sich
in dieser schweren Situation darauf verlassen können, dass ihre
Ansprüche gesichert sind “, erklärt Stilling.
Die Arbeit der Stabsstelle Betrugsbekämpfung der AK Wien zeigt,
dass Insolvenzen von einigen unredlichen Unternehmern gezielt genutzt
werden, um ihre Lohnkosten der Allgemeinheit umzuhängen. Im
Regierungsprogramm sind Maßnahmen vorgesehen, um die
Haftungsbestimmungen dahingehend zu verschärfen – auch das wird von
der AK ausdrücklich begrüßt.





