Wien (OTS) – Unter dem Titel „Mehr als satt“ fand am 13. Jänner das
AMA-Forum in
der Eventlocation ARIANA in der Seestadt Wien statt. Inspirierende
Speaker, interessante Podiumsdiskussionen und das Jahresprogramm der
AMA-Marketing verfolgten insgesamt rund 1.000 Gäste online und vor
Ort.
Auch heuer luden der Aufsichtsratsvorsitzende Lorenz Mayr und die
Geschäftsführerin Christina Mutenthaler-Sipek im Namen der AMA-
Marketing zu Jahresbeginn zur traditionellen Netzwerkveranstaltung
„AMA-Forum“ ein, um gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus
allen Bereichen der Wertschöpfungskette ins neue Jahr zu starten.
Insgesamt nahmen knapp 500 Stakeholder vor Ort in der Eventlocation
ARIANA in der Seestadt Wien teil. Zusätzlich gab es eine Online-
Übertragung mit weiteren hunderten Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Damit bleibt das AMA-Forum weiterhin die größte
Netzwerkveranstaltungen der Land- und Lebensmittelwirtschaft in
Österreich.
„Wir leben in einer Zeit, in der Lebensmittel jederzeit verfügbar
sind und die Auswahl größer ist als je zuvor. Gleichzeitig gerät ihr
eigentlicher Wert immer mehr aus dem Blick – für unseren Körper,
unsere Umwelt und vor allem für die Menschen, die unsere Lebensmittel
täglich produzieren. In den letzten Monaten wurde fast nur über
Preise diskutiert. Wo bleibt dabei der Wert von Regionalität,
Qualität und Verantwortung? Wir müssen den Blick neu justieren – weg
vom reinen Preisspiel, hin zu einem echten Wertspiel. Denn am Ende
entscheidet jeder Griff ins Regal darüber, wie unsere Landwirtschaft
und Eigenversorgung morgen aussehen.“
„Wir stehen als Landwirtschaft mitten im Wandel. Nur wenn wir
gemeinsam – von der bäuerlichen Produktion bis zum Handel –
Verantwortung übernehmen, können wir die regionale Produktion und
Wertschöpfung in Österreich sichern. Das AMA-Forum ist der Ort, an
dem dieser Dialog stattfindet,“ so Lorenz Mayr,
Aufsichtsratsvorsitzender der AMA-Marketing.
Zu den Ehrengästen des AMA-Forums zählten der Bundesminister für
Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft, Norbert
Totschnig, der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich Josef
Moosbrugger sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der
Lebensmittelwirtschaft, der Verbände und des Handels, allen voran
Ellen Staudenmayer (CEO McDonald’s Österreich), Michael Kunz (CEO
Lidl Österreich) und Josef Braunshofer (GF Berglandmilch und
Präsident Markenartikelverband) die auch an der Podiumsdiskussion
teilnahmen.
„Österreichs Landwirtschaft steht für höchste Qualität, Umwelt-
und Tierwohlstandards. Damit unsere bäuerlichen Familienbetriebe das
auch künftig leisten können, müssen sie wettbewerbsfähig bleiben. Das
gelingt mit einer starken Ausbildung, Offenheit für neue Technologien
und fairer Entlohnung für ihre nachhaltigen Leistungen. Denn Qualität
gibt es nicht zum Nulltarif. Transparenz und Bewusstseinsbildung, wie
sie die AMA-Marketing leistet, sorgen dafür, dass Konsumentinnen und
Konsumenten wissen, woher ihr Essen kommt und, dass Österreich auch
in Zukunft für eine hochwertige und kleinstrukturierte Landwirtschaft
steht“, betont Totschnig.
Josef Moosbrugger betonte, dass die Landwirtschaft immer höheren
Auflagen und Anforderungen gegenüberstehe, während gleichzeitig der
Ruf nach möglichst billigen Lebensmitteln lauter werde. Dieser
Widerspruch sei nicht auflösbar. Umso wichtiger seien mündige
Konsumentinnen und Konsumenten, die verstehen, dass höchste Qualität
nicht zum billigsten Preis erhältlich sein kann. Dabei spiele das AMA
-Gütesiegel eine zentrale Rolle, da es für österreichische Qualität,
Verlässlichkeit und Partnerschaft stehe.
Zwtl.: Mehr als satt: Eine neue Kultur des Hinschauens
Das AMA-Forum 2026 rückte das Thema „Wert von Lebensmitteln“
bewusst in den Mittelpunkt. Denn wir leben in einer Zeit, in der
Essen jederzeit verfügbar ist – doch diese Selbstverständlichkeit
beeinflusst unsere Haltung zu Lebensmitteln. Allzu oft entscheidet
der Preis schneller als die Qualität. Das AMA-Forum möchte diesen
Blick verändern und dazu einladen, vom reinen Preisspiel hin zu einer
echten Wertschätzung umzuschalten.
