Wien (OTS) – Der Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und
Psychologen (
BÖP) weist einmal mehr auf die zunehmend prekäre Ausbildungssituation
in der Klinischen Psychologie und Gesundheitspsychologie hin. Die
aktuellen Rahmenbedingungen im praktischen Ausbildungsbereich reichen
seit Jahren nicht aus, um den Bedarf an Ausbildungsplätzen zu decken.
Diese haben direkte Folgen für den beruflichen Nachwuchs und bedrohen
mittelfristig die psychosoziale Versorgung der Menschen in
Österreich!
Aktuell führt der BÖP eine Online-Umfrage unter
Ausbildungskandidat:innen der Klinischen Psychologie und
Gesundheitspsychologie in ganz Österreich durch. Ein erstes
Zwischenergebnis mit mehr als 200 Befragten zeichnet ein düsteres
Bild:
– 90,29 % der Befragten beurteilen die derzeitige
Ausbildungssituation für angehende Klinischen Psycholog:innen und
Gesundheitspsycholog:innen als schwierig bis sehr schwierig .
– Die durchschnittliche Wartezeit auf eine praktische
Ausbildungsstelle beträgt 5,4 Monate .
– 34,7 % sahen sich aufgrund dieser Wartezeiten gezwungen, sich
kurzfristig beim AMS zu melden .
Für den BÖP ist klar: Eine qualitativ hochwertige klinisch-
psychologische und gesundheitspsychologische Versorgung kann es nur
geben, wenn auch ausreichend Nachwuchs ausgebildet wird. Die
praktische Fachausbildung ist in den letzten Jahren allerdings für
viele zu einem fast unüberwindbaren Flaschenhals geworden.
Die Schaffung neuer Ausbildungsplätze kann nur gemeinsam mit
allen wichtigen Playern wie Landeskrankenanstalten,
Gesundheitseinrichtungen und Politik umgesetzt werden. Der BÖP hat
bereits Lösungsvorschläge erarbeitet und appelliert an einen dringend
nötigen und raschen Schulterschluss aller Entscheidungsträger:innen.
Für eine gesicherte psychosoziale Versorgung der Menschen in
Österreich!





