Bundeskanzler Stocker bei Hintsteiner Defence: Carbon-Leichtbautechnologie aus Österreich als Baustein europäischer Verteidigungsfähigkeit

Sankt Barbara im Mürztal (OTS) – Bundeskanzler Dr. Christian Stocker
hat heute im steirischen Mürztal
ein Vorzeigeunternehmen der österreichischen Verteidigungstechnologie
besucht. Die Hintsteiner Group in Sankt Barbara im Mürztal entwickelt
und produziert unter dem Label „Hintsteiner Defence“ Carbon-
Schutzlösungen für europäische Rüstungskonzerne – und will zum
führenden Full-Service-Partner im europäischen Sicherheitsbereich
werden. Begleitet wurde der Bundeskanzler von Landeshauptmann-Stv.
Manuela Khom und Wirtschaftslandesrat DI Willibald Ehrenhöfer. Der
Besuch unterstreicht die Rolle des österreichischen Mittelstands als
technologischer Schrittmacher im Rahmen der nationalen
Industriestrategie 2035.

Bundeskanzler Dr. Christian Stocker betont anlässlich seines
Besuchs:
„Die Hintsteiner Group zeigt eindrucksvoll, wie technologische
Souveränität ‚Made in Austria‘ gelebt wird und wie wichtig innovative
KMUs in diesem Bereich sind. Sicherheit ist das Fundament unseres
Wohlstands. Unternehmen wie die Hintsteiner Group erfüllen
Österreichs Industriestrategie mit Leben und tragen mit ihren
Innovationen auch zum Aufschwung unseres Landes bei.“

Zwtl.: Technologische Alleinstellung: Carbon statt Stahl

Im Zuge des Betriebsrundgangs durch das moderne Werk Mitterdorf,
das im Rahmen eines Investitionspakets von insgesamt 17 Millionen
Euro (2022–2027) kontinuierlich ausgebaut wird, demonstrierte das
Unternehmen seine technologische Vorreiterrolle. Im Zentrum stand der
in Kooperation mit Liebherr entwickelte, ballistisch geschützte
Teleskoplader. Durch eine widerstandsfähige, aber entscheidend
leichte Carbon-Hülle können Standard-Industriemaschinen ohne schwere
mechanische Modifikationen an Fahrwerk, Bremsen oder Hydraulik
gepanzert werden.

Diese Dual-Use-Technologie eignet sich nicht nur für den Einsatz
in internationalen Krisengebieten, sondern bietet auch im zivilen
Katastrophenschutz – etwa bei Feuerwehren im unwegsamen Gleis- und
Bergbereich – maximalen Schutz bei voller Mobilität. Darüber hinaus
fertigt Hintsteiner Defence hochkomplexe Carbon-Strukturbauteile für
modernste Verteidigungssysteme, beispielsweise für Rheinmetalls
neueste Plattformen Natter und SeaSnake

Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom zeigt sich beeindruckt vom
Innovationsgeist:
„Die Steiermark ist als Innovationsland in Europa ganz vorne mit
dabei. Familiengeführte Vorzeigebetriebe wie Hintsteiner beweisen,
dass wir mit Mut und Pioniergeist, weiß-grüner Innovationskraft und
echter Handschlagqualität globale Spitze sind.

Zwtl.: Mobile Werkstatt sichert Arbeitsplätze im Inland

Ein weiteres Highlight des Kanzlerbesuchs war die Vorstellung des
neuen Maintenance Trucks. Dieser zu einer mobilen High-Tech-Werkstatt
umgebaute Truck ermöglicht es, hochsensible Rüstungs- und
Zivilschutzgüter direkt vor Ort beim Kunden im Ausland zu warten und
zu adjustieren. Durch diesen mobilen Service-Export entfällt die
Notwendigkeit, feste Service-Arbeitsplätze im Ausland aufzubauen. Das
gesamte technologische Know-how sowie die hochqualifizierten
Arbeitsplätze bleiben dauerhaft am Standort in der Steiermark
gesichert.

Wirtschaftslandesrat DI Willibald Ehrenhöfer verweist auf die
strategische Bedeutung dieses Modells:
„Wir wollen, dass Unternehmen in der Steiermark wachsen können. Die
Hintsteiner Group zeigt dies eindrucksvoll. Das 17-Millionen-Euro-
Investment am Standort in St. Barbara ist ein starkes Bekenntnis zur
Steiermark.

Zwtl.: Rahmenbedingungen für innovative KMUs im Fokus

Im Rahmen des Besuchs fand ein konstruktives Arbeitsgespräch
statt. Im Fokus standen Fragen der administrativen Effizienz im
Zulassungsbereich sowie die Sicherung nahtloser und zeitkritischer
Logistikketten für High-Tech-Lieferungen ins europäische Ausland.
Alle Beteiligten betonten die Bedeutung eines kontinuierlichen,
lösungsorientierten Austauschs zwischen Politik und Wirtschaft, um
die internationale Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Standorts
weiter auszubauen.

CEO Martin Hintsteiner umreißt die Zukunftspläne:
„Als familiengeführtes Unternehmen stehen wir seit Jahrzehnten für
den Mut, neue technologische Wege zu gehen. Unsere Vision ist es, der
führende europäische Full-Service-Partner für Leichtbaustrukturen im
Sicherheitsbereich zu sein. Carbon ist ein Werkstoff der Zukunft.
Wenn wir jetzt die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, kann
Österreich diese Zukunft entscheidend mitgestalten – technologisch,
industriell und sicherheitspolitisch“