„Mehr als satt“ steht dabei für eine neue Kultur des Hinschauens:
für Qualität, die in der Landwirtschaft entsteht, im Handel sichtbar
wird und bei Konsumentinnen und Konsumenten Wirkung zeigt.
Expertinnen und Experten beleuchteten, wie Herkunft und Qualität
Kaufentscheidungen beeinflussen, wie Kommunikation Emotionen auslöst
und wie am Point of Sale bewusstere Entscheidungen unterstützt werden
können. Impulse aus Markenstrategie, Marktforschung und Praxis –
ergänzt durch Perspektiven außerhalb der Branche – zeigten, wie aus
alltäglichem Essen wieder echter Wert entstehen kann.
Zwtl.: Inspirierende Keynotes
In spannenden Vorträgen und interaktiven Diskussionsrunden wurde
weiter darüber diskutiert, wie der Wert von Lebensmitteln gemeinsam
gestaltet werden kann. Klaus-Dieter Koch , Markenstratege & Gründer
der Brand Trust GmbH sprach in seinem Vortrag „Vom Preisspiel zum
Wertspiel“. “Es gibt immer zwei Möglichkeiten zu verkaufen: Entweder
über den Preis oder den Wert. Beides gleichzeitig geht nicht“, so
Koch. „Den ersten Platz für das günstigste Produkt gibt es nur
einmal, schon das Zweitgünstigste ist nicht mehr das Billigste. Beim
Wert gibt es dagegen viele erste Plätze zu vergeben.”
Am Nachmittag sprach Handelsexpertin Cordula Cerha , wie man
Kaufentscheidungen verstehen und gestalten kann. „In einer Welt, in
der das Angebot groß und Produkte funktional oft austauschbar sind,
werden viele Kaufentscheidungen spontan getroffen. Welche Produkte
der Kunde schließlich auf das Kassenband legt, ist Ergebnis eines
komplexen Zusammenspiels aus psychologischen Effekten. Nur wer diese
versteht, kann sein Marketing darauf ausrichten und sich im
Wettbewerb behaupten“, erklärt Cerha.
Alexander Huber , Landwirt, Physiker und Profi-Bergsteiger
begeisterte ebenfalls mit seiner Keynote. Als Bergsteiger ist er
körperlich wie auch mental oft an die Grenzen gegangen. „Es ist nicht
der Berg, den man bezwingt, sondern immer nur das eigene Ich“,
betonte Huber. „Ideen und Visionen lassen sich nur dann erfolgreich
umsetzen, wenn geschickte Strategie und Planung die Grundlage bilden.
Die dazu notwendige Motivation wird immer von der Freude am Schaffen
generiert.“
Zwtl.: Podiumsdiskussion sorgt für viel Gesprächsstoff
Ein zentrales Highlight des diesjährigen AMA-Forums war die
Podiumsdiskussion zum Thema „Wie steht es um unsere
Qualitätskultur?“. Aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten
Josef Braunshofer (Präsident Markenartikelverband), Klaus-Dieter Koch
(Gründer Brand Trust GmbH), Michael Kunz (CEO Lidl Österreich), Karin
Metz (Bäuerin Bio-Kürbishof Metz) und Ellen Staudenmayer (CEO
McDonald’s Österreich), was Qualität heute bedeutet, wie Vertrauen
entsteht und welche Rolle Herkunft, Marke und Preis dabei spielen.
Aus Sicht der landwirtschaftlichen Praxis machte Karin Metz
deutlich, dass Qualität für sie den gesamten Weg eines Produkts
umfasst – von der Erzeugung bis zum fertigen Lebensmittel.
Entscheidend sei, dass Konsumentinnen und Konsumenten den Wert und
die Ehrlichkeit eines Produkts spüren. Um dieses Vertrauen
aufzubauen, setze sie gezielt auf Sichtbarkeit und soziale Medien,
die Einblicke in ihre Arbeit ermöglichen. Die Unterstützung durch die
AMA-Marketing bei der Sichtbarkeit eröffne dabei wichtige
Perspektiven für landwirtschaftliche Betriebe.
An diese Vertrauensfrage knüpfte Josef Braunshofer an und betonte
die Rolle der Marke in der Qualitätskultur. Jede Marke gehe zwar
ihren eigenen Weg, das übergeordnete Ziel sei jedoch immer dasselbe:
Vertrauen aufzubauen und langfristig zu sichern. Eine Marke müsse
Sicherheit geben und dürfe Konsumentinnen und Konsumenten niemals
enttäuschen. Gleichzeitig sei kontinuierliche Innovation notwendig,
um relevant zu bleiben und auch zukünftigen Erwartungen gerecht zu
werden.
Wie diese Prinzipien in einem international tätigen Unternehmen
umgesetzt werden, erläuterte Ellen Staudenmayer. Sie hob hervor, dass
McDonald’s Österreich stolz darauf sei, viele zentrale Rohstoffe wie
Rindfleisch und Erdäpfel aus Österreich zu beziehen. Das AMA-
Gütesiegel sei dabei ein bekanntes und verlässliches Zeichen, das
sowohl von Gästen als auch von Mitarbeitenden geschätzt werde.
Zugleich verwies sie auf die wirtschaftliche Realität vieler
Konsumentinnen und Konsumenten: Kreative Lösungen seien gefragt, um
Preiserhöhungen abzufedern, da Budgets begrenzt seien und
Kaufentscheidungen bewusst getroffen würden.
Diese Spannungsfelder zwischen Qualitätsanspruch,
Alltagstauglichkeit und Preis griff Michael Kunz auf. Er erklärte,
dass Konsumentinnen und Konsumenten grundsätzlich Qualität und Genuss
suchen, im Alltag jedoch oft durch Zeitdruck und Budget eingeschränkt
seien. Umso wichtiger sei es, Qualitätsprodukte sichtbar zu machen.
Dabei fungiere auch das AMA-Gütesiegel als Währung für Vertrauen und
Herkunft. Besonders hob Kunz hervor, dass es der AMA-Marketing
gelungen sei, Herkunft zu einer starken Währung zu machen – ein aus
seiner Sicht herausragender Erfolg.
Abschließend brachte Klaus-Dieter Koch die Diskussion auf eine
grundlegende Ebene der Wahrnehmung. Menschen seien selten in der
Lage, den Preis eines Produkts objektiv zu bewerten, erklärte er.
Ausschlaggebend für die Zahlungsbereitschaft sei vielmehr der
wahrgenommene Wert – geprägt durch Kontext und die Geschichte hinter
dem Produkt.
Zwtl.: Relevanz von Herkunft und Qualität
Über die Relevanz von Herkunft und Qualität in der
Kaufentscheidung von Konsumentinnen und Konsumenten sprach Micaela
Schantl, Leiterin der Marktforschung bei der AMA-Marketing.
Zusammengefasst kann gesagt werden, dass seit 2020 anhaltende Krisen
das Kaufverhalten der Konsumentinnen und Konsumenten deutlich prägen.
Zwar gewinnen regionale Herkunft und geprüfte Qualität zunehmend an
Bedeutung, gleichzeitig bleibt die tatsächliche Wertschätzung dafür
oft zu gering – ein klarer Widerspruch zwischen Anspruch und
Wirklichkeit. Besonders junge Zielgruppen zeigen dabei ein
verändertes Konsumverhalten und setzen andere Prioritäten. In diesem
Spannungsfeld dienen Gütesiegel als wichtige Orientierungshilfe,
wobei das AMA-Gütesiegel ein besonders hohes Vertrauen genießt.
Zwtl.: Programm der AMA-Marketing
Zum Abschluss ging ein Team der AMA-Marketing auf die Erfolge
2025 und die Schwerpunkte des neuen Jahres ein. Im
Qualitätsmanagement stehen unter anderem alle Zeichen auf
Digitalisierung: Das Ziel ist es, den Betrieben den Zugang zu
relevanten Informationen zu erleichtern, die Transparenz rund um das
AMA-Qualitätssiegel zu erhöhen und für eine bessere Sichtbarkeit der
Qualitätsgemeinschaft nach außen zu sorgen. Im Fokus steht, digitale
Lösungen zu schaffen, die einfach nutzbar sind und den
Verwaltungsaufwand reduzieren.
Im Marketing ist die AMA-Marketing ganzjährig und flächendeckend
in allen relevanten Zielgruppen präsent und setzt dabei auf
überprüfbare Inhalte statt bloßer Behauptungen. Ob es mediale Chancen
wie öffentlichkeitswirksame Werbeplatzierungen im Rahmen einer
Grillkampagne rund um Highlights der Fußballweltmeisterschaft sind,
oder neue digitale Formate für Social Media wie „AMA fragt nach“ samt
Einkaufswagencheck: Die Qualitätsmerkmale der Programme sowie ihr
konkreter Nutzen für die Menschen werden transparent und
nachvollziehbar vermittelt. Gleichzeitig wird kontinuierlich daran
gearbeitet, neue Partner für die Qualitätsprogramme zu gewinnen –
sowohl im Rahmen neuer Gütesiegel-Richtlinien als auch im Bio-
Bereich. Die Zusammenarbeit innerhalb dieser Qualitätsgemeinschaft
stellt dabei einen wesentlichen und nachhaltigen Mehrwert dar.
Zwtl.: Qualitätsgemeinschaft
Mutenthaler-Sipek schloss die Veranstaltung mit einem Appell an
alle, die Zusammenarbeit noch weiter zu vertiefen und meinte dazu:
„Qualität entsteht dort, wo Menschen gemeinsam an einem Ziel arbeiten
– Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Konsumentinnen und
Konsumenten. Diese Qualitätsgemeinschaft ist das Fundament, auf dem
unsere regionale Landwirtschaft und damit auch unsere regionale
Ernährung steht. Machen wir gemeinsam sichtbar, was Österreich stark
macht.“
Alle Fotos zum Download: https://b2b.amainfo.at/de-at/presse-
aktuelles/presse/pressemitteilungen/2026/amaforum2026





